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Presseberichte 1. Mannschaft

»Haben uns den Schneid abkaufen lassen«

Quelle: Gießener Allgemeine, 07.05.12

fro) Lediglich 100 Zuschauer verfolgten am vergangenen Samstag bei Dauerregen das Gießener Sportkreis-Derby in der Verbandsliga Mitte zwischen dem SC Teutonia Watzenborn-Steinberg und dem VfB 1900 Gießen. Am Ende setzten sich die Gäste nach Toren von Erkan Hasan, Robin Schaffarz und Maykel Samun verdient mit 3:0 durch.

»Von meinen Spielern ist kein Derbycharakter ins Spiel getragen worden. Wir haben uns früh den Schneid abkaufen lassen und verdient verloren«, konstatierte ein enttäuschter SC-Spielertrainer Gino Parson kurz nach dem Schlusspfiff. »Meine Elf hat die taktischen Vorgaben voll umgesetzt. Obwohl vor der Pause der finale Pass gefehlt hat, gibt es kaum ein Haar in der Suppe zu finden. Wir hatten die bessere Einstellung und daher verdient gewonnen. Ich bin daher glücklich«, sagte Gießens Trainer Matthias Hagner.

Teutonia Watzenborn-Steinberg - VfB 1900 Gießen 0:3

Der VfB 1900 nahm gleich zu Beginn der Partie das Heft in die Hand. Andreas Baufeldt scheiterte an SC-Keeper Dominik Wagner (2.), während Ürkan Özen das gegnerische Tor mit einem Distanzschuss knapp verfehlte (5.). David Runkel hätte beinahe für die Gästeführung gesorgt, als er das Leder bei einem Rettungsversuch nur um Zentimeter am eigenen Tor vorbeisetzte (6.). Torwart Dominik Wagner präsentierte sich wie bereits im Hinrundenspiel als starker Rückhalt und konnte bei einem Özen-Freistoß einen Gegentreffer verhindern (21.). Spielführer David Runkel setzte nach einem Eckstoß von Hendrik Dechert die erste SC-Gelegenheit per Kopf über die Latte. Der Abwehrchef der Teutonia zog sich bei dieser Aktion eine klaffende Kopfwunde zu und musste ausgewechselt werden (28.). Der SC ließ einen geordneten Spielaufbau vermissen und suchte sein Heil immer wieder mit langen Abschlägen von Torwart Dominik Wagner. Die VfB-1900-Abwehr um Pierre Chabou hatte somit keine Probleme. Florian Säglitz verlebte einen weitgehend beschäftigungslosen Nachmittag. Hendrik Dechert versuchte den Gästekeeper mit einem Fernschuss von der Mittellinie zu überwinden, doch der weit vor seinem Tor postierte Florian Säglitz war bei dieser einzig ernsthaften Prüfung wachsam (33.). Für die Gäste vergab Kai Ranke nach Özen-Eckstoß eine Kopfballchance (36.). Kurz vor der Pause sorgte Erkan Hasan für die verdiente Gästeführung. Nach einem Solo fasste er sich auf Höhe der Strafraumgrenze ein Herz und überwand Dominik Wagner mit einem Flachschuss zum 1:0 (44.).

Nach dem Wechsel wurde die Überlegenheit der Gäste noch größer. Maykel Samun zwang Dominik Wagner zu einer erneuten Glanzparade (51.). Kurz darauf enteilte Robin Schaffarz Dennis Frank und schob zum 2:0 für den VfB 1900 ein (54.). Nach einer Stunde Spielzeit feierte David Klimek sein Comeback im SC-Trikot. »Auf den Tag genau vor neun Monaten habe ich mir im Spiel gegen den FC Ederbergland einen Kreuzbandriss zugezogen. Ich bin zwar schon seit Januar wieder im Training, ohne dabei aber in die Belastung eines Zweikampfes gegangen zu sein«, ging Klimek mit gemischten Gefühlen in die Partie. Zeitgleich feierte VfB-1900-Neuzugang Ngolo Ouattara sein Debüt. Als Dominik Wagner einen Schuss von Ürkan Özen nur abklatschen konnte, war Maykel Samun zur Stelle und drückte das Leder zum 3:0 über die Linie (63.). Von den Hausherren sah man offensiv nur noch wenig. Ein von Niklas Wagner getretener Freistoß strahlte keinerlei Gefahr aus (70.). Auf der Gegenseite scheiterte Erkan Hasan mit einem Distanzschuss an Dominik Wagner. Nach dem anschließenden Eckstoß setzte Maykel Samun das Spielgerät knapp neben den Pfosten (73.). Nach einer Flanke von Niklas Wagner eröffnete sich Dennis Frank eine Viertelstunde vor Schluss die erste Gelegenheit der zweiten Halbzeit. Florian Säglitz warf sich dem im Fünfmeterraum an den Ball kommenden SC-Spieler aber entschlossen entgegen. Obwohl VfB-1900-Trainer Matthias Hagner mit Berat Miftari und David Lautaro Tejerina zwei neue Spieler in die Partie brachte, war kein Qualitätsverlust bei seiner Elf festzustellen. Die Gäste waren in der Schlussphase dem vierten Tor näher als der SC dem Ehrentreffer.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Dominik Wagner; Bathomene, Priebe, Runkel (ab 30. Iyasere), Frank, Schmandt, Dechert (ab 76. Steinborn), Klan (ab 60. Klimek), Parson, Semmler, Niklas Wagner.

VfB 1900 Gießen: Säglitz; Atanasoski (ab 78. Miftari), Gaubatz, Chabou, Hasan, Ranke, Ott, Özen, Baufeldt (ab 60. Ouattara), Schaffarz, Samun (ab 78. Lautaro Tejerina).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Schwarz (Liederbach). – Zuschauer: 100. – Torfolge: 0:1 (44.) Hasan, 0:2 (54.) Schaffarz, 0:3 (66.) Samun. – Gelbe Karte: Steinborn

Frank als perfekter Joker

Quelle: Gießener Anzeiger, 12.12.11

UNTERLIEDERBACH (ths). Zum Auftakt des 34. Spieltags der Verbandsliga Mitte kehrte der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg mit einem achtbaren Teilerfolg aus dem Gastspiel beim VfB Unterliederbach zurück und verteidigte damit zumindest vorerst den neunten Tabellenplatz. 1:1 (0:1) hieß es am Ende der 90 Minuten gegen einen Kontrahenten, der nach der Winterpause erst eine Partie verloren hat.

VfB Unterliederbach - Teutonia Watzenborn-Steinberg 1:1

Das Remis war leistungsgerecht, da den Platzherren der erste Durchgang gehörte, während die Teutonen nach der Einwechslung von Spielertrainer Gino Parson das Geschehen in der letzten halben Stunde bestimmten. „Mit Parson lief es geordneter bei uns, vorher hatten wir zu viele Ballverluste“, erklärte SC-Sprecher Carsten Größer und wagte auch schon einmal einen Blick auf das kommende Wochenende: „Wir sind zufrieden. Vor allem, weil jetzt das Derby gegen den VfB 1900 Gießen kommt.“ Im ersten Abschnitt erwies sich der VfB vor 80 Zuschauern als die lauffreudigere und zweikampfstärkere Mannschaft und verbuchte folgerichtig die ersten beiden Möglichkeiten für sich. Erst verzog Marlon Schick (22.), dann parierte Watzenborns Keeper Dominik Wagner den Schuss von Sebastian Mader (30.). Drei Zeigerumdrehungen darauf hielten die Gäste mit einem Versuch aus der Distanz von Dechert, den Schlussmann Mike Wroblewski entschärfte, dagegen. Vier Minuten vor der Pause markierte Unterliederbach das 1:0 durch Leonardo Bianco - allerdings aus abseitsverdächtiger Position. Zuvor hatte Dechert die Kugel vertändelt.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischte die Parson-Truppe, doch Niklas Wagner fand nach seinem Solo keinen Weg vorbei an Wroblewski (47.). Mit Parson und einem weiteren eingewechselten Akteur auf dem Feld fiel schließlich in der 65. Minute das 1:1. Dennis Frank entpuppte sich als idealer Joker und glich auf Zuspiel von Mike Bathomene aus. Anschließend zielte Unterliederbachs Mader nicht genau genug (67.), ehe sich beide Seiten Stück für Stück mit dem Unentschieden anfreundeten

VfB Unterliederbach: Wroblewski; Dominik Kollmeier, Yasaroglu, Clark, Frosch, Dennis Kollmeier, Bianco, Mader (71. Onar), Schick, Koch, Atmani (28. Masih/84. Büttner).

Gino Parson mächtig angefressen

Quelle: Gießener Anzeiger, 23.04.12

„Wir haben keine Typen auf dem Platz und zu wenig Biss“ - Verdiente Niederlage in einer dürftigen Begegnung

WATZENBORN-STEINBERG. In der 68. Minute war es so weit. Gino Parson wechselte sich ein, obwohl er seinen Einsatz angesichts einer schmerzhaften Knöchelverletzung im Vorfeld kategorisch ausgeschlossen hatte. Das war dem 32-Jährigen in diesem Moment aber gleichgültig. Denn mehr noch als der lädierte Knöchel schmerzte den Spielertrainer des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg die Vorstellung seiner Schützlinge, so dass er sich doch sein Trikot mit Nummer 14 schnappte und versuchte, der Partie gegen den Türkischen SV Wiesbaden eine Wende zu verleihen. Es sollte nicht gelingen, die Teutonen unterlagen den Gästen in einer dürftigen Begegnung verdient mit 0:1 (0:1).

Parson redete im Anschluss Klartext: „Wir hatten keine Typen auf dem Platz. Einige waren mit dem Kopf woanders, vielleicht auch, weil sie für die nächste Saison bereits woanders unterschrieben haben. Das war einfach zu wenig. Wir hatten nicht den Biss und waren nicht geil genug darauf, das Tor zu machen.“

Teutonia Watzenborn-Steinberg - Türk. SV Wiesbaern 0:1

In der Tat verbuchte der SC im gesamten Spielverlauf lediglich drei halbwegs zwingende Torgelegenheiten - und zwei davon bereits vor dem Treffer zum 0:1 in der 13. Minute. Nach einem Foul von Fatih Bilir an Andrew Iyasere, der im Angriff als zunächst einzige Spitze den Vorzug vor Marco Semmler erhalten hatte, scheiterte Andreas Wiertelorz mit dem fälligen Freistoß an SV-Keeper Ismail Yilmaz (5.). Vier Minuten später schlug Mike Bathomene eine Flanke in den Strafraum, die Yilmaz nicht entscheidend zu klären wusste. Andreas Klan legte für Rechtsverteidiger Julian Hirz ab, bei dessen Abschlussversuch Yilmaz dann aber zur Stelle war.

Auf der anderen Seite war es eine Standardsituation, die den Wiesbadenern die Führung bescherte. Erol Gencs Eckstoß köpfte Ümit Yildiz unhaltbar für Dominik Wagner in die Maschen (13.). Dem Rückstand hatten die Grün-Weißen, die diesmal ganz in Schwarz antraten, so gut wie nichts entgegen zu setzen. Niemand nahm das Heft in die Hand oder bestimmte den Rhythmus. Kopflos und ohne Ideen bewegte sich der Aufsteiger über den Kunstrasen an der Neumühle, während sich die Gäste zurückzogen und teils mit fünf Akteuren auf einer Linie verteidigten.Dementsprechend trist ging es bis zum Seitenwechsel weiter. Einzige Ausnahme bildete die 43. Minute, als Yilmaz den Schuss von Evgenij Priebe nicht festhalten konnte und Klan im Abseits stehend die Kugel über die Linie drückte.

Zur zweiten Halbzeit stellte Parson um. Semmler kam ins Spiel, um Iyasere in vorderster Front zu unterstützen. Zudem rückte Klan von der ungeliebten rechten Seite ins zentrale Mittelfeld. Wirkung erzielte der 32-Jährige Spielertrainer damit allerdings nicht, und auch seine eigene Einwechslung zog keinen Umschwung nach sich. Im Gegenteil: Die Gäste waren bei einigen Kontermöglichkeiten dem 2:0 näher als die Platzherren dem Ausgleichstreffer zum 1:1.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner, Hirz (36. Schmandt), Runkel, Frank, Bathomene, Dechert (46. Semmler), Priebe, Klan, N. Wagner (68. Parson), Wiertelorz, Iyasere.

Türkischer SV Wiesbaden: Yilmaz; Yildiz, Bilir, Demirtas, Arslan, Bektas, Kusch, Clemens (90. Balikci), Genc, Kizilgöz, Baghramian.

Tor: 0:1 Yildiz (13.). - Schiedsrichter: Zahorec (Kassel). - Gelbe Karten: Schmandt, Wiertelorz/Bilir, Clemens. - Zuschauer: 50.

„Angstgegner“ schlägt zu

Quelle: Gießener Anzeiger, 16.04.12

Fünf Tore und drei Ampelkarten - Parson wechselt sich ein, trifft, und verletzt sich erneut

BREIDENBACH (ths). Auch im erneuten Anlauf konnte der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg nichts Zählbares beim „Angstgegner“ FV Breidenbach ernten. Mit 2:3 (0:2) unterlagen die Grün-Weißen im Marburger Hinterland und kassierten damit die dritte Niederlage in Folge gegen den FV.

Die 90 Minuten hatten einiges zu bieten. Zwei Elfmetertore für die Platzherren, drei Ampelkarten und das Comeback von Teutonen-Spielertrainer Gino Parson, der sich spät einwechselte und sogar den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte. Bei dieser Aktion brach allerdings die gerade erst halbwegs verheilte Knöchelverletzung des 32-Jährigen wieder auf, so dass weitere Einsätze fraglich erscheinen.

Die Gäste erwischten einen denkbar schlechten Start und lagen nach zehn Minuten bereits mit 0:2 im Hintertreffen. Keine 60 Sekunden waren absolviert, als Johannes Damm in einen Fehlpass zwischen die beiden Innenverteidiger Dennis Frank und David Runkel spritzte und seine Farben mit 1:0 in Front brachte. Wenig später ging FV-Stürmer Felix Baum im Zweikampf mit Runkel zu Boden, woraufhin der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied. Ein fragwürdiger Pfiff, doch Dominic Blöcher ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte den Strafstoß zum 2:0 (10.).

Anschließend schwammen sich die Watzenborner Stück für Stück frei und kamen ihrerseits zu ersten Gelegenheiten. So in der 23. Minute, als Hendrik Dechert mit seiner Freistoßhereingabe Angriffshüne Marco Semmler fand, dessen Kopfstoß an die Latte knallte. Danach verzogen Niklas Wagner (31.) und wiederum Dechert (37.), während Andreas Wiertelorz aus kurzer Distanz von Torwart Martin Lokoc entzaubert wurde (44.).

FV Breidenbach - Teut. Watzenborn-Steinberg 3:2

Den erster Aufreger im zweiten Abschnitt verbuchten dann die Platzherren durch Damm, dessen Abschluss Keeper Dominik Wagner zu einer klasse Fußabwehr zwang (50.). Andreas Klan (52.), Semmler (53.) und Moritz Schmandt (64.) verpassten in der Folge auf der anderen Seite das eigentlich fällige Anschlusstor.

Zu zehnt (Gelb-rote Karte für Damm wegen wiederholten Foulspiels/68.) schnupperten allerdings die Breidenbacher am 3:0 durch Felix Baum - wiederum war Wagner zur Stelle (71.). Nachdem FV-Akteur Radek Konecny ebenfalls die Ampelkarte erhalten hatte (84.), verkürzte Parson drei Minuten nach seiner Einwechslung auf 1:2 (85.). Ein weiterer Elfmeterpiff nahm den Gästen daraufhin wieder die Hoffnungen. Evgenij Priebe foulte Baum und erhielt die dritte Ampelkarte. Der Gefoulte trat selbst an den Kreidepunkt und vollstreckte zum 3:1 (90.). Keine Auswirkungen mehr hatte das 2:3 durch Schmandt in der Nachspielzeit.

FV Breidenbach: Lokoc; Jonas Beckmann, Förster, Wellner, Claudi, Moreno (42. Badouin), Konecny, Runzheimer (73. Runzheimer), Damm, Baum, Blöcher (90. Julian Beckmann).

Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner, Hirz (82. Parson), Frank, Dechert, Schmandt, N. Wagner, Klan (62. Bathomene), Semmler, Runkel, Priebe, Wiertelorz.

Tore: 1:0 Damm (1.), 2:0 Blöcher (10./FE), 2:1 Parson (85.), 3:1 Baum (90./FE), 3:2 Schmandt (90.+1). - Schiedsrichter: Eick (Eifa). - Gelb-rote Karten: Damm (68.), Konecny (84./beide Breidenbach), Priebe (90./Watzenborn). - Zuschauer: 180.

Rumpfelf gelingt dicke Überraschung

Quelle: Gießener Anzeiger, 10.04.12

Verdienter Teutonen-Sieg beim Aufstiegsaspiranten - Starke Teamleistung - Niklas Wagner mit zwei Toren Matchwinner

ALLENDORF/EDER (srd). Für einen Paukenschlag hat die SC Teutonia Watzenborn-Steinberg am Ostersamstag gesorgt. Mit 3:1 (2:0) behielt die praktisch mit dem letzten Aufgebot angetretene Truppe von Spielertrainer Gino Parson beim Aufstiegsaspiranten FC Ederbergland die Oberhand. Und das nicht einmal unverdient. „Hut ab vor der Leistung der Jungs. Sie sind sehr geschlossen aufgetreten“, freute sich Parson nach dem zweiten Sieg in Folge, durch den seine Truppe auf den sechsten Rang vorrückte.

Vor rund 90 Zuschauern hatte es aber zunächst so gar nicht nach einem erfreulichen Nachmittag für den Aufsteiger ausgesehen, denn bereits in der Anfangsphase brannte es mehrfach lichterloh im Strafraum der Gäste. Die dickste Chance der Hausherren vergab Tim Biesenthal, der es fertig brachte, das Leder freistehend aus kurzer Distanz am Gäste-Tor vorbeizuschieben (6.).

Nach dieser Drangphase konnten sich die Gäste aber zunehmend aus der Umklammerung befreien und nutzten eine ihrer ersten Offensivaktionen zum Führungstreffer. Nach einer sehenswerten Einzelleistung hämmerte der agile Niklas Wagner das Leder von der Strafraumgrenze unhaltbar für Ederberglands Schlussmann Alessandro Casella in den Winkel (19.).

FC Ederbergland - Teutonia Watzenborn-Steinberg 1:3

Wirklich beeindruckt zeigte sich der Favorit, der mit einem Sieg auf Rang zwei hätte vorrücken können, aber (noch) nicht. Weiterhin ließ die Truppe von Trainer Wolfgang Werth Ball und Gegner laufen, scheiterte aber zweimal am starken Burak Dagli im Tor der Gäste. Als dann aber wiederum Wagner den zweiten Treffer nachgelegt hatte (32.), machte sich bereits Ernüchterung im Lager des Tabellendritten breit.„Wir haben die Treffer genau zur richtigen Zeit erzielt“, so Parson, dessen Schützlinge nach dem Wechsel die Angriffsreihe des Gastgebers über weite Strecken gut im Griff hatte.

Erst in der Schlussphase konnte der Tabellen-13. die nur mit zwölf Spielern angereisten Gäste wieder ernsthaft in Bedrängnis bringen. Als René Eickhoff per Kopf den Anschlusstreffer markiert hatte (78.), keimte kurzzeitig Hoffnung unter den FCE-Anhängern auf. Doch mitten in einer Drangphase der Hausherren machte die Parson-Truppe nach einem schnell vorgetragenen Entlastungsangriff den Sack endgültig zu. Moritz Schmandt hatte auf der linken Seite zwei Mann stehen lassen, ehe er eine präzise Flanke in die Mitte schlug, wo der 180 Sekunden zuvor eingewechselte Tim Schmidt-Weichmann nur noch den Fuß hinhalten musste (85.). „Ein Sonderlob muss ich an Burak Dagli aussprechen. Er hat eine tadellose Vorstellung geboten, ohne ihn wären wir wohl nicht als Sieger vom Platz gegangen“, so Parson.

FC Ederbergland: Casella - Mohr, Koch, Möllmann, Schneider, Nolte (85. Holler), Biesenthal, Eickhoff, Schweizer (62. Sabino), Reitz, Wolf (46. Miß).

Teutonia Watzenborn-Steinberg: Dagli - Bathomene, Hirz, Frank, Dechert, Schmandt, Wagner (87. Wiertelorz), Klan, Semmler (82. Schmidt), Runkel, Priebe.

Tore: 0:1 (19.) Wagner, 0:2 (32.) Wagner, 1:2 (78.) Eickhoff, 1:3 (85.) Schmidt. - Schiedsrichter: Manuel Winkler (Bad Arolsen). - Zuschauer: 90.

Ederbergland verliert gegen Watzenborn 1:3

Quelle: HNA.de, 08.04.12

Der FCE bot zwar wieder ahnsehnlichen Fußball, eklatante Abschlusschwächen machten aber alle Hoffnungen auf einen Sieg zu nichte.

Trainer Wolfgang Werth hatte seine Elf auf einigen Positionen umgebaut. Kapitän Michael Möllmann rückte auf die Sechserposition, Mohr und Koch bildeten die Innenverteidigung, Arsenio blieb zunächst auf der Bank. Der FCE versuchte von Beginn an, das Mittelfeld schnell zu überbrücken, was gut aussah: Gegen die nicht sattelfeste Gästeabwehr wurde Biesenthal durch Nolte (5.) und Schneider (6.). glänzend angespielt, scheiterte jedoch beide Male vor dem Tor.

Besser machten es die Gäste: Mit dem ersten Angriff erzielte Wagner aus 22 Metern das 0:1 (10.). Die Antwort der Gastgeber folgte prompt. Zunächst zirkelte Nolte einen Ball über das Tor (17.). Der unermüdliche Eickhoff verstolperte frei vor dem Torwart (22.), nur eine Minute später blieb er an selbigem hängen.

FC Ederbergland - Teutonia Watzenborn-Steinberg 1:3

Die Zuschauer bekamen nur noch einen gefährlichen Gästeangriff zu sehen. Als der FCE zu weit weg von seinen Gegenspielern stand, schob abermals Wagner damit jedoch zum 0:2 ein (33.).

Jetzt saß der Schock tiefer in den heimischen Reihen. Mit der Einwechslung Arsenios für den für den schwachen Wolf sollte die Durchschlagskraft zur zweiten Hälfte zurückkehren, doch der Gast stand nun noch tiefer und war daher nur noch schwer zu überrumpeln.

Zwar bestimmten die Rot-Blauen weiter die Partie, doch Chancen ergaben sich nur noch sporadisch, zumal Nolte unter Manndeckung blass blieb. Gästespieler Schmandt hatte nach einem Konter die Entscheidung auf dem Fuß (75.). Als Eickhoff nach einer langen Mohr-Hereingabe ausnahmsweise mutterseelenallein gelassen wurde, köpfte er zum 1:2 ein (78.). Doch die Freude währte nur kurz. Der eingewechselte Schmidt schloss mitten in die FCE-Drangphase einen Konter zum Endstand ab (85.).

„Das war eine bittere Niederlage“, befand FCE-Trainer Werth. Von der Chancenverwertung abgesehen konnte er seiner Mannschaft nach dem Auftritt auch keinen Vorwurf machen: „Selbst in der zweiten Halbzeit hätten wir das Spiel noch drehen können.“ An den positiven Dingen wolle man sich daher orientieren, zumal auch die Konkurrenz patzte.

Gerade noch so einer Blamage entgangen

Quelle: Gießener Anzeiger, 02.04.12

Zwei Last-minute-Tore retten Teutonen den Sieg gegen Schlusslicht - Parson: Verdient gewonnen, aber desolat gespielt

WATZENBORN-STEINBERG. „Letzendlich müssten wir durch den Sieg den Klassenerhalt zu 99 Prozent geschafft haben“, erklärte Gino Parson, verletzter Spielertrainer des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, nach dem 4:2 (2:1)-Erfolg über den Tabellenletzten TSG Wörsdorf. Doch Parson wirkte angesichts des so gut wie erreichten Saisonziels weder erleichtert noch zufrieden, sondern vielmehr nachdenklich.

Zu Recht, denn was die Teutonen in den 90 Minuten zuvor abgeliefert hatten, ließ viele Wünsche offen. „Wir haben verdient gewonnen, aber desolat gespielt“, fasste der 32-Jährige die Geschehnisse zusammen und haderte vor allem mit der mangelnden Chancenverwertung: „Was da vorne passiert ist, ist zu wenig für die Verbandsliga. Wenn wir gegen den Letzten so viele Hochkaräter nicht machen, müssen wir froh sein, dass wir schon so viele Punkte haben.“

Dabei sah es in der Anfangsphase durchaus noch einer guten Vorstellung der Grün-Weißen aus, die ersten beiden Gelegenheiten wurden schnell in eine 2:0-Führung umgemünzt. Hendrik Dechert schickte Andreas Klan auf die Reise, der TSG-Keeper Robin Findeis mit einem trockenen Schuss überwand (9.). Und 180 Sekunden später war es Niklas Wagner, der das abgefälschte Zuspiel von Richy Zimmermann unter Kontrolle brachte und auf 2:0 erhöhte.

Teutonia Watzenborn-Steinberg - TSG Wörsdorf 4:2

Anschließend jedoch fehlte es im Torabschluss an der nötigen Kaltschnäuzigkeit, um frühzeitig die Vorentscheidung herbeizuführen. So in der 16. Minute, als Wagner das Ziel verfehlte. Ebenso erging es Marco Semmler, der die Kugel freistehend über den Querbalken beförderte (19.). Quasi aus dem Nichts heraus gelang den Gästen in der 26. Minute der Anschlusstreffer. Kapitän und Innenverteidiger Aladin Pilica schlug einen Freistoß aus der eigenen Hälfte in den Strafraum, Markus Schmidt irritierte Schlussmann Dominik Wagner, so dass der Ball im Netz einschlug. Noch vor dem Seitenwechsel ergaben sich für die Platzherren zwei Möglichkeiten, den alten Abstand wieder herzustellen. Wagner (38.) und Klan in der Nachspielzeit schafften es allerdings nicht, für Beruhigung beim im Jahr 2012 bis dato noch sieglosen Team zu sorgen.

Im zweiten Durchgang verflachte die Partie noch weiter. Der Pfostenknaller von Klan sollte der letzte Höhepunkt für einige Zeit bleiben (51.), so dass die Wörsdorfer ihre Chance auf Zählbares wahren konnten. Und in der 88. Minute schien sich die Fahrlässigkeit des SC in Sachen Effizienz zu rächen, als Nick Erwe zum 2:2 ausglich. Praktisch direkt nach dem Wiederanpfiff bediente aber Moritz Schmandt den eingewechselten Andrew Iyasere, der das 3:2 markierte (89.). Damit nicht genug: In der Nachspielzeit setzte Semmler nach der Hereingabe von Wagner den Schlusspunkt zum 4:2 (91.).

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Zimmermann (33. Hirz), Runkel, Frank, Schmandt, Priebe, Dechert, N. Wagner, Klan (63. Iyasere), Wiertelorz (46. Bathomene), Semmler.

TSG Wörsdorf: Findeis; Freyer, Vogler, Pilica, Smith (39. Erwe), Ott, Bendriss (55. Cappel), Leus, Schmidt, Dörnte (82. Reuter), Diehl.

Tore: 1:0 Klan (9.), 2:0 N. Wagner (12.), 2:1 Pilica (26.), 2:2 Erwe (88.), 3:2 Iyasere (89.), 4:2 Semmler (90.+1). - SR: Lübberstedt (Neuhof). - Gelbe Karten: Dechert, Schmandt/Schmidt. - Zuschauer: 130.

Das glückliche Händchen des Gino Parson

Quelle: Gießener Allgemeine, 26.03.12

(pst) Der Ausgleich kam spät: Mit einem 1:1 endete gestern das Mittelhessen-Derby in der Verbandsliga Mitte zwischen dem SC Waldgirmes II und dem SC Teutonia Watzenborn-Steinberg.

SC Waldgirmes II - Teutonia Watzenborn-Steinberg 1:1

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VERBANDSLIGA MITTE: 1:1 trennten sich im Mittelhessen-Derby der SC Waldgirmes II und der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg. Hier wird Andreas Klan von den Waldgirmeseren Sven Kusebauch (l.) und Stefan Hocker (r.) verfolgt. (Foto: ras)
Im Laufe der ersten Halbzeit war die Hessenliga-Reserve aus Waldgirmes gegen personell arg geschwächte Teutonen in Führung gegangen. Doch nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste immer stärker und kamen in der 90. Minute zum Ausgleich. Dabei bewies Spielertrainer Gino Parson mit seinen Einwechslungen ein glückliches Händchen.

»Ich bin mit diesem Ergebnis zufrieden«, sagte er deshalb auch nach dem Abpfiff. »Wir haben alles riskiert. In der zweiten Halbzeit haben wir uns gute Chancen erarbeitet und die auch genutzt.«

Alles riskieren – etwas anderes blieb den Teutonen auch gar nicht übrig. Die Parson-Elf ist momentan vom Verletzungspech verfolgt und hatte gestern nur zwei Einwechselspieler auf der Bank sitzen. Entsprechend vorsichtig ging sie in den ersten Minuten zu Werke und überließ zunächst den Lahnauern das Kommando. Die erste Torchance für die Gastgeber hatte Kapitän Steffen Jordan, der den Kasten mit einem Schuss aus dem rechten Halbfeld nur knapp verfehlte (10.). Nur sieben Minuten später gab es die nächste Gelegenheit. Julian Gries brachte einen Freistoß in den Strafraum der Teutonia, wo Patrick Neubert mit einem Kopfball an Dominik Wagner im Watzenborner Tor scheiterte. Doch bei einer der nächsten Chancen klingelte es. Nachdem der Schuss von Hendrik Dechert auf der anderen Seite nach einem Konter zu unpräzise war, brachte Sven Kusebauch die Platzherren in Führung. Der SC Waldgirmes II hatte das Spiel durch Dylan Windust und Jordan im Mittelfeld schnell gemacht, die Teutonen-Abwehr mit effizientem Direktpass-Spiel ausgehebelt – und Kusebauch nutzte diesen Freiraum zum 1:0 (33.). Bis zum Pausenpfiff hätte diese Führung durchaus noch höher ausfallen können, allerdings scheiterte Jordan nach einem schönen Zuspiel von Aydin erneut an Wagner (38.).

In der Halbzeitpause wechselte Parson und brachte Andrew Iyasere für Marco Semmler. »Marco hat in der ersten Halbzeit viel gearbeitet. Aber er hadert schnell mit sich, wenn er seine Chancen nicht nutzt«, rechtfertigte Parson hinterher diesen Wechsel. Und: »Für Andrew hatte ich gehofft, dass wir noch mal einen schnellen Konter spielen können.« Später sollte sich zeigen, dass Parson den richtigen Riecher hatte. Denn mit Beginn des zweiten Durchgangs wurde der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg immer stärker – was aber nicht nur an Iyasere lag. In der 62. Minute brachte Parson mit Dennis Frank den nächsten Spieler von der Bank. Und plötzlich hatten die Gäste einen hohen Drang nach vorne, vergaben aber viele ihrer guten Chancen. Andreas Klan probierte es mal von der Strafraum-Kante, setzte das Leder aber über die Querlatte (75.). Die dickste Chance hatte allerdings Frank. Nach einer scharfen Hereingabe von der rechten Seite jagte auch er den Ball aus kurzer Distanz über das Tor (82.). Doch der Mut der Teutonen sollte belohnt werden. In der letzten Spielminute schlug Klan einen langen Ball nach vorne, Frank legte per Kopf ab – und Iyasere musste nur noch einschieben. Ausgleich. Vorbereitet und abgeschlossen durch zwei Einwechselspieler.

Entsprechend bedient war Ralf Landgraf, Trainer des SC Waldgirmes II, nach dem Spiel. »Wir hätten den Sack vorher zumachen müssen«, sagte er.« »In den entscheidenden Momenten machen wir immer das Falsche. Ein Sieg wäre für uns das gerechtere Ergebnis gewesen.« Doch statt sich entspannt zurückzulehnen, blickt Landgraf jetzt in eine ungewisse Zukunft: »Richtung Abstieg wird es eng.«

SC Walgirmes II: Grutza; Delzer, Heuser, Neubert, Gries, Hocker, Kusebauch, Aydin (ab 65. Hartmann), Windust, Jordan (ab 78. Vinetic), Tobias Schmitt (ab 87. Ried).

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Dominik Wagner, Schmandt, Runkel, Zimmermann, Hirz (ab 62. Frank), Priebe, Dechert, Wiertelorz, Klan, Semmler (ab 46. Iyasere), Niklas Wagner.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Wiebe (Niedernhausen). – Zuschauer: 140. – Torfolge: 1:0 (33.) Kusebauch, 1:1 (90.) Iyasere. – Gelbe Karten: Neubert, Jordan – Dechert, Schmandt.

Parson mit Punkt zufrieden

Quelle: Gießener Anzeige, 19.03.12

Kleiner Auwärtstrend bei Teutonen erkennbar - Beide Teams mit großem Einsatzwillen

WATZENBORN-STEINBERG. „Das geht in Ordnung, obwohl wir insgesamt besser und agiler waren. Jetzt glaube ich, dass wir noch vier Punkte brauchen, damit wir nichts mehr mit dem Abstieg zu tun bekommen.“ Gino Parson zeigte sich zufrieden mit dem torlosen Remis seines SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, obwohl seine Elf dem Dreier eine kleines Stück näher gewesen war als die Gäste vom SV Wiesbaden. Doch der derzeit verletzte Spielertrainer hatte im Vorfeld der Begegnung angesichts der drei Niederlagen nach der Winterpause angekündigt, man müsse nun zunächst einmal „kleinere Brötchen backen.“ So gesehen wertete er das 0:0 zurecht als ersten Schritt.

Eins vorweg: Die überzeugendste Leistung über die gesamten 90 Minuten legte Schiedsrichter Steffen Rabe ab, der die Partie souverän leitete. Die beiden Teams gingen dagegen zwar mit großem Einsatzwillen zur Sache, ließen allerdings vor allem spielerisch eine klare Linie vermissen. Darüber hinaus wirkte die Defensive der Teutonen in der einen oder anderen Situation wacklig, wofür Parson allerdings Erklärungen parat hatte: „Das war normal. David Runkel konnte wegen seiner Knieprobleme in der Woche nicht einmal trainieren. Richy Zimmermann musste aus dem Mittelfeld wieder in die Viererkette und Evgenij Priebe auch auf einer ungewohnten Position auf der Sechs spielen. Trotzdem haben wir nur wenig zugelassen.“

Teutonia Watzenborn-Steinberg - SV Wiesbaden 0:0

In diesem Punkt hatte der 32-Jährige Recht. Dem abstiegsbetrohten SV gelang es nicht, die im Ansatz ersichtlichen Schwächen im Abwehrbereich der Teutonen aufzudecken. Die Grün-Weißen verbuchten demnach im ersten Abschnitt ein Chancenplus, wobei glasklare Einschussmöglichkeiten ausblieben. Wiesbadens Keeper Andreas Ries klärte mit einer Fußparade gegen Moritz Schmandt (38.) und eine Minute darauf senkte sich die Bogenlampe aus der Distanz von Marco Semmler gefährlich, aber letztlich hinter das Tor.

Den ersten richtigen Hochkaräter besaß nach dem Seitenwechsel SC-Akteur Andreas Klan, dessen Direktabnahme von der Strafraumkante an die Latte knallte (56.). Die Parson-Truppe schaffte es auch in der Folge nicht, sich in der Hälfte der Gäste dauerhaft festzusetzen. Das 1:0 lag dementsprechend nicht zwingend in der Luft, hätte jedoch trotzdem fallen können. In der 74. Minute schickte Niklas Wagner auf der Außenbahn den eingewechselten Andrew Iyasere auf die Reise, der die Kugel aus spitzem Winkel und unter Bedrängnis neben das Ziel setzte. 180 Sekunden danach schlug Zimmermann einen Freistoß in den 16er, wo der ebenfalls eingewechselte Dennis Frank aus fünf Metern vorbeiköpfte.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Hirz, Runkel, Zimmermann, Bathomene (36. Iyasere), Dechert, Priebe, Klan (89. Wiertelorz), N. Wagner, Schmandt, Semmler (71. Frank).

SV Wiesbaden: Ries; Ikeda, Küster, Adou, Kunz, Kürzer, Haber (67. Yasui), Ayadi, Lubojanski, Massfeller (76. Kroj), Rebic.

SR: Rabe (Asphe). - Gelbe Karten: Zimmermann, Priebe - Zuschauer: 110.

Rumpfelf fehlt der Biss

Quelle: Gießener Anzeiger, 12.03.12

Stark ersatzgeschwächte Watzenborner Teutonen gehen zum dritten Mal in Folge leer aus

MARBURG (ths). Langsam aber sicher schlittert der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg in seine erste Krise seit dem Aufstieg in die Verbandsliga Mitte im vergangenen Sommer. Beim abstiegsbedrohten VfB Marburg kassierten die Pohlheimer eine 0:2 (0:2)-Niederlage und gingen damit erstmals in dieser Saison punktemäßig zum dritten Mal in Folge leer aus.

„Man hat gemerkt, dass Marburg gewinnen musste und auch wollte - bei uns war das dagegen nicht zu sehen. Mir hat die Einstellung nicht gefallen, da fehlte die innere Spannung. Wir müssen aufpassen, es sind nur noch acht Punkte auf den Abstiegsrelegationsplatz“, warnte der Erste Vorsitzende, Carsten Größer, den Klassenerhalt als bereits gesichert zu betrachten. Allerdings mussten die Teutonen im Gastspiel beim Tabellen-17. auf zahlreiche Leistungsträger, darunter Spielertrainer Gino Parson (Syndesmosebandriss), verzichten, so dass mit Julian Hilz (Größer: „Er hat ein ordentliches Spiel gemacht“) auf der rechten Außenbahn in der Viererkette ein Reserve-Akteur in die Anfangself rückte. Auf der Bank nahmen lediglich zwei Ersatzspieler Platz, zudem musste der angeschlagene David Runkel bereits in der 20. Minute wegen seiner Knieverletzung wieder raus. Dem VfB, der vor dieser Begegnung viermal am Stück ohne eigenen Treffer geblieben war, gelang es, die Gäste mit seinen beiden Offensivleuten Cevayir Kilercioglu und Dennis Lübben ordentlich zu beschäftigen und vor Probleme zu stellen.

VfB Marburg - Teutonia Watzenborn-Steinberg 2:0

Auf der anderen Seite standen die Grün-Weißen vor der Schwierigkeit, die vielbeinige Abwehr des Hessenliga-Absteigers unter Druck zu setzen.. Für die erste Möglichkeit der Gäste zeichnete in der 5. Minute Andrew Iyasere mit seinem Kopfball verantwortlich, ehe auch Marburg durch Dennis Lübben den ersten gefährlichen Abschluss verbuchen konnte (17.).

Mit der Einwechslung von Hendrik Dechert für Runkel kam Belebung ins Spiel der Gäste. Und Dechert zog in der 31. Minute aus 30 Metern Entfernung ab, verfehlte aber das Gehäuse. Das 1:0 für die Platzherren deutete sich dann beim Solo Lübbens in der 32. Minute bereits an und wurde kurz darauf Realität. Wiederum Lübben nutzte die Unachtsamkeit von Richy Zimmermann eiskalt aus und erzielte das 1:0.

Im zweiten Durchgang versäumten es Dechert (46., 65.) und Iyasere (50. und 53.), den Ausgleich zu markieren. Kaltschnäuzig waren dagegen die Gastgeber. Sie fingen in der 79. Minute einen Angriff der Teutonen ab, wobei Größer ein Handspiel vermutete, um den Ball zu erobern. Der Schiedsrichter pfiff diese Aktion jedoch nicht ab, so dass Kilercioglu aus 16 Metern die Gelegenheit ergriff, den 0:2-Endstand aus Watzenborner Sicht zu erzielen.

VfB Marburg: Wack; Stengel, Neprjachin, Schnitzer, Keifler, Rechner, Lübben (79. Hagos), Abali, Ternava, Kilercioglu (88. Schacht), Eberling.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Hirz, Frank, Zimmermann, Runkel (20. Dechert), Bathomene, Priebe, Schmandt, Iyasere, Klan, Semmler.

Tore: 1:0 Lübben (33.), 2:0 Kilercioglu (79.). - Schiedsrichter: Awada (Kassel). - Zuschauer: 120.

Orkun Zer als Schreckgespenst im Nebel

Quelle: Gießener Anzeiger, 02.03.12

Watzenborn unterliegt klar in Biebrich - Parson verletzt raus, Iyasere verschießt Elfer - Gegenwehr nach 0:3 eingestellt

GIESSEN/BIEBRICH (rd).

Einen Abend zum Vergessen erlebte Fußball-Verbandsligist Teutonia Watzenborn-Steinberg bei seinem Gastspiel beim FV Biebrich 02. Im Duell der Tabellennachbarn tappten die Mittelhessen nicht nur aufgrund des Nebels im Dunkeln, auch die Gastgeber-Leistung gab ihnen Rätsel auf: 0:6 (0:3) unterlag die Elf von Gino Parson, der zu allem Unglück in Minute 41 das Feld verletzt für Niklas Wagner räumen musste. Biebrich rückte auf Rang sechs vor, Watzenborn rutschte auf Platz acht ab.

So sah Teutonen-Sprecher Jörg Schmandt „unser schlechtestes Spiel der letzten zwei Jahre“. Insbesondere weil die Gäste sich nach dem 0:3 kampflos ergaben. Auf dem holprigen, weil mit Sand aufgefüllten Kunstrasen, avancierte dabei Orkun Zer, wie schon in der Vorwoche beim 3:1 des FV beim VfB 1900 Gießen, zum Schreckgespenst. Immerhin drei der sechs Tore erzielte Biebrichs Ausnahmestürmer.

FV Biebrich 02 - Teut. Watzenborn-Steinberg 6:0

Dabei begann die Parson-Elf forsch, war 15 Minuten Herr im Haus und hatte durch Andrew Iyaseres Kopfball (3., drüber) und einen Schuss von Moritz Schmandt, den Torwart Volkan Tekin hielt, die ersten Chancen. Nachdem aber Volkan Zer den Pfosten malträtiert hatte (18.), traf Bruder Orkun Zer per abgefälschtem 15-Meter-Schuss zum 1:0 (20.). Nur vier Minuten später trat Christian Maus einen Freistoß von rechts, den der offenbar irritierte Dominik Wagner nicht mehr erreichte - 2:0.

In der 29. Minute machte Iyasere mit einem verschossenen Elfmeter den Pleiten-Abend perfekt. Mit diesem Fehlschuss erlahmten die Teutonen, denen Orkun Zers 30-Meter-Freistoß nur 120 Sekunden später noch mehr zusetzte. 3:0 hieß es nun, Parson musste raus, und Yuya Okuda versetzte schon in Minute 47 (4:0) den endgültigen Knockout. Ein Kopfball an die Latte und ein Pfostenschuss sprangen für die Biebricher neben den Treffern von Orkun Zer (5:0, 69.) und Tim Maurer (6:0, 79.) noch heraus, während die Teutonia nur durch Evgeenij Priebes Versuch per Kopf und Niklas Wagners Schuss leidlich für Gefahr sorgte.

Biebrich: Tekin; Östereich, Pilger, Maurer, Maus, Hachenberger, Altas, Yilmaz, O. Zer (72. Marzouki), V. Zer, Okuda.

Watzenborn-Steinberg: Wagner; Bathomene (51. Koch), Iyasere, Frank, Dechert (46. Klan), Schmandt, Zimmermann, Semmler, Parson (41. Wagner), Priebe, Wiertelorz.

Tore: 1:0 (20.) O. Zer, 2:0 (24.) Maus, 3:0 (31.) O. Zer, 4:0 (47.) Okuda, 5:0 (69.) O. Zer, 6:0 (79.) Maurer. - Schiedsrichter: Reisert (Rödermark)

Am Ende herrscht pure Frustration                                       // Video vom Spiel  xx   // weitere Bilder

(ms) Spielführer Dennis Frank saß mit dem Rücken am Torpfosten gelehnt, Keeper Dominik Wagner in seinem Tor auf den Boden, während Marco Semmler fassungslos im Strafraum stand. Nicht nur bei dem Trio, sondern bei der gesamten Mannschaft des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg war einzig Frust angesagt.

Quelle: Gießener Allgemeine, 27.02.12

Verständlich, denn durch einen Treffer in der Nachspielzeit von Thorsten Dinkel, mussten sich die Pohlheimer dem Verbandsliga-Spitzenreiter FSV Braunfels am Samstag sehr, sehr unglücklich mit 1:2 geschlagen geben. 

Eine bittere Niederlage, die auch eher unverdient war. Auch wenn der FSV Braunfels in der zweiten Halbzeit unermüdlich das Tor des Neulings berannt hatte. Denn in den ersten 45 Minuten waren es die Gastgeber, die den Schloss-Städtern in allen Belangen deutlich überlegen waren. Einzig die Torausbeute war mangelhaft. Lediglich 1:0 hieß es zur Pause für die Hausherren, die aber gut und gerne 2:0 oder 3:0 hätten führen können. »Wir müssen das 2:0 machen«, haderte Dennis Frank nach der nervenaufreibenden Begegnung, während Spielertrainer Gino Parson von einer unglücklichen Niederlage nichts wissen wollte: »Wir haben verdient verloren. Wir haben in der zweiten Halbzeit zu wenig gemacht. Wir müssen zur Pause 2:0, 3:0 führen.«Braunfels-12.jpg
Wie angekündigt hatte Parson mit Andrew Iyasere und Marco Semmler zwei Spitzen aufgeboten. Und vom Anpfiff weg war seine Elf präsent, die vor allem spielerisch überzeugte. Der FSV Braunfels hingegen fand in den ersten 45 Minuten praktisch nicht statt. Zu ungenau waren die Anspiele, fast ausnahmslos blieb man in den Zweikämpfen zweiter Sieger. Es ging nichts. Nach rund fünf Minuten bot sich Andreas Klan die erste Chance für die Gastgeber, die aber nichts einbrachte. Aber vier Minuten später war das 1:0 fällig. Einen Pass in die Schnittstelle der FSV-Abwehr nahm Andrew Iyasere auf, um dann zum 1:0 zu vollenden. Die Gastgeber blieben dran, die die Hintermannschaft der Gäste vor enorme Probleme stellte. Nach etwas über 20 Minuten hätte das 2:0 fallen müssen. Andreas Klan kam frei an den Ball, hatte aus rund elf Metern die Chance, doch anstatt sofort zu schießen, nahm er das Leder noch an, ging noch ein, zwei Meter, um dann das Leder an den Rücken von FSV-Spielführer Florian Winch zu schießen, der im allerletzten Moment ins verwaiste Tor geeilt war. Doch die Teutonia ließ sich von dieser ausgelassenen Großchance nicht entmutigen. Kurz vor der Pause bot sich dann Marco Semmler die Gelegenheit zum 2:0, doch auch er verfehlte das Ziel.

Teutonia Watzenborn-Steinberg - FSV Braunfels 1:2

Gast dreht in Halbzeit zwei auf 
In den zweiten 45 Minuten aber änderte sich der Spielverlauf grundlegend. Denn der Tabellenführer wurde stärker und stärker. »In der Kabine es etwas lauter geworden«, sagte FSV-Trainer Oliver Dönges, der nun mit seiner Mannschaft zufrieden sein konnte. Der Gast schnürte die Teutonia stellenweise in deren Hälfte ein, für Entlastung konnte kaum gesorgt werden. Und nach und nach kam der FSV dann auch zu Chancen. Eine davon nutzte nach 65 Minuten Thorsten Dinkel per Kopfball zum 1:1. Nur wenig später hatten die Hausherren die einzige echte Konterchance in Halbzeit zwei, doch Kamil Heblik rettete vor dem einschussbereiten Marco Semmler. Mit dem 1:1 war der FSV Braunfels aber noch lange nicht zufrieden. Immer wieder griff dieser an, die Abwehr der Gastgeber um den überragenden Dennis Frank hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Mehrfach verhinderte SC-Schlussmann Dominik Wagner das 2:1 der Gäste, die aber am Ende doch noch jubeln sollten. Ein Eckball, gleichzeitig die letzte Aktion der Partie, landete bei Thorsten Dinkel, der den Ball irgendwie per Kopf über die Linie drückte. Und direkt danach war dann Schluss, der Referee pfiff erst gar nicht mehr an. Die Spieler des FSV Braunfels tanzten und feierten, die Akteure des SC Teutonia glichen einem Häufchen Elend.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Dominik Wagner; Bathomene, Frank, Priebe, Zimmermann, Wiertelorz (ab 75. Niklas Wagner), Dechert, Parson, Klan, Semmler, Iyasere.

FSV Braunfels: Steinbrenner; Schmidt, Heblik, Winch, Meisterjahn, Dinkel, Gojanaj, Schug, Dragusha, Seip, Schäfer.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Naumann (Ranstadt). – Zuschauer: 140. – Torfolge: 1:0 (9.) Iyasere, 1:1 (65.) Dinkel, 1:2 (90.+3) Dinkel. – Gelbe Karten: Frank – Schug.

Winterpause eine Woche zu spät

Quelle: Gießener Anzeiger, 19.12.11

Teutonen „ohne sieben“ nicht stark genug - Marco Semmlers Tor reicht nicht - Schwächste Saisonheimleistung

WATZENBORN-STEINBERG (ths). Mit einer Niederlage, die allerdings die sehr gute Zwischenbilanz nicht trüben kann, endete für den SC Teutonia Watzenborn-Steinberg das Fußballjahr 2011. Mit 1:2 (1:1) unterlag die Mannschaft von Spielertrainer Gino Parson dem RSV Würges und lieferte dabei laut dem Ersten Vorsitzenden Carsten Größer die „schlechteste Saisonleistung ab, zumindest zu Hause. Die Spieler waren mit den Köpfen nicht beim Spiel. Würges wollte den Sieg mehr, und der war am Ende auch ganz verdient.“

Allerdings pfiffen die Teutonen personell auch aus dem allerletzten Loch. Mit David Klimek, David Runkel, Niklas Wagner, Andreas Wiertelorz, Marc Bock, Dominik Wagner und Moritz Schmandt fielen sage und schreibe sieben Akteure aus dem Kader aus. Parson war demnach froh darüber, überhaupt eine Anfangsformation bestückt aus seinem Stammaufgebot aufbieten zu können.

Auf der Bank nahmen neben dem 32-Jährigen mit Benjamin Celik und Julian lediglich zwei Spieler aus der B-Liga-Reserve Platz, so dass Alternativen an diesem Nachmittag Fehlanzeige waren.

Das erste Ausrufezeichen setzte der RSV, als Dennis Leopold die Kugel auf die Latte bugsierte. SC-Tormann Stefan Gros war zur Stelle und klärte die Situation (11.). In der 30. Minute sah es dann aus Sicht der Platzherren gut aus für den weiteren Spielverlauf. Michael Bathomene bediente mit einem Rückpass wie aus dem Lehrbuch Stoßstürmer Marco Semmler, der zum 1:0 einschob. Lange dauerte die Freude über die Führung jedoch nicht an, denn Würges glich schnell aus. Mit einem satten Schuss aus 13 Metern Torentfernung erzielte Leopold das 1:1 (36.), mit dem es zum Pausenpfiff auch in die Kabinen ging.

Teutonia Watzenborn-Steinberg - RSV Würges 1:2

Watzenborns beste und gleichzeitig einzige Gelegenheit im zweiten Abschnitt hatte Andreas Klan in der 48. Minute, als er gleich zweimal hintereinander im Abschluss scheiterte. Danach brachten nur noch die Gäste zwingende Angriffsaktionen zustande. So nach einer Stunde erneut der agile Leopold, dessen Versuch von Dennis Frank auf der Linie geklärt wurde. 120 Sekunden später war das 1:2 aus Sicht der Grün-Weißen fällig. Mit einem Freistoß aus 25 Metern besiegelte Mike Baier die Watzenborner Niederlage. Für Parsons Mannen heißt es nun, die Verletzungen auszukurieren und im kommenden Jahr wieder neu anzugreifen.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Gros; Bathomene, Koch, Schmidt, Frank, Dechert, Zimmermann, Priebe, Klan (63. Parson), Iyasere, Semmler

RSV Würges: Rock; Dylong, Meuth (79. Kramke), Beuschke, Lederer, Chapparo (64. El Allali), Baier, Leopold, Schmick, Kühnel, Baum.

Tore: 1:0 Semmler (30.), 1:1 Leopold (36.), 1:2 Baier (61.). - Schiedsrichter: Wahl (Schöffengrund). - Zuschauer: 60.


Erfolgsserie gerissen

Quelle: Wiesbadener Kurier, 12.12.11

KASTEL 06 0:2 bei Teutonia Watzenborn/Steinberg / Rot gegen Dennis Lang

(nn). Die Serie ist beendet: Nach fünf ungeschlagenen Spielen mit 13 Punkten verlor Fußball-Verbandsligist Kastel 06 bei Teutonia Watzenborn/Steinberg 0:2 (0:0). Eine verdiente Niederlage mit Nebenwirkungen: Kapitän Dennis Lang sah in der Nachspielzeit wegen angeblichen Nachtretens die Rote Karte, fehlt damit im letzten Spiel des Jahres am Samstag in Waldgirmes.

„Im Vergleich zum 2:0 über Gießen war das ein herber Kontrast. Ein echtes Aufbäumen war nicht zu spüren. Und in Überzahl waren wir nicht in der Lage, den Ball laufen zu lassen“, kritisierte 06-Spielausschuss-Chef Dieter Feldmann mit Blick auf die frühe Rote Karte gegen die Gastgeber (34. Minute).

Lattenknaller von Hofem

Stattdessen kam Watzenborn in Unterzahl zum 1:0. Anschließend versetzte der Kasteler Stürmer Kai Hofem den Torrahmen in Schwingung (68.), ehe der von Issac Addae verursachte Strafstoß zum 2:0 führte. Ein Elfmeter, dessen Berechtigung aus Sicht der Gäste zweifelhaft war. Ändert nichts an einer Niederlage der Marke gerechtfertigt.

FVgg. Kastel 06: Ademovic - Lüllig, Duvnjak, S. Odisho - Hinrichsen, Kirschner, Flindt (63. Addae), Ruthard (80. Hübner), D. Lang - C. George (63. Neumann), Hofem.

Tore: 1:0 Zimmermann (58.), 2:0 Dechert (77./Foulelfmeter).- SR: Wach (Hattersheim).- Zu.: 100.- Rot: Schmadt (34./Watzenborn/Beleidigung), D. Lang (90.+3/wegen Nachtretens).- Gelb-Rot: Duvnjak (70./beide Kastel).


Zum Video der Gießener Allgemeine vom Spiel SC Teutonia - Fvgg Kastel vom 11.12.2011 

Keine Müdigkeit zu spüren

Quelle: Gießener Anzeiger, 12.12.11

Kampfstarke Teutonen trotzen sogar 40-minütiger Unterzahl - Rot für Kapitän Schmandt

WATZENBORN-STEINBERG. „Ich bin schon froh, dass die Pause kommt. Ich merke es am Elan im Training, für die Spieler war es schon eine lange Zeit“, hatte Gino Parson, Spielertrainer des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, im Vorfeld der Partie gegen die Fvgg Kastel zugegeben, die Winterpause herbei zu sehnen. In den 90 Minuten war dann aber von Müdigkeit nichts zu spüren. Im Gegenteil: Nach der Roten Karte für Moritz Schmandt überstanden die Pohlheimer 40 Minuten in Unterzahl und fuhren einen schlussendlich verdienten 2:0 (0:0)-Erfolg ein.

„Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen. Aber wir wussten, dass Kastel die ersten 20 Minuten Vollgas geben würde. Und eigentlich war klar, das sie das nicht durchhalten würden können“, beschrieb der 32-Jährige die Anfangsphase, die denn auch den Gästen gehörte. Die machten ordentlich Betrieb und verbuchten nach einer Viertelstunde die erste Gelegenheit, die zur Doppelchance wurde. Nachdem Keeper Dominik Wagner den Schuss von Dennis Lang pariert hatte, war er beim zweiten Versuch von Kai Hofem ebenfalls zur Stelle und verhinderte somit den Rückstand.

Etwa ab Mitte der ersten Halbzeit gestaltete der Aufsteiger das Geschehen ausgeglichen und hatte durch Michael Bathomene (23.) und Dennis Franks Kopfball (24.) Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Eine halbe Stunde war absolviert, als sich Schmandt an der Seitenlinie einen hitzigen Zweikampf mit Maximilian Kirschner lieferte. Offensichtlich am Knöchel getroffen, verlor der Teutonen-Kapitän die Nerven und trat nach. Schiedsrichter Wach blieb nichts anderes übrig, als ihn des Feldes zu verweisen.

Trotz der Unterzahl setzten die Grün-Weißen die eine oder andere Duftmarke in der Offensive, ehe Marco Semmler in der Nachspielzeit sogar das Aluminium traf.

Teutonia Watzenborn-Steinberg - Fvgg Kastel 2:0

In Überzahl gelang es den Mainzern nach dem Seitenwechsel nicht, dauerhaft Druck auf die Parson-Schützlinge auszuüben, die wiederum vor allem ihre Kampfkraft in die Waagschale warfen. Allen voran Innenverteidiger Richy Zimmermann, der in der 58. Minute in Höhe der Mittellinie zu einem Solo auf und davon zog und das 1:0 besorgte. Auf der anderen Seite hatte zehn Minuten darauf Parson kurz nach seiner Einwechslung Glück, die Kugel bei einem Abwehrversuch an den eigenen Pfosten und nicht ins Netz zu befördern.

Die Zeit in Unterzahl endete für den SC durch die Ampelkarte für Kastels Tomislav Duvnjak (71.), und ein weiteres Foul der Gäste führte zur Entscheidung. Isaac Addae behinderte Andrew Iyasere, den fälligen Elfmeter verwandelte Hendrik Dechert sicher zum 2:0 (77.). Farbig wurde es noch einmal in der 92. Minute, als Kastels Lang wegen Nachtretens Rot erhielt.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Koch, Zimmermann, Frank, Bathomene, Klan (65. Parson), Priebe, Dechert, Schmandt, Iyasere, Semmler.

Fvgg Kastel: Ademovic; Duvnjak, Lüllig, Odisho, Hinrichsen, Kirschner, Flindt (65. Addae), Ruthard (81. Hübner), Lang, Hofem, George (65. Neumann).

Tore: 1:0 Zimmermann (58.), 2:0 Dechert (77./FE). - Schiedsrichter: Wach (Hattersheim). - Rote Karten: Schmandt (31.)/Lang (90.+2). - Gelb-rote Karte: Duvnjak (71./Kastel). - Zuschauer: 100.

Überlegene Watzenborner

Quelle: Gießener Anzeiger, 05.12.11

Spielertrainer Gino Parson sieht klaren Sieg in Oberliederbach - Semmler trifft doppelt

OBERLIEDERBACH (ths). Der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg hat seine kleine Schwächeperiode anscheinend endgültig überwunden. Hatten die Pohlheimer in der Vorwoche die TSG Wieseck schon deutlich mit 4:0 bezwungen, so gelang ihnen auch bei der SG Oberliederbach ein Sieg in eben dieser Höhe, der nie gefährdet war.

Eine wichtige Erkenntnis für die Gäste war, dass es auch ohne Spielertrainer Gino Parson geht. Parson verbrachte die gesamten 90 Minuten auf der Bank und musste im Grunde genommen nie um den dreifachen Punktgewinn zittern.

SG Oberliederbach - SC Teutonia Watzenborn-Steinberg 0:4

Dass es glatt lief für den Aufsteiger, lag nicht zuletzt am frühen Führungstreffer durch Marco Semmler, der zusätzlich Sicherheit verlieh. Schon in der zweiten Minute fand eine Flanke von Andreas Klan den Stoßstürmer, der noch einen Gegenspieler stehen ließ und dann überlegt ins lange Eck zum 1:0 einschob. 120 Sekunden darauf setzten die Platzherren ihre einzige Duftmarke. Doch das Zuspiel von Mohammed Azakir konnte Maximilian Walentowitz nicht verwerten.

Danach bestimmte der SC wieder das Geschehen und schnupperte in Person von Semmler (7. und 43.) am 2:0, das durchaus verdient gewesen wäre, so Abteilungsleiter Jörg Schmandt: „Oberliederbach kam erst in den letzten zehn Minuten auf. Ein 2:0 hätte dem Verlauf durchaus eher entsprochen.“

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich nichts an der Überlegenheit der Watzenborner. Die Kopfbälle von Semmler (47.) und Innenverteidiger David Runkel (57.) fanden allerdings nicht den Weg ins Ziel. Teutonen-Keeper Dominik Wagner musste 60 Sekunden darauf beim Freistoß von Florian Müller und in der 62. Minute beim 16 Meterversuch Denny Piazza eingreifen, durfte anschließend jedoch wieder einen geruhsamen Nachmittag verleben. Eine Zeigerumdrehung später wurde er Zeuge des 2:0, wiederum durch Semmler, der die Kugel im oberen Eck versenkte.

Hendrik Dechert markierte per Freistoß in den Winkel das 3:0 (76.), ehe er aus halblinker Position den Pfosten traf (87.). Dieses Tor holte in der 88. Minute Evgenij Priebe nach, der beim 4:0 von der Vorarbeit des eingewechselten Marc Bock profitierte.

Notiz am Rande: Watzenborns Andrew Iyasere gewann damit auch das Duell gegen seinen Bruder Thill, der seit Saisonbeginn die Fußballschuhe für Oberliederbach schnürt.

SG Oberliederbach: Asmeron; Sanfratello, Karrer, Azakir, Öztürk (61. Pusic), T. Iyasere (75. Wilson), Drexel, Müller (75. Weller), Piazza, Fouad, Walentowitz.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Koch, Runkel, Zimmermann, Runkel, Bathomene, Priebe, Dechert, A. Iyasere (87. Celik), Klan (82. Bock), Schmandt, Semmler (66. Frank).

Tore: 0:1 Semmler (2.), 0:2 Semmler (63.), 0:3 Dechert (77.), 0:4 Priebe (88.). - Schiedsrichter: Willmann (Münster). - Zuschauer: 60.

Teutonia kehrt in Erfolgsspur zurück

Quelle: Gießener Anzeiger, 26.11.11

Eigentor von Wiesecks Yannik Mohr kurz vor der Pause Knackpunkt im Derby - Doppelpack von Hendrik Dechert

POHLHEIM (ths). Verbandsligist SC Teutonia Watzenborn-Steinberg ist in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Nach vier Spielen ohne Sieg gelang den Pohlheimern gestern Abend im Derby gegen die TSG Wieseck ein 4:0 (2:0)-Erfolg, zu dem Hendrik Dechert einen Doppelpack beisteuerte.

„Nach dem 2:0 haben wir mutiger gespielt. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr haben wir die Initiative übernommen. Ich denke, wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen. Außerdem waren das erste, dritte und vierte Tor schön rausgespielt“, lautete das zufriedene Fazit von Teutonen-Spielertrainer Gino Parson.

Sein erfahrener Gegenüber Ottmar Wagner meinte indes: „Man hat den Unterschied gesehen, zumindest was die Chancenverwertung und die Fehlleistungen im Abwehrbereich angeht. Die ersten beiden Gegentreffer waren anderthalb Eigentore von uns. Gegen eine Mannschaft wie Watzenborn reicht es einfach nicht. Gefallen hat mir, dass wir bis zum 0:2 sehr aggressiv und zweikampfstark waren.“

Teutonia Watzenborn-Steinberg - TSG Wieseck 4:0

Nach zwei halbgaren Gelegenheiten durch Marco Semmler (1.) und Moritz Schmandt (2.) gingen die Platzherren vor 120 Zuschauern in der zehnten Minute mit 1:0 in Führung. Semmler eroberte die Kugel und legte für Andreas Klan ab, dessen Zuspiel in die Gasse Dechert aus spitzem Winkel zum 1:0 vollendete.

Etwa nach 20 Minuten fanden die Wiesecker besser in die Begegnung und verbuchten Einschussmöglichkeiten durch Serdal Kurt (20. und 33.) und Yannik Mohr (29.), ehe auf der Gegenseite Klan per Flachschuss an Keeper Julian Hilbert scheiterte und der früh für den verletzten Niklas Wagner eingewechselte Marc Bock den sich daraus ergebenden Nachschuss verzog (34.).

Zum Knackpunkt für die TSG wurde dann die Nachspielzeit des ersten Durchgangs. Eine Freistoßhereingabe aus der Zentrale von Dechert lenkte Innenverteidiger Mohr mit dem Kopf unglücklich in die eigenen Maschen.

Die Höhepunkte des zweiten Abschnitts ließen sich an vier Fingern abzählen. Das erste Ausrufezeichen setzte für die Grün-Weißen Semmler, dessen Kopfball TSG-Routinier Jan Ebersohn von der Linie kratzte (48.). Den einzigen gefährlichen Abschluss der Gäste hatte Kevin Tomicic in der 63. Minute. Ansonsten blieben Wagners Mannen in der Vorwärtsbewegung blass.wieseck-2011a.jpg

TSG harmlos

Mit zwei zwingenden Angriffsaktionen schraubten die Teutonen den Sieg anschließend in die Höhe. In der 79. Minute fand eine gut getimte Flanke Parsons am zweiten Pfosten Semmler, der überlegt zum 3:0 einköpfte.

Der Schlusspunkt war wie das 1:0 Dechert vorbehalten. Bock bediente auf der Außenbahn Michael Bathomene, dessen Flachpass in die Mitte Dechert zum 4:0-Endstand einlochte (83.).

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Koch, Zimmermann, Priebe, Bathomene, Parson (88. Wiertelorz), Dechert, N. Wagner (11. Bock), Klan, Schmandt, Semmler (84. Iyasere).

TSG Wieseck: Hilbert; Schütz, Mohr, Ebersohn, Lotz, Kraft, Vural, Tomicic, Taskin (70. Zimmer), Kurt (65. Schaak), Hassler.

Tore: 1:0 Dechert (10.), 2:0 Mohr (45.+1/Eigentor), 3:0 Semmler (79.), 4:0 Dechert (83.). - Schiedsrichter: Klein (Marburg). - Gelbe Karten: Dechert/Vural, Kurt. - Zuschauer: 120.

Quelle: Gießener Anzeiger, 14.11.11

Teutonen zu ängstlich im Verfolgerduell

Vermeidbare Niederlage - Unglückliches Gegentor zum 0:1

KELSTERBACH (ths). „Wir waren nicht mutig genug und zu defensiv. Das war eine vermeidbare Niederlage, denn Kelsterbach war von der Spielanlage her nicht um die zwei Tore besser“, bilanzierte Abteilungsleiter Jörg Schmandt die 0:2 (0:2)-Niederlage des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg bei Viktoria Kelsterbach.

Seinem Ruf als beste Auswärtsmannschaft konnte der Aufsteiger in diesen 90 Minuten über weite Strecken nicht gerecht werden, zu wenig trauten sich die Pohlheimer in der Vorwärtsbewegung zu. Zudem leistete sich der Neuling mal wieder zwei Fehler bei Standardsituationen, die von den Frankfurter postwendend bestraft wurden.

Viktoria Kelsterbach - Teutonia Watzenborn-Steinberg 2:0

In den Anfangsminuten hatte hüben wie drüben die Sicherung des eigenen Tores oberste Priorität. So dauerte es bis zur 15. Minute, ehe Kelsterbach den ersten Torabschluss durch David Veith zu verzeichnen hatte. Die Teutonen tauchten zum ersten und einzigen Mal im ersten Durchgang gefährlich vor dem Viktoria-Kasten auf, als Marco Semmlers Kopfstoß sein Ziel verfehlte (34.).

Billardtor

Die Platzherren münzten ihre optischen Vorteile vor dem Seitenwechsel lediglich noch in die Möglichkeit von Manuel May um (44.), so dass es mit der Nullnummer in die Kabinen ging.

Pech hatten die Gäste in der 50. Minute bei der Aktion, die sie mit 0:1 ins Hintertreffen geraten ließ. Unglücklich köpfte Teutonen-Innenverteidiger Evgenij Priebe Goalgetter Jonas Scheitza an, der Kelsterbach mit diesem Billard-Tor die Führung bescherte.

Iyasere trifft Pfosten

Im Rückstand liegend riskierten die Watzenborner nun mehr und lockerten im Spiel nach vorne die Handbremse. Resultat war in der 68. Minute die große Gelegenheit von Andrew Iyasere zum Ausgleich. Von Spielertrainer Gino Parson mit einem Pass bedient, traf Iyasere aber nur den Innenpfosten.

Mehr als ein Übergewicht in Sachen Ballbesitz und Feldvorteile sprangen fortan für die Teutonen jedoch nicht heraus. Aber auch die Viktoria wusste mit den sich bietenden Räumen für Konter nur wenig anzufangen. Schließlich war es erneut ein Eckstoß, der das 2:0 nach sich zog. Scheitzas Kopfballverlängerung am ersten Pfosten fand Marius Troll, der in der 82. Minute eiskalt vollstreckte.

Viktoria Kelsterbach: Gross; Döringer, Tschakert, May, Veith (74. Said), Koustar, Joswig, Völker (56. Troll), D´onofrio, Machado, Scheitza (86. Naimi).

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Koch, Priebe, Runkel, Bathomene (74. Wiertelorz), Dechert, Parson, Iyasere (80. Bock), Klan, Schmandt, Semmler (61. Zimmermann).

Tore: 1:0 Scheitza (50.), 2:0 Troll (82.). - Schiedsrichterin: Luft (Obertshausen). - Zuschauer: 100.

Zwei Punkte verloren  --  Teutonia verpasst mehrfach das 2:0 - Moritz Schmandt trifft zum 1:0 - Später Ausgleich

Quelle: Gießener Anzeiger, 31.10.11

SCHRÖCK (ths). Es bleibt bei der einen Auswärtsniederlage für den SC Teutonia Watzenborn-Steinberg (1:3 beim FSV Braunfels am vierten Spieltag). Auch im Duell der Aufsteiger beim FSV Schröck zeigten die Pohlheimer ihre Stärke in der Fremde, allerdings lag mehr in der Luft als die 1:1 (0:0)-Punkteteilung. „Wir haben das zweite Tor verpasst“, ärgerte sich SC-Spielertrainer Gino Parson darüber, dass seine Elf es versäumt hatte, seine Überlegenheit in eine höhere Führung umzumünzen, ehe Schröck in der Schlussphase der Ausgleich gelang.

Die Partie auf dem schwer bespielbaren Rasen begann viel versprechend für die Gäste. Aus 25 Metern traf Jan Koch den Pfosten, die Kugel wurde anschließend von Marcel Eichler aus der Gefahrenzone bugsiert (2.). Auch in der Folge war von den Platzherren wenig, umso mehr aber von den Watzenbornern zu sehen. In der 17. Minute zog Gino Parson aus dem Hinterhalt ab und fand seinen Meister in FSV-Torsteher Frank Baumeister, der den Ball mit den Fingerspitzen über den Querbalken lenkte.

Und Baumeister sollte weiterhin im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Zunächst parierte er den abgefälschten Schuss von Moritz Schmandt, ehe er beim daraus resultierenden Eckstoß gegen den wuchtigen Kopfball Evgenij Priebes ebenfalls zur Stelle war (33.).

FSV Schröck - Teutonia Watzenborn-Steinberg 1:1

In der eigenen Defensive ließen die Teutonen bis zur Pause nichts anbrennen und gingen folgerichtig nach dem Seitenwechsel in der 48. Minute mit 1:0 in Front. Schmandt nahm Tim Schott das Spielgerät im Mittelfeld ab und setzte Andreas Klan in Szene. Dessen Hereingabe bekam Schmandt mit dem Rücken zum Tor unter Kontrolle, drehte sich und schoss zum 1:0 ein.

Danach wendete sich das Blatt zusehends. Watzenborn hatte einige Ballverluste zu beklagen und trug seine Konter nicht zielgerichtet genug vor. Schröck dagegen kämpfte sich ins Spiel und erarbeitete sich Vorteile, die in der 81. Minute im 1:1 mündeten. Richy Zimmermann berührte den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand, so dass Schiedsrichter Günsch aus Battenberg auf Strafstoß entschied. Schott schritt Richtung Kreidepunkt und verwandelte sicher zum Ausgleich.

„Ohne den Elfmeter hätte Schröck aus dem Spiel heraus kein Tor gemacht“, sprach auch SC-Abteilungsleiter Jörg Schmandt nach dem Abpfiff von zwei verlorenen Punkten.

FSV Schröck: Baumeister; Greb, Eichler, Keskin, Kukowka, Schneider (46. Rommelspacher), Schott, Loi (70. Kraus), Wiesner, Schäfer, Mandler (46. Özbay).

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Wagner; Bathomene, Zimmermann, Runkel, Koch, Priebe, Parson, Semmler (74. Dechert), Schmandt, Klan (84. Wiertelorz), Iyasere.

Tore: 0:1 Schmandt (48.), 1:1 Schott (81./Handelfmeter) - Schiedsrichter: Günsch (Battenberg). - Gelbe Karten: Greb, Rommelspacher/Bathomene, Schmandt, Iyasere. - Zuschauer: 130.

Quelle: Gießener Anzeiger, 27.10.11

Besuch Bouffier.jpg

Attraktives Derby: Freche Watzenborner ringen VfB Gießen Zähler ab

Quelle: Gießener Anzeiger, 24.10.11

Von Thomas Suer

GIESSEN. Die Antwort kam, in kürzester Form, wie aus der Pistole geschossen. „Ja“, meinte Gino Parson, Spielertrainer des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, auf die Frage, ob man ihm zum Unentschieden im Derby beim VfB 1900 Gießen gratulieren dürfe. „Wir haben leidenschaftlich gekämpft und uns das erarbeitet. Ich bin zufrieden mit dem Punkt, denn der VfB war heute bärenstark“, ergänzte der 32-Jährige. Sein Gegenüber Matthias Hagner dagegen haderte nach dem torlosen Remis mit der Abschlussschwäche und beklagte zwei verloren gegangene Zähler: „Wir hatten ein klares Chancenplus, aber wenn man zu viele davon auslässt, kann so ein Spiel auch mal 0:0 ausgehen. Ein Sieg für uns wäre verdient gewesen.“

Als fairer Sportsmann erkannte der ehemalige Bundesligaprofi aber auch die Leistung der Pohlheimer an: „Watzenborn hat nicht ansatzweise defensiv gespielt und hat sich als Aufsteiger sehr frech präsentiert.“ Wenn bei einer Partie, in der die drittbeste auf die beste Offensive trifft, am Ende eine Nullnummer steht, so ist das auf den ersten Blick ernüchternd. Wer diese 90 Minuten verfolgt hatte, konnte jedoch nur schwerlich dieses Urteil fällen. Zweifellos fehlte ohne Tore das oft zitierte Salz in der Suppe. Weitaus wichtiger aber war, dass beide Seiten vor 520 Zuschauer im Waldstadtion auf abwartendes Taktieren verzichteten und stattdessen den Weg nach vorne suchten.

VfB 1900 Gießen - Teut. Watzenborn-Steinberg 0:0

Mit deutlich mehr Erfolg, wenn auch eben nur in der B-Note und nicht zählbar, für den VfB 1900. Gleich mehrfach im ersten Durchgang sah sich SC-Keeper Dominik Wagner, der insgesamt eine starke Vorstellung ablieferte und damit Giessen-11.jpg zum Garant für den Punktgewinn für seine Farben avancierte, 1:1-Situationen ausgesetzt, die er mit ein wenig Glück und viel Geschick unbeschadet überstand. So scheiterte Robin Schaffarz im Anschluss an einen Pass von Andreas Baufeldt ebenso an Wagner (8.) wie in der 23. Minute aus spitzem Winkel. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff brachte Schaffarz das Kunststück fertig, den Ball nach einem schönen Spielzug über Ürkan Özen und Maykel Samun über das verwaiste Gehäuse zu befördern. Zur zweiten Halbzeit wechselte Coach Hagner den unglücklich agierenden Angreifer aus. Auch Andreas Baufeldt fand seinen Meister im Torhüter in der 41. Minute, nachdem er zuvor das Ziel aus aussichtsreicher Position verfehlt hatte (15.). Wenngleich sie sich nicht derartige Hochkaräter erarbeitete, war die Parson-Truppe ihrerseits für die eine oder andere Duftmarke in der Vorwärtsbewegegung gut. Zwingend wirkte vor allem der Kopfstoß von Marc Bock in der 30. Minute.

Der zweite Abschnitt verlief ähnlich. Bis in die Haarspitzen engagierte Watzenborner stemmten sich gegen das 0:1, das weder Max Mohr per Kopf (49.) noch dem inzwischen in die Sturmspitze beorderten Baufeldt gelingen sollte. Der 27-Jährige traf in der 64. Minute den Außenpfosten, eine Zeigerumdrehung darauf retteten bei seiner doppelten Gelegenheit Tormann Wagner und Innenverteidiger David Runkel. Den Überraschungscoup für den Liganeuling hatte der eingewechselte Andrew Iyasere auf dem Fuß, der am langen Pfosten vorbei zielte. Zudem klärte Martin Wilk vor dem einschussbereiten Moritz Schmandt (74.), der in der Schlussphase offensiver agierte. Die gehörte dann aber wieder den Hagner-Mannen. Mohrs Schuss parierte Tausendsassa Wagner (88.), ehe dessen Reflex gegen den Kopfball von Markus Gaubatz (89.) den 0:0-Endstand endgültig in Zement goss. Und die Trainer mehr (Parson) oder weniger (Hagner) zufrieden zurück ließ. Nicht zufrieden mit dem ansonsten unauffällig agierenden Schiedsrichter Schmidt war hingegen VfB-Akteur Özen, der nach einem Allerweltsfoul in Minute 86 die Gelb-rote Karte erhielt, auf die er mit Gelb wegen Meckerns hingearbeitet hatte.

VfB 1900 Gießen: Säglitz; Wilk, Gaubatz, Chabou, Agirman, Özen, Baufeldt (83. Erben), Hasan, Mohr, Schaffarz (46. Ranke), Samun.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Schmidt (46. Koch), Priebe, Runkel, Bock, Dechert, Zimmer, N. Wagner (52. Bathomene), Parson, Semmler (65. Iyasere).

Tore: Fehlanzeige. - Schiedsrichter: Schmidt (Limburg). - Gelb-rote Karte: Özen (86./Gießen). - Zuschauer: 520.

Ein Tag zum Vergessen         // aus Sicht des VfB Unterliederbach

Beim 0:1 im Auswärtsspiel gegen Watzenborn-Steinberg präsentiert sich der VfB Unterliederbach nicht nur unsicher, sondern auch undiszipliniert.

Quelle: Frankfurter Neue Presse, 17.10.11

Unterliederbach. Trainer Chakir Charaf platzte nach der erneuten Niederlage seiner Mannschaft der Kragen. "Die Geduld ist am Ende", ließ der Übungsleiter des mittlerweile auf Platz elf abgerutschten Aufstiegsanwärters verlauten. In der Fußball-Verbandsliga Mitte kassierte Unterliederbach im 15. Spiel die siebte Niederlage und befindet sich laut Michael May im Abstiegskampf. Der Zweite Vorsitzende musste im Pohlheimer Stadtteil mit ansehen, wie sich seine Mannschaft in den gesamten 90 Minuten nur eine nennenswerte Möglichkeit herausspielte. Goran Dadic vergab schon in der sechsten Minuten mit seinem schwachen linken Fuß. Was die Gäste den rund 150 Zuschauern anschließend boten, las sich auf Mays Notizzettel eher wie eine Folge der TV-Sendung "Pleiten, Pech und Pannen".

Ein "Blackout" (May) von Matthias Frosch brachte Parson vor dem Unterliederbacher Tor in Schussposition. Watzenborns Spielertrainer hatte seinen Schuss schon an Daniel Knapschinski vorbei platziert, Marlon Schick rettete aber auf der Linie (13.). Nach einer halben Stunde sah Knapschinski wegen Handspiels außerhalb des Strafraums die Gelbe Karte, konnte seinen Fehler mit dem anschließend gehaltenen Freistoß aber ausbügeln.

Auch in den zweiten 45 Minuten setzte sich die Negativ-Serie der Gäste fort. In der 56. Minute sah Aleksander Sprink nach einem Foul erst Gelb, und nach unsportlichem Reklamieren die Rote Karte. "Komischerweise lief es dann sogar etwas besser bei uns", wunderte sich May. Als in der 76. Minute aber Knapschinski Watzenborns Schmandt im Strafraum umrannte und dafür die "Ampelkarte" und eine Elfmeter-Entscheidung hinnehmen musste, war der Zug für die Gäste abgefahren. Dadic, der sich als Torwart zwischen die Pfosten stellte, konnte den schwach geschossenen Elfmeter von Parson nicht parieren – 0:1. Die Gelb/Rote Karte für William Anane wegen Meckerns (84.) vollendete einen Unterliederbacher Tag zum Vergessen. "Nun wird hart trainiert. Nur noch die Spieler, die dem Verein etwas zurückgeben, werden in zwei Wochen spielen", möchte Charaf das kommende spielfreie Wochenende nutzen.awo (awo)

Nur Gino Parson will den Foulelfmeter übernehmen

Quelle: Gießener Anzeiger, 17.10.11

Von Thomas Suer

Spielertrainer des SC Watzenborn-Steinberg sorgt gegen Unterliederbach für den Heimsieg

WATZENBORN. „Wenn es 3:0 für uns steht, heben sieben Mann den Finger. Ich habe gefragt, aber den wollte keiner schießen“, fasste Gino Parson, Spielertrainer des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, den Vorlauf zur entscheidenden Szene in der Partie zwischen den Pohlheimern und dem VfB Unterliederbach zusammen. Es fand sich schlichtweg kein Schütze für den Foulelfmeter beim Spielstand von 0:0, sodass Parson in der 78. Minute selbst gefragt war. Also schnappte er sich die Kugel, legte sie auf den Kreidepunkt und machte den 1:0 (0:0)-Sieg perfekt.

„Wir haben das Spiel beherrscht und verdient gewonnen, weil wir vor allem in der ersten Halbzeit einige Chancen hatten“, war der 32-Jährige heilfroh, dass es mit Mühe gelungen war, die Überlegenheit doch noch in einen dreifachen Punktgewinn umzumünzen. Nicht nur überlegen, sondern auch in rein numerische Überzahl kamen die Teutonen im Verlaufe des zweiten Durchgangs. Beim Schlusspfiff fanden sich nach drei Platzverweisen nur noch acht aufrechte Unterliederbacher auf dem Rasenviereck an der Neumühle wieder. Aber auch vollzählig lief der VfB zu Beginn schnell der Musik hinterher. Der SC erarbeitete sich zügig ein Übergewicht und drückte dem Geschehen seinen Stempel auf. Allerdings war der Aufsteiger in der Vorwärtsbewegung dennoch ein gutes Stück von seiner Bestform entfernt. Parson erklärte dazu: „Man hat gesehen, in welcher Lage wir sind. Wir haben Verletzungsprobleme, dazu einige angeschlagene Spieler. Es gibt für mich kaum die Möglichkeit, um zu wechseln.“

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg - VfB Unterliederbach 1:0

Drei Ausrufezeichen setzten die Grün-Weißen bis zum Seitenwechsel trotzdem. Während Parsons Schussversuch nach dem Rückpass von der Grundlinie durch Niklas Wagner kurz vor der Torlinie abgeblockt wurde (12.), verzog Sturmtank Marco Semmler auf Zuspiel von Tim Schmidt um Haaresbreite (18.). Ähnlich erging es Marc Bock, der erstmals nach einem halben Jahr Pause auf der „Sechs“ in der Startelf auftauchte, als er in der 41. Minute seinen Kopfball neben den Kasten setzte.Unterliederbach-2011.jpg

In diesem Stil nahmen ebenfalls die zweiten 45 Minuten ihren Lauf. Die Ampelkarte für Alexander Sprink wegen wiederholten Foulspiels (57.) zahlte sich für die Platzherren jedoch erst 20 Minuten später aus. Parson schickte Moritz Schmandt auf die Reise, der von Keeper Daniel Knapschinski von den Beinen geholt wurde. Bereits mit der Gelben Karte vorbelastet, flog der Torhüter vom Platz. Feldspieler Goran Dadic zog sich die Handschuhe über, war aber gegen Parsons Strafstoß machtlos. Gegen neun Unterliederbacher brachten die Teutonen den knappen Vorsprung über die Zeit und profitierten überdies davon, dass Gästeakteur Advan Cakiqi die Nerven verlor und Rot erhielt (85.). Keine Auswirkungen auf das Punktekonto der Parson-Truppe hatte die Tatsache, dass Richy Zimmermann (87.) und Andrew Iyasere (92.) in den Schlussminuten Hochkaräter zum 2:0 verstreichen ließen.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Schmidt, Runkel, Zimmermann, Bathomene, Bock, Dechert, N. Wagner (40. Wiertelorz), Schmandt (90. Koch), Parson, Semmler (72. Iyasere).

VfB Unterliederbach: Knapschinski; Schick, Frosch (46. Gebrihiwet), Kollmeier, Petkanas, Dadic, Wirth, Sprink, Cakiqi, Arnautis, Anane.

Tor: 1:0 Parson (78./FE). - Schiedsrichter: Montag (Dietershan). - Rote Karte: Cakiqi (85.). - Gelb-rote Karten: Sprink (57.), Knapschinski (77./alle Unterliederbach). - Gelbe Karten: Wirth, Kollmeier, Arnautis, Anane (alle Unterliederbach) . - Zuschauer: 170.

Fast in Bestform, aber nur 3:3,   Türk SV Wiesbaden - SC Teutonia

Quelle: Wiesbadener Kurier, 10.10.11

TÜRKISCHER SV Karaca-Team scheitert an Watzenborns Keeper Dominik Wagner

(nn). Ein Unentschieden als Aufbauspritze. So interpretierte Abdullah Karaahmet, Sportlicher Leiter des Fußball-Verbandsligisten Türkischer SV, das 3:3 gegen den starken Aufsteiger Teutonia Watzenborn/Steinberg: „In der zweiten Halbzeit haben wir gegen einen sehr starken Gegner zu unserer Glanzform zurückgefunden. Ich bin sehr zufrieden.“

Restlos zufrieden wäre er gewesen, wenn es im Abschluss richtig geflutscht hätte. Chancen waren vorhanden. Doch Tausendsassa Wagner zwischen den Gäste-Pfosten fischte den Freistoß von Erol Genc aus dem Winkel, parierte den 16-Meter-Schuss von Yusuf Celiksoy und reagierte auch beim Versuch von Spielertrainer Cem Karaca prächtig.

Engin Arslan trifft doppelt

Es war die Phase, als der TSV durch die beiden Treffer des wieder in Fahrt kommenden Engin Arslan 3:2 führte. Doch der Vorsprung wurde nicht über die Zeit gebracht, weil die Gäste nie aufsteckten, ihr unbändiges Engagament mit dem 3:3 krönten. Auch Markus Kusch konnte diesen Treffer nicht verhindern. Der zuletzt fehlende Abwehr-Spieler war in der ersten Hälfte eingetauscht worden.

Türkischer SV: Akyol - Daudi, Bilir, Sengün (26. Kusch), Marzouki - M. Arslan (78. C. Öztürk), Erol Genc, Celiksoy, S. Demirtas (82. Kambez) - C. Karaca, E. Arslan.

Tore: 1:0 Bilir (2./Foulelfmeter), 1:1 Runkel (18), 1:2 N. Wagner (38.), 2:2, 3:2 E. Arslan (45./58.), 3:3 N. Wagner.- SR: Klein (Offenbach).- Zu: 220.

Wagners Doppelpack sichert Punkt

Quelle: Gießener Anzeiger, 10.10.11

10.10.2011 - GIESSEN

Unentschieden in Wiesbaden vor 150 frenetischen Heimfans - Watzenborn kann sich auf starke Offensive verlassen

WIESBADEN (ths). „Ich bin zufrieden und kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir wollten nicht verlieren, das haben wir geschafft. Außerdem haben wir einen guten Ball gespielt. Es war schwer hier etwas zu holen, wenn die Türken von 150 Zuschauern super angefeuert werden.“ Gino Parson, Spielertrainer des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, zeigte sich nach dem Schlusspfiff einverstanden mit der Leistung seines Teams, das beim Tabellenzweiten Türkischer SV Wiesbaden ein 3:3 (2:2)-Unentschieden erkämpft hatte.

Besonders auffällig war auf Seiten der Grün-Weißen Niklas Wagner, der doppelt einnetzte. Bei etwas konsequenterer Chancenverwertung wäre allerdings sogar ein Dreier für die Pohlheimer möglich gewesen.

Türkischer SV Wiesbaden - SC Teutonia Watzenborn-Steinberg 3:3

Zweimal Marco Semmler, Niklas Wagner, Parson selbst sowie Evgenij Priebe vergaben jedoch ihre Einschussmöglichkeiten. Doch der Reihe nach: Die Platzherren erwischten einen Start nach Maß und gingen nach einer Minute durch einen fragwürdigen Foulelfmeter von Fatih Bilir, angeblich verursacht durch SC-Keeper Dominik Wagner, mit 1:0 in Front.

In der 19. Minute schlugen die Watzenborner mit dem Ausgleichstor durch Niklas Wagner zum 1:1 zurück. Und es sollte noch besser kommen, denn in der 39. Minute verwertete Innenverteidiger David Runkel die Vorarbeit von Hendrik Dechert per Kopf zur 2:1-Führung für die Gäste.

Diese Führung war wenig später wieder Makulatur, da die Platzherren in Person von Engin Arslan aus dem Gewühl heraus zum 2:2 ausglichen (44.). Nach dem Seitenwechsel markierte Arslan seinen zweiten Treffer zum 3:2, jedoch beklagten die Teutonen ein zuvor an Schlussmann Dominik Wagner begangenes Foulspiel (58.). Auf die starke Offensive war bei den Pohlheimern auch gestern wieder Verlass. Und insbesondere auf Parson, der den Ball in der 73. Minute für Niklas Wagner durchsteckte, der seinen Doppelpack perfekt machte und dem Aufsteiger den einen Punkt mit dem Treffer zum 3:3-Endstand sicherte.

Türkischer SV Wiesbaden: Akyol; Sengün (27. Kusch), Bilir, Karaca, Marzouki, Genc, E. Arslan, Demirtas (80. Nadjem), Celiksoy, M. Arslan (75. Öztürk), Daudi.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Bathomene (70. Schmidt), Zimmermann, Runkel, Koch, Dechert (83. Bock), Priebe, N. Wagner, Schmandt, Parson, Semmler (85. Iyasere).

Tore: 1:0 Bilir (2./FE), 1:1 N. Wagner (19.), 1:2 Runkel (39.), 2:2 E. Arslan (44.), 3:2 E. Arslan (58.), 3:3 N. Wagner (73.). - Schiedsrichter: Klein (Offenbach). - Zuschauer: 200.


Felix Baum lässt Erfolgsserie reißen

Quelle: Gießener Anzeiger, 04.10.11

Breidenbach trifft in der Nachspielzeit zum 3:2 - Teutonen können nicht an Galavorstellung gegen Waldgirmes anknüpfen

WATZENBORN-STEINBERG. Die Erfolgsserie des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg ist gerissen. Nach acht ungeschlagenen Partien unterlagen die Pohlheimer nach zweimaliger Führung im Duell der Liganeulinge dem FV Breidenbach mit 2:3 (2:1). Unglücklich war der Zeitpunkt des entscheidenden Gegentreffers, denn Breidenbachs Felix Baum tütete den dreifachen Punktgewinn für seine Farben erst in der Nachspielzeit ein.

„Das war eigentlich ein typisches Unentschieden-Spiel“, ärgerte sich Teutonen-Spielertrainer Gino Parson nach dem Schlusspfiff und äußerte zudem Kritik an seinem Team, das nicht an die Galavorstellung gegen Waldgirmes II anknüpfen konnte: „Wir hatten einige Konzentrationsfehler drin. Wenn wir vor dem Spiel eine Einteilung haben, die Männer dann aber nicht genommen werden, habe ich auch keinen Einfluss mehr darauf.“ Was der 32-Jährige damit vornehmlich meinte, waren die beiden kassierten Kopfballtore im Anschluss an Standardsituationen. 180 Zuschauer sahen 90 Minuten mit den typischen Elementen für eine Partie auf einem engen Kunstrasenplatz wie dem an der Neumühle.

Teutonia Watzenborn-Steinberg - FV Breidenbach 2:3

Hin und her wogend, unzählige Zweikämpfe, viele lange Bälle, aber eben wenig spielerische Momente. Schade, aber der Rasenplatz, der sicherlich den zweifellos vorhanden technischen Qualitäten der beiden Teams entgegen gekommen wäre, befindet sich in einem katatastrophalen Zustand. „Da müssen sich die Verantwortlichen mal Gedanken machen. Da kann man nicht einmal fünf gegen zwei spielen, ohne dauernd umzuknicken“, meinte Parson auf diese Thematik angesprochen.

Zum Spiel: Der SC erwischte einen Traumstart und lag nach vier Minuten durch Marco Semmler, der sich gegen Dominic Thomas energisch durchsetzte, mit 1:0 in Front. Danach lief es für die Platzherren aber nicht weiter wie am Schnürchen und der FV kratzte durch den Freistoß von Baum an den Pfosten in der 32. Minute am Ausgleich, der 180 Sekunden später fiel. Blöchers Eckball köpfte Johannes Damm in die Maschen. Dass Watzenborn zur Pause trotzdem vorne lag, dafür war wiederum Semmler verantwortlich. Der 27-Jährige stocherte in der 40. Minute die Ablage Parsons zum 2:1 über die Linie.

Breidenbach kam erneut zurück und glich in der 56. Minute aus. Der wohl offensivste Torhüter der Verbandsliga, Martin Lokoc, trat in Höhe der Mittellinie einen Freistoß in den Strafraum, den Baum fast un bedrängt einköpfte. Nachdem Damm in der 76. Minute den Teutonen-Querbalken hatte erzittern lassen, leitete die Parson-Truppe die Schlussattacke ein, doch der eingewechselte Andrew Iyasere verpasste zweimal den Siegtreffer (81. und 89.). Den markierte stattdessen auf der anderen Seite in der Nachspielzeit Baum.

Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Koch, Runkel, Priebe, Schmandt, Dechert (65. Iyasere), Schmidt, Klan (36. Bathomene), N. Wagner, Parson, Semmler.

FV Breidenbach: Lokoc; Badouin (88. Osvath), Beckmann, Thomas, Brandl, Wellner, Kaya (46. Konecny), Schneidmüller (53. Afriyie), Baum, Blöcher, Damm.

Tore: 1:0 Semmler (5.), 1:1 Damm (35.), 2:1 Semmler (40.), 2:2, 2:3 Baum (56., 90.+1) - SR: Steitz (Bad Homburg). - Gelbe Karten: Dechert, Semmler/Thomas, Wellner, Damm, Baum. - Zuschauer: 180.

Niklas Wagner Mann des Tages

Quelle: Gießener Anzeiger, 26.09.11

Teutonen-Stürmer erzielt alle drei Tore gegen schwache TSG - Parson: Nach 1:0 wusste ich, dass wir gewinnen werden

WÖRSDORF (di). Der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg hat sich nach dem dritten klaren Sieg in Folge in der Spitzengruppe der Verbandsliga Mitte eingenistet und kann langsam von der Hessenliga träumen. Gestern gewann der Aufsteiger bei der TSG Wörsdorf mit 3:0 (1:0). Der Ex-Wiesecker Niklas Wagner entpuppte sich dabei als der Matchwinner. Zunächst ohne großartige Bindung zum Spielfluss seiner Mannschaft traf der großgewachsene Stürmer dreimal für seinen Club ins Schwarze. Am Ende herrschten klare Verhältnisse.

Dass der SC nach dem Ausschluss von Mike Bathomene nur noch zehn Akteure auf dem Spielfeld hatte, fiel überhaupt nicht ins Gewicht. Der Außenverteidiger sah nach einem Dialog mit dem Unparteiischen binnen weniger Sekunden gelb und gelb-rot und erlebte die Endphase als Zuschauer.

So rundum zufrieden der Aufsteiger ist, so trist ist die Lage bei der deutlich unterlegenen TSG Wörsdorf. Dem Verein, bei dem viele Jahre lang für das kickende Personal „Milch und Honig“ floss, droht der Abstieg.

TSG Wörsdorf - Teut. Watzenborn-Steinberg 0:3

Für den eine schwache Vorstellung zeigenden einstigen Hessenligisten aus dem Idsteiner Stadtteil wäre es nach der fünften Niederlage in Folge damit das zweite Mal binnen zwei Jahren, dass der Club das avisierte Ligaziel nicht erreicht.

„Unser Gastgeber hatte eigentlich keine einzige echte Torchance. Auch wir haben nicht gut gespielt. Wir haben als Mannschaft viel mehr drauf. Allerdings wusste ich spätestens nach dem 1:0, dass wir hier den Platz als Sieger verlassen werden“, sagte Gino Parson. In Anbetracht der Schwäche der Gastgeber konnte der Trainers es sich leisten, erst nach über einer Stunde auf dem Spielfeld aktiv einzugreifen. Mann des Tages war Niklas Wagner. Der herrliche Treffer zur 1:0-Führung war für die bis dato schwachen Mittelhessen und auch den Torschützen die Initialzündung gewesen.

In der zweiten Halbzeit diktierte der Gast das faire Spiel fast nach Belieben, ohne freilich einer großen Gegenwehr der enttäuschenden Platzherren ausgesetzt zu sein. Mit dem 2:0 von Wagner in der 54. Minute war das Duell vorzeitig entschieden gewesen. Andreas Wiertelorz war einem weiteren Treffer (61.) am nächsten gewesen, ehe Wagner seinen Dreierpack in der 72. Minute komplett machte.

TSG Wörsdorf: Findeis; Ott, Yildiz, Kaymak, Bendriss, A. Chami, Dörnte (56. Bingöl), Grönlund, Pilicia, Arslan (56. Haroun), Amjahid (76. M. Chami).

Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Koch, Priebe, Runkel, Bathomene, Schmidt-Weichmann, Dechert, Niklas Wagner, Klan, Semmler (80. Iyasere), Wiertelorz (64. Parson)

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Niklas Wagner (45., 54., 72.) - Schiedsrichter: Pakos (Hellas Darmstadt) - Gelbe Karte: -/Bathomene - Gelb-rote Karte: Bathomene (71.) - Zuschauer: 55

Teutonen überrollen SC Waldgirmes in der Anfangsviertelstunde

Quelle: Gießener Anzeiger, 19.09.2011

Von Thomas Suer

4:0-Führung nach 14 Minuten - Moritz Schmandt glänzt mit zwei Treffern und drei Vorlagen

WATZENBORN-STEINBERG. „Wir haben in den ersten 25 Minuten überragend gespielt und blitzsaubere Tore erzielt. Wenn man so schlecht spielt wie in der zweiten Halbzeit und trotzdem zwei weitere Tore macht, dann zeigt das die Qualität meiner Mannschaft. Ich denke, wir haben verdient gewonnen.“ So fasste Gino Parson, Spielertrainer des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, den Verlauf des Derbys gegen den SC Waldgirmes II zusammen. In der Tat zeigte seine Elf zu Beginn Bilderbuch-Fußball und lag nach nach nicht einmal einer Viertelstunde mit 4:0 vorne. In der zweiten Halbzeit verkürzten die Gäste, am Ende aber behielten die Platzherren mit 6:2 die Oberhand.

Zum Mann des Tages avancierte ausgrechnet der Ex-Waldgirmeser Moritz Schmandt, der einen Doppelpack erzielte und drei weitere Treffer vorbereitete. „In der zweiten Hälfte haben wir ordentlich gespielt. Nach dem 2:4 war Watzenborn stark verunsichert. Wenn in dieser Situation das 3:4 fällt, weiß ich nicht, was passiert“, meinte Parsons Gegenüber Ralf Landgraf in seinem Resümee zu den abgelaufenen 90 Minuten.

Was die Teutonen in der Anfangsphase boten, war an Rasanz und Klasse kaum zu überbieten. Sie überrollten die Hessenliga-Reserve förmlich. Ballsicher, gepaart mit Zielgenauigkeit im Passspiel in der Vorwärtsbewegung und technischer Präzision im Abschluss legte der SC hier die Grundlage für den dreifachen Punktgewinn.

Teutonia Watzenborn-Steinberg - SC Waldgirmes II 6:2

In der 6. Minute ließ Andrew Iyasere für Moritz Schmandt abtropfen, der die Kugel im oberen Eck zum 1:0 unterbrachte. Fünf Minuten darauf fand Schmandt mit seinem Eckstoß Innenverteidiger David Runkel, der zum 2:0 einschob. Traumhaft dann die Kombination, die im 3:0 mündete. An der eigenen Strafraumgrenze beginnend fand die Kugel über Marco Semmler, Parson und Schmandt ihren Weg zu Michael Bathomene, dessen Flachschuss links unten einschlug (13.). Und zu guter letzt war es wiederum Schmandt, auf dessen Flanke Semmler das 4:0 gelang (14.).

Erst nach Schmandts Freistoß an den Querbalken (22.) wachten die Lahnauer langsam aber sicher auf. Erster Beleg dafür war der Aufsetzer von Lucas Hartmann, den Keeper Dominik Wagner entschärfte (23.). Nelson Delzer (26.) und Sven Döring (27.) kratzten jeweils per Kopf ebenfalls am Treffer zum 1:4.

Andererseits hatten sie Glück, dass auf der Gegenseite Andreas Klan (34.) und Marco Semmler (45./Latte) sie nicht frühzeitig endgültig abschossen.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start und schnupperten nach den Anschlusstoren von Döring (47./Freistoß) und Dennis Dienst (53.), der dabei von einem Fehler Parsons profitierte, bei einigen Standardsituationen am 3:4 Doch Watzenborn befreite sich durch das 5:2 aus der Drehung durch Schmandt (72.) vom Druck der Gäste. Damit war der Drops gelutscht und Parson machte per Freistoß das halbe Dutzend voll (74.).

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Schmidt, Runkel, Priebe, Bathomene, Schmandt, Parson, Klan (74. Dechert), N. Wagner (64. Zimmermann), Iyasere (62. Frank), Semmler.

SC Waldgirmes II: Thielmann; Dienst, Döring, Heuser, Delzer, Schneider, Bora, Kurucu (68. Valentin), Hartmann, Windust, Schmitt (79. Schreiber).

Tore: 1:0 Schmandt (6.), 2:0 Runkel (11.), 3:0 Bathomene (13.), 4:0 Semmler (14.), 4:1 Döring (47.), 4:2 Dienst (53.), 5:2 Schmandt (72.), 6:2 Parson (74.). - Schiedsrichter: Bartsch (Fernwald). - Gelbe Karten: Frank/Kurucu, Windust. - Zuschauer: 150.

Teutonen beißen sich oben fest

Quelle: Gießener Anzeiger, 12.09.11

WIESBADEN (ths). Wenn der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg in diesem Stil weitermacht, kann sich der Neuling mittelfristig andere Ziele stecken als den Klassenerhalt. Denn die Elf von Spielertrainer Gino Parson gewann das ereignisreiche Spiel beim Mitaufsteiger SV Wiesbaden mit 5:3 (0:2) und festigte damit ihre Position in der Spitzengruppe der Verbandsliga Mitte.

SV Wiesbaden - SC Teutonia Watzenborn-Steinberg 3:5

Keine 60 Sekunden waren absolviert, da lag der SV auch schon mit 1:0 in Front. Torjäger Ivan Rebic hatte eiskalt zugeschlagen. Für einen der wenigen Aufreger vor dem Pausenpfiff sorgte für die Teutonen Andreas Klan, als er in der 31. Minute an Schlussmann Andreas Ries scheiterte. Stattdessen folgte in der 44. Minute der zweite Rückschlag. SC-Innenverteiger Dennis Frank verlor das Spielgerät, woraufhin sich die Wiesbadener durchkombinierten und in Person von David Kroj auf 2:0 erhöhten.

Zur zweiten Halbzeit reagierte Parson und blies durch die Einwechslungen von Andrew Iyasere und Richy Zimmermann, der seine Rotsperre abgesessen hatte, zur Attacke. Beide brachten frischen Wind und zeichneten verantwortlich für den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. In der 58. Minute landete im Anschluss an einen Freistoß von Moritz Schmandt ein Kopfball am Aluminium des SV-Kastens. Zimmermann stand goldrichtig und staubte zum 1:2 ab. Fünf Minuten darauf spielte Iyasere einen gefährlichen Pass, den Christopher Küster unglücklich in die eigenen Maschen bugsierte. Die endgültige Wende leitete Parson ein, indem er sich in der Schlussphase selbst einwechselte. Wenig später bediente er Tim Schmidt, der seine Farben mit 3:2 in Führung schoss (76.). Nicht mehr zu stoppen war auch Iyasere, der in der 78. Minute - wieder auf Vorarbeit von Parson - das 4:2 markierte. Die Platzherren kamen in der 87. Minute auf 3:4 heran, ehe eine Foulelfmeter die drei Punkte in trockene Tücher packte. Nach einem Foulspiel an Iyasere behielt Niklas Wagner vom Kreidepunkt aus die Nerven und schob zum 5:3-Endstand ein (89.).

SV Wiesbaden: Ries; Ouffata, Lubojanski, Reichardt, Kunz, Harmen Baghramian (60. D. Massfeller), Küster, Kroj (85. Adou), Kürzer, Haybert Baghramian (70. P. Massfeller), Rebic

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Schmandt, Frank, Runkel, Schmidt, Dechert (46. Iyasere), Priebe, Wiertelorz (46. Zimmermann), N. Wagner, Klan, Semmler (72. G. Parson)

SV WIESBADEN 3:5 gegen Watzenborn zwingt Assmann zu Defensiv-Konzept

Quelle: Wiesbadener Kurier, 12.09.11

(nn). Fußball-Verbandsligist SV Wiesbaden ist zwar nicht reif für die Insel, allemal aber für eine Auszeit. Nach dem 3:5 gegen Teutonia Watzenborn/Steinberg bekommt er sie am kommenden, spielfreien Wochenende.

SV Wiesbaden - SC Teutonia 3:5

Das Vorhaben, die erste Saison-Etappe mit einem Sieg abzuschließen, schien anfangs durchaus umsetzbar. Das Blitztor von Ivan Rebic (1.) verlieh Selbstvertrauen, weiterhin das von David Kroj kurz für dem Pausenpfiff erzielte 2:0. Nicht einer, der dem Gast zu diesem Zeitpunkt einen Fünferpack in Halbzeit zwei zugetraut hätte. Doch Watzenborns Trainer Gino Parson zog alle Register, lief selbst auf und schickte obendrein Andrew Iyasere ins Rennen. Ein Duo, das die unverhoffte Wende maßgeblich beeinflusste. Der ballsichere Parson führte klug Regie, schlug perfekte Pässe und fand in Iyasere einen von der SVW-Abwehr nicht mehr zu neutralisierenden Abnehmer. Beim Stand von 2:2 entschärfte zudem Teutonen-Torwart Dominik Wagner Krojs Versuch in Klassemanier. „Watzenborn hat Qualität eingewechselt“, erkannte der Sportliche Leiter Franz Scheidgen neidlos an, um anzufügen: „Über die fünf Gegentore in einer Halbzeit wird aber sicherlich noch zu reden sein.“ Zumal nach der Spielpause gegen Kelsterbach und in Eddersheim die nächsten heiklen Aufgaben warten. Trainer Dietmar Assmann analysierte: „Während der zweiten Hälfte ging die Ordnung verloren. Zudem haben bei uns die Einwechslungen nicht gefruchtet. Nach vier Niederlagen in Serie werde ich nun das System ändern und künftig die Defensive stärken.“

SVW: Ries - Patrick Kürzer, Küster, Lubojanski, Ouffata - Haybert Baghramian (70. P. Massfeller), Kunz, P. Reichardt, Harmen Baghramian (60. Dan. Massfelller) - Rebic, Kroj (75. Adou).

Tore: 1:0 Rebic (1.), 2:0 Kroj (44.), 2:1 Zimmermann (57.), 2:2 Eigentor Küster, 2:3 Schmidt (76.), 2:4 Iyasere (78.), 3:4 Kürzer (87.), 3:5 Wagner (90./Foulelfmeter)- SR: Steitz (Bad Homburg).- Zu.: 100.

Teutonia lässt zu viele Chancen aus

Quelle: Gießener Allgemeine, 5.09.11

(rsc) Der Aufsteiger in die Verbandsliga Mitte, der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, knöpfte dem Absteiger aus der Hessenliga, dem VfB Marburg, am Sonntag mit dem 1:1 einen Punkt ab.

Das hört sich erst einmal gut an, wenngleich auch beide Trainer mit dem jeweiligen Punktgewinn durchaus zufrieden waren. SC-Spielertrainer Gino Parson meinte nach der Begegnung: »Der Punkt war verdient.« Auch Marburgs Trainer Mirko Gut hatte keinen Grund zur Klage: »Unterm Strich bin ich mit dem einen Punkt zufrieden.«

SC Teutonia - VFB Marburg  1:1

Doch die 150 Zuschauer sahen nur eine Mannschaft, die das Spiel dominierte und sich zahlreiche Torchancen herausarbeitete, die Teutonia. Die Marburger standen fast ausschließlich in ihrer eigenen Spielhälfte, versuchten dort, die Räume eng zu machen, um den Gegner keine Torchancen zu ermöglichen. Ein Tordrang aufs gegnerische Tor war während des gesamten Spiels nicht zu erkennen. So war es auch kein Wunder, dass Teutonia-Keeper Dominik Wagner nicht ein einziges Mal ernsthaft geprüft wurde. Aber einmal musste er dennoch den Ball aus dem Netz holen. Denn das 0:1 fiel bereits in der dritten Spielminute, als Watzenborns Spielführer David Runkel ein kapitaler Fehler unterlief. Am eigenen Strafraum war er sich anscheinend nicht sicher, ob er den Ball mit dem Kopf oder dem Fuß spielen sollte, der Rückpass zum Torwart misslang, Marburgs David Simmons nahm von seinem Namensvetter das Geschenk gerne an. Die Gastgeber ließen sich durch diesen frühen Rückstand nicht irritieren. Nach weiteren fünf Minuten bereits der Lohn dafür, als Andreas Wiertelorz den Ball im Mittelfeld eroberte, mit einem feinen Pass Marco Semmler bediente und dieser zu Niklas Wagner passte, der sich im Strafraum diese Torchance nicht entgehen ließ. Eine einzige halbe Chance besaßen die Gäste in der 15. Minute, als ein Freistoß aus dem Halbraum von einem Watzenborner Kopf verlängert wurde, doch der Ball neben dem Tor landete.

Ansonsten stürmten nur die Hausherren, und Niklas Wagner hätte in der 23. Minute sein zweites Tor schießen müssen. Marco Semmler hatte ihm ideal aufgelegt, doch aus völlig unbedrängter Lage strich Wagners Schuss am Tor vorbei. Auch Schüsse von Wiertelorz und Marco Semmler aus recht aussichtsreicher Position, wenn auch aus spitzem Winkel, verfehlten kurz vor der Pause ihr Ziel. In der zwölften Minute hatte Andreas Klan bereits eine Großchance vergeben, als er frei dem Ball nicht genügend Wucht auf dem Weg zum Tor gegeben hatte.

Nach der Pause agierten die Hausherren etwas schwächer, ohne dass die Gäste stärker geworden waren. Die zahlreichen Großchancen in drei Punkte umzuwandeln, hatten die Teutonen jedoch in den ersten 45 Minuten versäumt.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Dominik Wagner; Schmidt-Weichmann (ab 46. Koch), Frank, Runkel, Dechert, Schmandt, Priebe, Wiertelorz (ab 67. Bathomene), Niklas Wagner, Klan (ab 56. Parson), Semmler.

Gino Parson dirigiert Watzenborn-Steinberg auf und neben dem Platz mit viel Akribie

Quelle: Gießener Allgemeine, 2.09.11

WATZENBORN-STEINBERG. Es kommt schon mal vor, aber die Regel ist es nicht, dass ein Spieler der Woche gleich mehrfach zum Spieler der Woche avanciert. Da aber Gino Parson im Laufe der Jahre schon mehrfach Spieler der Woche war, ist er diesmal eben Spielertrainer der Woche. Oder trainerender Spieler, oder spielender Trainer - auf alle Fälle kommt man auch nach einem Dutzend Jahren dieser Serie nicht umhin, den 32-Jährigen wieder einmal ins Rampenlicht zu hieven.

Diesmal war es nicht sein Talent, wie ehedem beim VfB 1900, das ihn prädestinierte, es war auch kein entscheidendes Tor wie vielleicht beim FSV Fernwald, oder wie bei Hessenligist SC Waldgirmes, seine Art ein Spiel zu gestalten. Nein, diesmal beweist Gino Parson nach dem mit Teutonia Watzenborn-Steinberg erzielten Aufstieg in seinem ersten Trainerjahr, dass er auch eine Etage höher seinen Mann steht. Parson-Ganzeiger.jpg

Die Zwischen-Bilanz jedenfalls ist beeindruckend: Die Teutonen liegen nach acht Spieltagen auf einem überragenden zweiten Tabellenplatz, sind nach Hessenligist FSV Fernwald die positive Überraschung aus dem heimischen Fußball-Kreis. Dabei ist es immer wieder Parson, der entscheidende Akzente setzt. So berichtete ein Teutonen-Dauergast, dass „Parson, wenn er rein kommt, noch einmal eine ganz andere Qualität reinbringt“ - und eben in der Lage sei, ein Spiel zu entscheiden.

Am vergangenen Spieltag in Kastel traf der Spielmacher beispielsweise nach 53 Minuten zur 2:1-Führung, die den Weg zum 4:1-Auswärtserfolg ebnete. Parson, der sich in der Gruppenliga noch mehr als Spieler denn als Trainer sah, jetzt aber immer mehr die Trainerbrille auf der Nase hat, will sich da gar nicht groß selbst loben, weiß aber, dass „ich schon noch ein paar Akzente setzen kann.“ Das macht er jetzt auch wieder intensiver, als vor der Saison geplant. Seit drei, vier Spielen steht Gino Parson wieder in der Teutonen-Anfangsformation, wo er doch zunächst gedachte, eher von der Bank als Joker zu kommen.

Vorsichtig gibt sich der Teutonen-Trainer angesichts der Entwicklung aber trotzdem, spricht von „einer Momentaufnahme. Vielleicht ist Platz sieben oder acht drin, aber erst gilt es einmal Punkte zu sammeln, um die Klasse zu halten.“ Understatement? Naja, er hat es eben gut gelernt, das Traineramt. Manchmal vermeint man den Tonfall Stefan Hasslers zu hören, wenn Parson fußballerische Aspekte umreißt. Das gibt er auch unumwunden zu: „Wir telefonieren fast täglich, und es gibt immer wieder Situationen, da hole ich mir seinen Rat.“

Gino Parson ist im besten Sinne Fußball besessen. Wenn er das sagt, und danach erzählt, wie akribisch er die Gegner beobachtet, wie generalstabsmäßig er seine Mannschaft auf ein Spiel vorbereitet, hört man auch Stefan Hassler nachhallen. „Ich habe mir einfach viel von ihm abgeguckt“, sagt der 32-Jährige, den der Fußball-Lehrer Hassler Ende der 90er als blutjungen Kicker in die Hessenliga-Elf des VfB 1900 holte.

Mittlerweile hat Parson aber längst bewiesen, dass er nicht nur fußballerisch die Nummer zehn verdient hat, sondern auch als Übungsleiter mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht. Oder besser: auf der Erfolgsleiter. Denn selbstverständlich ist ein solch starker Start in die Verbandsliga Mitte nicht. „Wir haben mit den Neuzugängen einiges an Qualität gewonnen, so dass ich auch das Training ein wenig anspruchsvoller gestalten kann, aber wesentlich ist der Unterschied zu der Arbeit in der Gruppenliga nicht“, sagt der zweifache Familienvater über seine Arbeit an der Neumühle.

Vor dem Tor eiskalt

Watzenborn-Steinberg besticht mit optimaler Chancenverwertung und gefestigter Defensive

Quelle: Gießener Anzeiger, 29.08.11

KASTEL (ths). Eine kleine Überraschung gelang dem SC Teutonia Watzenborn-Steinberg am 8. Spieltag der Verbandsliga-Saison. Deutlich mit 4:1 (1:1) gewann der Liganeuling bei der Fvgg Kastel, die ihrerseits am vergangenen Mittwoch beim VfB 1900 Gießen in der zweiten Halbzeit einen sehr guten Eindruck hinterlassen hatte. „Das geht auch vom Ergebnis her in Ordnung“, freute sich Pressesprecher Carsten Größer aber nicht nur über die Höhe des Erfolgs, sondern darüber hinaus auch über die Leistungssteigerung im spielerischen Bereich gegenüber dem 3:3-Unentschieden gegen die SG Oberliederbach.

Besonders wichtig: Diesmal verschliefen die Teutonen die Anfangsminuten nicht und mussten der Musik dementsprechend nicht hinterherlaufen. Wach war in der 6. Minute vor allem Innenverteidiger David Runkel, der auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Keeper Dominik Wagner in höchster Not klärte. Danach schwamm sich der SC Stück für Stück frei und kam selbst zu Einschussmöglichkeiten. So in der 14. Minute, als erst Andreas Wiertelorz mit seinem Freistoß an Kastels Schlussmann Denis Ademovic scheiterte und Tim Schmidt-Weichmann den Abpraller nicht zu verwerten wusste. Kein Schussglück hatten Hendrik Dechert (25.) und Marco Semmler (28.), die jeweils das Ziel um Haaresbreite verfehlten.

Fvgg Kastel - Teutonia Watzenborn-Steinberg 1:4

Dechert jedoch machte es bei seinem zweiten Versuch in der 37. Minute besser. Aus 35 Metern düpierte er den zu weit vor seinem Gehäuse stehenden Ademovic mit dem Treffer zum 1:0. 180 Sekunden darauf war es aber bereits wieder um die Gästeführung geschehen, weil Marvin George eine Unachtsamkeit beim Aufsteiger nutzte und zum 1:1 einköpfte.Kastel-11.jpg

In den zweiten 45 Minuten verflachte das Geschehen, wobei Watzenborn die sich bietenden wenigen Gelegenheiten eiskalt verwertete. Decherts Flanke fand Spielertrainer Gino Parson, der seine Farben per Kopf schnell wieder in Front brachte (53.). Fortan kratzten die Platzherren, waren aber nicht zwingend genug. Letzte Gewissheit über den dreifachen Punktgewinn gab Parson und Co jedoch erst das Tor zum 3:1 in der 82. Minute. Niklas Wagner, gerade einmal vor 60 Sekunden eingewechselt, besorgte auf Zuspiel seines Spielertrainers die Vorentscheidung. Der Drops war gelutscht, der Torhunger dennoch nicht gestillt. In der Schlussminute erhöhte Evgenij Priebe nach Vorarbeit von Andrew Iyasere auf 4:1.

Fvgg Kastel: Ademovic; Lang, M. George (46. Alves), Ruthard, Kurpiers, Odisho, Lüllig, Hinrichsen, Addae (46. Duvnjak), C. George, Kirschner.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Schmidt, Runkel, Frank, Dechert, Schmandt, Priebe, Parson, Wiertelorz (71. Bathomene), Klan (81. N. Wagner), Semmler (74. Iyasere).

Tore: 0:1 Dechert (37.), 1:1 M. George (40.), 1:2 Parson (53.), 1:3 N. Wagner (82.), 1:4 Priebe (90.). - Schiedsrichter: Müller (Maintal). - Zuschauer: 80.

Der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg holt nach 0:2-Rückstand noch einen Punkt gegen die SG Oberliederbach

Quelle: Gießener Anzeiger, 25.08.11

Von Thomas Suer

Spiel in Watzenborn beginnt mit Verspätung, doch Teutonen verschlafen trotzdem Beginn - Parson am Ende zufrieden

WATZENBORN-STEINBERG. Manchmal muss man sich auch mal mit einem Punkt zufriedengeben. Zu dieser Erkenntnis kam Gino Parson, Spielertrainer des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, nach dem Schlusspfiff der Verbandsliga-Partie gegen die SG Oberliederbach. Berechtigterweise lag der Aufsteiger doch schnell mit 0:2 und zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder mit 2:3 hinten, um dann durch einen späten Treffer des eingewechselten Hendrik Dechert wenigstens das Unentschieden einzufahren.Oberliederbach-11.jpg

„Wir haben den Anfang verpennt und waren eigentlich weg. Wir wussten aber auch, dass wir nur ein Tor brauchen, um wieder ranzukommen. Ich denke, das 3:3 ist ein gerechtes Ergebnis“, erklärte der 32-Jährige. Zwar wurde das Spiel aufgrund der Wetterkapriolen erst mit einer Viertelstunde Verspätung um 19.45 Uhr angepfiffen - und damit wohl trotzdem noch zu früh für die Platzherren. Denn gerade 47 Sekunden waren gespielt, da nahm der Fehlstart der Teutonen seinen Lauf. Christian Karrer zog ab und überwand SC-Keeper Dominik Wagner, der bei diesem Schuss eine zumindest unglückliche Figur abgab.

Teut. Watzenborn-Steinberg - SG Oberliederbach 3:3

Anschließend befanden sich die Pohlheimer in einer Art Schockstarre, während Oberliederbach weiter munter aufdrehte und sich Vorteile erarbeitete. Und diese Vorteile mündeten in der 21. Minute im 2:0 für die Gäste. „Sechser“ Evgenij Priebe vertändelte die Kugel, woraufhin der sehr agile Außen Daniele Pinto Dias Wagner mit einem Schlenzer gegen die Laufrichtung zum zweiten Mal an diesem Abend bezwang. Erst ab der Mitte der ersten 45 Minuten kamen Parsons Mannen besser in die Zweikämpfe und verbuchten erste Gelegenheiten durch einen Freistoß von Andreas Wiertelorz (27.) und den Kopfball von Marco Semmler (30.). Deutlich mehr Hoffnung keimte in der 41. Minute auf, als Parson den Eckstoß von Moritz Schmandt auf Höhe des ersten Pfostens stehend zum 1:2-Anschlusstreffer einköpfte. Nach dem Seitenwechsel blieb der Liganeuling am Drücker und belohnte sich bereits in der 48. Minute mit dem Ausgleich zum 2:2. Schmandt fand mit einem sehenswerten Diagonalpass Parson, dessen Kopfballvorarbeit Semmler mit einem Heber über SG-Schlussmann Mathewes Asmeron veredelte. Fortan mussten die Gäste dem hohen Tempo Stück für Stück Tribut zollen, die Teutonen dagegen bekamen etwas deutlicher Oberwasser. Allerdings fingen sie sich gleichwohl das 2:3 durch Maximilian Walentowitz ein (53.) und liefen so erneut einem Rückstand hinterher. Daran änderten die Einschussmöglichkeiten von Schmandt (70.), Dennis Frank (79.) und Semmler (80.) vorerst nichts. Erst in der 83. Minute erzielte Dechert das verdiente 3:3. Nach einem zu kurz abgewehrten Eckstoß war er zur Stelle und ließ seine Farben jubeln. „Das 3:3 reicht uns“, war nun von der Reservebank der Oberliederbacher zu vernehmen. Watzenborn schielte in der verbleibenden Spielzeit derweil durchaus auf den Dreier, musste sich aber letztlich mit der Punkteteilung bescheiden.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Schmandt, Runkel, Frank, Schmidt, Priebe, Parson, Wiertelorz (65. Bathomene), N. Wagner (57. Dechert), Klan, Semmler.

SG Oberliederbach: Asmeron; Öztürk, Weller, Azakir, Sanfratello, Walentowitz, Schlierbach, Karrer (85. T. Iyasere), Pinto Dias, Fouad, Piazza (74. Müller).

Tore: 0:1 Karrer (1.), 0:2 Pinto Dias (21.), 1:2 Parson (41.), 2:2 Semmler (48.), 2:3 Walentowitz (53.), 3:3 Dechert (81.). - Schiedsrichter: Wahl (Schöffengrund). - Zuschauer: 70. - Gelbe Karte: Müller (Oberoliederbach).

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»Die machen den Elfer rein – und wir nicht«

Quelle: Gießener Allgemeine, 22.08.11

(fro) Auch beim zweiten Sportkreis-Derby innerhalb einer Woche musste die TSG Wieseck in der Verbandsliga Mitte am Samstag eine 0:2-Niederlage quittieren.

Nachdem man zuletzt beim VfB 1900 Gießen unterlegen war, zog die Elf von TSG-Trainer Ottmar Wagner auch im Heimspiel gegen Aufsteiger SC Teutonia Watzenborn-Steinberg vor 250 Zuschauern den Kürzeren. Marco Semmler und Moritz Schmandt erzielten die Tore für die Elf um Spielertrainer Gino Parson. Aus der numerischen Überlegenheit nach der Roten Karte von Richy Zimmermann konnte die Wagner-Elf 65 Minuten lang kein Kapital schlagen. Die größte Ausgleichschance für die insgesamt zu harmlosen Hausherren vergab Steven Hassler, der mit einem Strafstoß an SC-Ersatzkeeper Stefan Gros scheiterte. Wieseck-11.jpg

»Wir haben heute in der Defensive unheimlich gut gearbeitet. In Unterzahl hat die Mannschaft überragend gekämpft und sich den Sieg verdient«, erklärte Parson nach dem Spiel. »Der SC hat mehr Leidenschaft gezeigt. Wir haben es in den entscheidenden Phasen dagegen nicht geschafft, ein Tor zu machen. Die machen den Elfer rein – und wir nicht. Das war der Unterschied«, meinte Wagner.

TSG Wieseck - SC Teutonia  0:2

Ottmar Wagner hatte Waymon Brazill auf die linke Außenposition der Viererkette gestellt. Der TSG-Neuzugang konnte die erste Gäste-Gelegenheit vereiteln, als er gegen den von Michael Bathomene mit einem Diagonalpass in Szene gesetzten Richy Zimmermann in letzter Sekunde zur Ecke rettete (12.). Zudem sollte Jan Ebersohn der TSG-Abwehr in der Innenverteidigung Stabilität geben. Der Wiesecker Co-Trainer musste sich aber nach einer Viertelstunde von Andreas Klan düpieren lassen. Von der Grundlinie passte der ehemalige TSG-Spieler in den Rücken der Abwehr, wo Kadri Taskin Richy Zimmermann regelwidrig am Torschuss hinderte. Schiedsrichter Pascal Tropper entschied auf Strafstoß, den SC-Torjäger Marco Semmler sicher zum 1:0 für die Gäste verwandelte. Ein abgefangener Freistoß von Andreas Klan war der Ausgangspunkt für einen TSG-Konter. Ein langer Befreiungsschlag brachte Steven Hassler auf der rechten Seite in Position. Nach dessen Querpass trafen sich erneut die Wege von Kadri Taskin und Richy Zimmermann, nun aber mit umgekehrten Vorzeichen. Zimmermann foulte, Taskin fiel – und da der SC-Akteur in dieser Situation eine klare Torchance als letzter Mann vereitelt hatte, war die Entscheidung klar: Rot für Zimmermann und Strafstoß für die TSG. Routinier Steven Hassler legte den Ball auf den Kreidepunkt, lief an und scheiterte am auf die richtige Ecke spekulierenden SC-Keeper Stefan Gros, der für den beruflich verhinderten Stammkeeper Dominik Wagner zwischen den Pfosten stand (25.). In der Folgezeit hatten die Hausherren ihre beste Phase, doch die TSG schaffte es weder bei der Dreifachchance von Volkan Vural, Candia Kevin Tomicic und Sebastian Kraft, die in der vielbeinigen SC-Abwehr hängen blieben (35.), noch beim Kopfball von Yannik Mohr, den Andreas Klan ebenfalls per Kopf auf der Linie abwehrte (36.), den Ball im SC-Netz unterzubringen. Ein Nachschuss von Brazill ging knapp am Pfosten vorbei.

Eine Kombination über Gino Parson und Moritz Schmandt brachte Marco Semmler zu Beginn der zweiten Halbzeit in gute Schussposition. TSG-Keeper Julian Hilbert sprang dem SC-Mittelstürmer aber entschlossen entgegen und wehrte den Ball ab (48.). In der Folge litt der Spielfluss durch zahlreiche Nickligkeiten auf beiden Seiten. Ein Rückpass auf Torwart Gros hätte fast zum Ausgleich für die TSG geführt. Der SC-Keeper vertändelte das Leder gegen Volkan Vural, der das Leder in Richtung Tor lenkte. Hier setzten beide Spieler im Kampf um die entscheidenden Zentimeter nach. Stefan Gros war dabei die berühmte Fußspitze eher am Ball und konnte seinen Fehler gerade noch selbst wiedergutmachen (51.). 20 Minuten vor dem Ende der Partie fiel dann die Vorentscheidung. Hendrik Dechert hatte Gino Parson auf der linken Seite in Szene gesetzt. Die Flanke des Spielertrainers fand Moritz Schmandt am langen Pfosten, der den Ball zum 2:0 einköpfte. Damit war der Sack zu, denn die TSG war nach vorne in der zweiten Halbzeit einfach zu harmlos. Auch Volkan Vural sollte in der Nachspielzeit per Freistoß kein Treffer mehr gelingen, denn Stefan Gros hielt auch diesen Schuss und krönte damit seine gute Leistung (90.+3).

TSG Wieseck: Hilbert; Musoke, Yannik Mohr, Ebersohn, Brazill (ab 80. Kurt), Sebastian Kraft, Schellhaas (ab 60. Zimmer), Vural, Taskin (ab 31. Schaak), Steven Hassler, Tomicic.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Gros; Bathomene, Runkel, Schmidt-Weichmann, Frank, Priebe, Gino Parson, Schmandt (ab 81. Wiertelorz), Klan (ab 41. Dechert), Zimmermann, Semmler (ab 72. Iyasere).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Tropper (Haina). – Zuschauer: 250. – Torfolge: 0:1 (15.) Semmler (Foulelfmeter), 0:2 (70.) Schmandt. – Gelbe Karten: Yannik Mohr, Taskin – Zimmermann, Semmler. – Rote Karte: Zimmermann (25.) wegen Notbremse. – Bes. Vorkommnis: Stefan Gros hält Foulelfmeter von Steven Hassler (25.).

Den Sieg noch aus der Hand gegeben

Quelle: Gießener Allgemeine, 15.08.11

(ms) Marco Semmler saß ausgepumpt auf dem Rasen, Spielertrainer Gino Parson hingegen suchte sich erst mal abseits des Spielfeldes ein ruhiges Plätzchen, um das gerade Erlebte Revue passieren zu lassen.

biebrich-11.jpgBis in die Nachspielzeit führte sein SC Teutonia Watzenborn-Steinberg im Verbandsliga-Heimspiel gegen den FV Biebrich 02 mit 2:1, ehe durch eine Unachtsamkeit in der Nachspielzeit der greifbare Erfolg doch noch aus den Händen glitt. Praktisch mit der letzten Aktion der Begegnung war es Orkun Zer gewesen, der seinen Farben mit seinem Treffer zum 2:2 einen Punkt bescherte. »Wir waren nicht cool genug. Wir haben die Chancen zum 3:1 und machen es nicht – und dann geben wir den Sieg aus der Hand«, erklärte der frustrierte Spielertrainer des Aufsteigers.

SC Teutonia - FV Biebrich 02     2:2

Vor rund 200 Besuchern entwickelte sich ein Spiel mit hoher Intensität. Nur wenige Sekunden waren nach dem Anpfiff vergangen, da verhinderte Teutonia-Schlussmann Dominik Wagner bereits einen möglichen Rückstand, als er nach einem Schuss des Biebrichers Yuya Okuda im letzten Moment die Fäuste noch hochreißen konnte. Erstmals aufhorchen ließen die Gastgeber nach acht Minuten, als sich Richy Zimmermann versuchte, doch FV-Keeper Tekin war zur Stelle. Geprägt war die Begegnung in der Folgezeit von vielen kleinen Nickligkeiten und Fouls der rustikalen Sorte, so dass der Spielfluss darunter litt. Vorteile besaßen aber zunächst die Gäste – vor allem dank Spielertrainer Engin Özdemir. Der 42-Jährige Ex-Profi stellte immer wieder seine Klasse mit gescheiten Zuspielen unter Beweis. Das 1:0 der Gäste ging dann aber zur Hälfte auf das Konto von Okuda, der nach 19 Minuten Volkan Zer bediente, der zur Führung traf. Doch die Antwort der Pohlheimer folgte umgehend. Nach feinem Pass von Moritz Schmandt war es Gino Parson, der mit links zum Ausgleich traf. Nach 38 Minuten war die Begegnung dann für Engin Özdemir beendet. Nach einem Foul von Tim Schmidt-Weichmann musste der »Chef« der Gäste raus. »Die Bänder sind kaputt«, so Özdemir, der fortan die Partie von seinem Trainerstuhl verfolgte.

Kurz nach der Pause schäumten dann Özdemir und Co.. Tim Maurer hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, wurde aber aber am rechten Strafraumeck kurz vor der Torauslinie von Michael Bathomene regelwidrig gestoppt. Der Schiedsrichter-Assistent wollte aber kein Foul gesehen habe, ebenso Referee Thorsten Eick (Eifa), der weiterspielen ließ. Eine Fehlentscheidung. Das Spiel lief weiter, und anschließend wurde Moritz Schmandt böse von den Beinen geholt – es gab Freistoß. Der wurde vor das Tor der Biebricher geschlagen, Marco Semmler, der nicht gerade einen seiner besten Tage erwischt hatte, setzte sich energisch durch. Der Ball passierte ihn jedoch und landete bei Richy Zimmermann – und der vollendete zum 2:1 (52.). Mit dem einsetzenden Regen war noch mehr Kampf angesagt, die Biebricher machten jetzt mehr Druck, doch der Ausgleich wollte sich nicht einstellen. So verpasste beispielsweise Okuda das mögliche 2:2.

Auf der Gegenseite boten sich den Pohlheimern mit zunehmender Spielzeit mehr und mehr Konterchancen, doch es mangelte an der letzten Konsequenz. Semmler und Zimmermann verpassten die Entscheidung, wie auch dann Niklas Wagner, der nach Vorarbeit von Gino Parson das Leder ans Lattenkreuz setzte. Als der Unparteiische dann noch drei Minuten Nachspielzeit anzeigte, setzte der Gast alles auf eine Karte. Schließlich war es ein langer Ball, der Orkun Zer fand. Und da Dominik Wagner nicht aus dem Tor kam, hatte der FV-Torjäger keine Mühe, um das Leder ins lange Eck zu jagen. Konsternierte Gesichter bei der Teutonia, Freude pur bei den Biebrichern, die für ihre Aufholjagd belohnt wurden. Der Aufsteiger hingegen muss sich mangelnde Cleverness vorwerfen lassen, denn Chancen waren genug vorhanden, um den Sack vorzeitig zuzumachen.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Dominik Wagner; Bathomene, Frank, Runkel, Koch, Schmidt-Weichmann (ab 46. Priebe), Schmandt (ab 67. Niklas Wagner), Parson, Klan (ab 80. Dechert), Zimmermann, Semmler.

FV Biebrich 02: Tekin; Löbelt, Sengün (ab 85. Meurer), Östereich, Maurer, Maus, Pilger, Özdemir (ab 38. Yilmaz), Okuda, Orkun Zer, Volkan Zer.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Eick (Eifa). – Zuschauer: 200. – Torfolge: 0:1 (19.) Volkan Zer, 1:1 (21.) Parson, 2:1 (55.) Zimmermann, 2:2 (90.+2) Orkun Zer. – Gelbe Karten: Schmidt-Weichmann, Zimmermann, Dechert – Maurer, Maus, Pilger, Orkun Zer.

Watzenborn-Steinberg verkauft sich in Braunfels gut, geht aber leer aus - Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit

Quelle: Gießener Anzeiger, 11.08.11

BRAUNFELS/GIESSEN (jcs). Gut verkauft hat sich der Liganeuling SC Teutonia Watzenborn-Steinberg bei einem der Aufstiegsfavoriten, vor allem in der zweiten Halbzeit. Doch etwas Zählbares sprang dabei für die Elf von Spielertrainer Gino Parson nicht heraus. Vor allem deshalb nicht, weil die Pohlheimer kein Mittel gegen den Braunfelser Torjäger Sebastian Schäfer fanden und in den ersten 45 Minuten mit hohen Flanken in den Strafraum keinen Erfolg hatten.

FSV Braunfels - SC Teutonia Watzenborn-Steinberg 3:1

„Wir haben in der ersten Halbzeit nicht das gespielt, was wir normalerweise spielen. Braunfels war hinten kompakt und hat einfach einen pragmatischen, makellosen Fußball gespielt. Die waren immer pfeilschnell vorne“, bemerkte Watzenborns Pressesprecher Carsten Größer nach der 1:3-Niederlage der Teutonen.

In der 13. Minute hatte FSV-Goalgetter Sebastian Schäfer zum ersten Mal zugeschlagen, erhöhte in der 26. Minute auf 2:0. In der Folgezeit zeigten sich die Gäste zwar bemüht, mit den hohen Bällen, die Watzenborn immer wieder in Richtung Strafraum schlug, hatten die robusten, großen Abwehrspieler des FSV Braunfels jedoch keine Probleme. In den ersten 45 Minuten hatte der Aufsteiger nicht eine nennenswerte Torchance zu verzeichnen.

Die fehlenden Impulse im Spielaufbau hatte SC-Spielertrainer Gino Parson bereits nach einer halben Stunde zum Anlass genommen, um sich selbst sowie seinen Zehner Andreas Klan einzuwechseln.

Dies zeigte in der ersten Hälfte noch keine Wirkung, wohl aber nach dem Seitenwechsel. Watzenborn war nun kombinationsstärker und machte mehr Druck. In der 66. Minute hatte Richy Zimmermann das erste SC-Tor schon auf dem Fuß, schoss aber knapp über das Braunfelser Gehäuse. Zwei Minuten später war es soweit: Nach einer Ecke von Zimmermann war Evgenij Priebe zur Stelle und setzte den Ball links unten zum 1:2-Anschluss ins gegnerische Tor. In den folgenden Minuten drückte der SC Teutonia auf den Ausgleich, lief jedoch in der 77. Minute ins offene Messer, als Manuel Jung einen Konterangriff der Gastgeber zum 3:1 abschloss. Trotz einer gelb-roten Karte gegen Zimmermann (80.) gaben sich die Pohlheimer nicht auf, nach einer verpassten Chance durch Schmidt-Weichmann (85.) war jedoch die Luft raus.

FSV Braunfels: Steinbrenner; Schmidt, M. Jung, Dinkel (62. Gojanaj), P. Jung, Schug, Kretschmann (46. Dragusha), Winch, Desch (46. Wachter), Fürbeth, Schäfer

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Runkel, Bathomene (57. Iyasere), Schmidt-Weichmann, Frank, Schmandt, Zimmermann, N. Wagner (32. Parson), Priebe, Wiertelorz (32. Klan), Semmler

Tore: 1:0 (13.) Schäfer, 2:0 (26.) Schäfer, 2:1 (68.) Priebe, 3:1 (77.) M. JungSchiedsrichter: Wiebe (Niedernhausen) - Gelb-Rote Karte: Zimmermann (80., Watzenborn-Steinberg)

Gino Parson bringt die Wende

Quelle: Gießener Allgemeine, 06.08.11

(fro) Ederberglands Abteilungsleiter Horst Kziuk wusste es schon vorher: »Bei Spielen des FC fallen viele Tore«. Er lag richtig. Am Ende der ereignisreichen 90 Minuten stand ein 4:3-Erfolg für Aufsteiger SC Teutonia Watzenborn-Steinberg zu Buche, der damit den ersten Heimsieg feiern konnte.

Ein verschossener Handelfmeter durch David Klimek, zwei Gelb-Rote Karten für die Gäste sowie die Verletzung von Klimek, der mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausschied, waren die weiteren Höhepunkte der Partie. Aus der SC-Elf ragten Gino Parson mit einem Tor und zwei Vorlagen sowie Doppeltorschütze Marco Semmler heraus. Bei den Gästen wusste der pfeilschnelle Felix Nolte mit zwei Toren zu gefallen.

»In der Halbzeit bin ich laut geworden, weil wir nach dem 1:1 angefangen haben zu bibbern. Nach einer knappen Stunde konnte ich nicht mehr auf meinem Stuhl sitzen. Ein großer Dank an Physiotherapeut Jahan Golidj. Seine Wunderhände haben meinen Einsatz ermöglicht«, sagte Parson. Bei Gästetrainer Wolfgang Werth fiel die Analyse nüchterner aus: »Die Niederlage war überflüssig. Nach dem 1:3 war der SC mausetot, und wir haben es versäumt nachzulegen. Durch die Auswechslung von Dennis Reitz, der eine Zerrung hatte, haben wir die Ordnung verloren«.

In einer an Chancen armen ersten Halbzeit war es der individuellen Klasse der Torschützen zu verdanken, dass die 130 Zuschauer drei Tore sahen. Den Auftakt machte Niklas Wagner, der nach Pass von Andreas Klan für die frühe SC-Führung sorgte (4.). FC-Spielmacher Dogan Citlak traf dann zum Ausgleich, indem er einen Freistoß über die Mauer zirkelte, von der Latte sprang der Ball ins Tor (23.). Kurz vor der Pause narrte Nolte dann zwei SC-Verteidiger und schob aus 16 Metern zum 1:2-Pausenstand ein (43.).

Nach dem Wechsel beorderte Parson den gelernten Stürmer Dennis Frank nach vorne und agierte fortan mit zwei Spitzen. Semmler vergab nach Zuspiel von Wagner eine dicke Chance (50.). Seine enorme Schnelligkeit konnte Nolte dann ausspielen, als er den Ball kurz vor dem Aus über Tim Schmidt-Weichmann spitzelte und dann auf das SC-Tor zustrebte. Der Rest war Formsache: 1:3 (54.). Parson reagierte und brachte sich für den abgetauchten Andreas Klan sowie kurz darauf Richy Zimmermann.Wuerges-11.jpg

Dies sollte der entscheidende Schachzug sein. Allerdings spielte den Hausherren auch die Verletzung von Innenverteidiger Reitz in die Karten, da der FC in der Abwehr ohne ihn abbaute (59.). Zimmermann brachte einen Ball mit letztem Einsatz von der Grundlinie zur Mitte, wo Parson per Flugkopfball den Anschlusstreffer markierte (63.). Als Nolte der Ball nach einem Klimek-Freistoß an die Hand sprang, gab es Elfmeter. FC-Keeper Bastian Tihanyi ahnte die Ecke und wehrte den Strafstoß von Klimek ab (67.). Nun wurde die Partie hektischer. Die Fouls häuften sich, an der Seite kochte die Stimmung hoch. Nachdem Semmler eine Großchance liegengelassen hatte (71.), war er nach einem Querpass von Moritz Schmandt zur Stelle und drückte das Leder zum 3:3 über die Linie (73.). Als Klimek nun verletzt vom Platz musste, agierte der SC in den letzten zehn Minuten in Unterzahl. Dennoch gelang Semmler der 4:3-Siegtreffer, als er einen Querpass von Parson ins Netz stocherte (85.). Am Ende mussten Felix Nolte (88.) und Dominik Karge (90.) nach Frustfouls vom Platz.

W.-Steinberg: D. Wagner; Bathomene, Schmidt-Weichmann, Klimek, Frank, Priebe, Dechert (46. Runkel), Schmandt, Klan (56. Parson), N. Wagner (59. Zimmermann), Semmler.

Ederbergland: Tihanyi; Biesenthal, Koch, Schneider, Schweizer, Reitz (59. Hoffmann), Karge, Citlak, Arsenio Sabino, Eickhoff, Nolte.

Stenogramm: SR: Martenstein (Cölbe). – Z.: 130. – Tore: 1:0 (4.) N. Wagner, 1:1 (23.) Citlak, 1:2 (43.) Nolte, 1:3 (54.) Nolte, 2:3 (63.) Parson, 3:3 (73.) Semmler, 4:3 (85.) Semmler. – Gelb-Rot: Nolte (88.), Karge (90.). – Bes. Vork. Tihanyi hält Elfmeter von Klimek (67.).

Bildergalerie vom Spiel Würges - SC Teutonia auf  flw24.de:   anzeigen

Engagierte Vorstellung wird mit erstem Sieg belohnt

Quelle: Gießener Anzeiger, 03.08.11

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg düpiert Hessenliga-Absteiger Würges mit reifer Leistung

WÜRGES (di). Aufsteiger SC Teutonia Watzenborn-Steinberg ist in der Verbandsliga angekommen. Gestern siegte der Neuling mit 4:2 (2:1) beim weiterhin punktlos bleibenden Hessenligaabsteiger RSV Würges. Für den mit einer 1:2-Niederlage gestarteten Neuling war es der erste Dreier in der neuen sportlichen Umgebung.

Watzenborn-Steinberg hätte durchaus höher gewinnen können. Gemessen an den sich bietenden Torgelegenheiten hätte der Neuling sogar noch deutlicher gewinnen können. Entscheidend für den Erfolg des Aufsteigers waren drei Dinge: In der Defensive waren die Gäste ungleich besser aufgestellt, im Offensivbereich wesentlich torgefährlicher und zudem gewannen sie das Gros der Zweikämpfe. „Wir haben diesen Sieg unbedingt gewollt. Wir haben ungleich mehr in das Spiel investiert als Würges. Meine Mannschaft hat eine tolle Vorstellung abgeliefert und die Gegentore prima weggesteckt“, war der Spielertrainer des SC Teutonia, Gino Parson, voll des Lobes über die engagierte Vorstellung seiner Schützlinge.

Der Neuling, der gegenüber dem 1:2 gegen den FC Eddersheim diesmal mit Tim Schmidt-Weichmann und Niklas Wagner in der Anfangsformation begann, legte bei dem ersten Kräftemessen der beiden Clubs unbeschwert los und deckte frühzeitig die elementaren Schwächen im Defensivverhalten der Platzherren auf.

RSV Würges - SC Teutonia Watzenborn-Steinberg 2:4

Die Würgeser Hintermannschaft, eigentlich der routinierteste Mannschaftsteil in der neuen RSV-Formation, glich phasenweise einem Panikorchester. Dass die „Roten“ bei Halbzeit nur mit einem Treffer zurück lagen, war weniger der eigene Verdienst, sondern lag primär an der fehlenden Kaltschnäuzigkeit der Pohlheimer. Die Männer in Grün-Weiß gingen nämlich ausgesprochen großzügig mit den sich bietenden Chancen um. In der 21. Minute, also direkt nach dem Würgeser 1:1, versiebte der Ex-Waldgirmeser Moritz Schmandt gleich zwei faustdicke Möglichkeiten binnen weniger Sekunden. Zweimal zischte das runde Leder nur knapp am rechten Würgeser Torpfosten vorbei.

Den langen, recht unkonventionell zu Werke gehenden Ex-Birklarer Marco Semmler bekam der RSV überhaupt nicht unter Kontrolle. Für die Gastgeber mag es ein schwacher Trost sein, dass der zum 1:1-Gleichstand führende Treffer das schönste Tor des Abends war. Der lange Freistoß von Artug Özbakir wurde von Erik Lederer zum frei stehenden Ersin Kizarmis weiter geleitet. Der Ex-Unterliederbacher hatte wenig Mühe das Leder vorbei an SC-Tormann Dominik Wagner im Gehäuse unterzubringen. Glanztaten brauchte der frühere Wiesecker nicht zu verrichten. Das wiederum spricht für die konsequente Abwehrarbeit seiner Vorderleute. Den einzigen Minuspunkt kassiert der Gast außerhalb des Spielfeldes. Die Rückennummern auf den Trikots waren kaum zu deuten.

RSV Würges: Hisenay; Baum, Özbakir, Szekely (46. Brands), Leopold (74. Abbas) - Baier, El -Allali - Bauschke, Kühnel, Kizarmis - Lederer (84. Kramke)

SC Watzenborn-Steinberg: Dominik Wagner; Frank, Klimek (66. Koch), Schmidt-Weichmann, Bathomene - Dechert, Priebe (59. Parson) - Schmandt, Moritz Wagner - Klan (68. Zimmermann), Semmler

Schiedsrichter: Reisert (Rödermark) - Zuschauer: 250 - Tore: 0:1 (14.) Dechert, 1:1 (20.) Kizarmis, 1:2 (37.) Semmler, 2:2 (56.) Leopolf, 2:3 (58.) Schmidt-Weichmann, 2:4 (83.) Semmler - Schiedsrichter: Reisert (Rödermark) - Zuschauer: 250 - Gelbe

Teutonen zahlen bitteres Lehrgeld

Quelle: 01.08.2011 - Gießener Anzeiger

Liganeuling macht 80 Minuten viel richtig und steht doch mit leeren Händen da - Chaos nach Ausgleich in der 80. Minute

WATZENBORN-STEINBERG. „Das ist die Verbandsliga. Daraus müssen wir lernen“, befand Gino Parson, Spielertrainer des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, nach dem Auftakt zur Verbandsliga-Spielzeit 2011/12. Kurz zuvor hatte der Aufsteiger eine unnötige 1:2 (1:0)-Heimniederlage gegen den FC Eddersheim hinnehmen müssen. Unnötig deshalb, weil die Pohlheimer bis in die Schlussphase kaum in die Verlegenheit kamen, ihren 1:0-Vorsprung noch aus der Hand zu geben. Denn vor dem späten Ausgleich wurde Keeper Dominik Wagner lediglich einmal ernsthaft auf die Probe gestellt.

Ein kleines Manko beim Liganeuling: In den zweiten 45 Minuten lief in der Vorwärtsbewegung teils zu wenig, einige Angriffe spielte der SC nicht konsequent genug aus.

Im ersten Durchgang sahen die 150 Zuschauer eine zähflüssige Begegnung. Beide Seiten agierten nervös und mit einigen leichten Fehlern im Aufbau, wobei die Platzherren im Mittelfeld spieltechnisch versierter wirkten. Und so gehörte ihnen auch die wenigen halbwegs für Aufregung sorgenden Torraumszenen bis zum Seitenwechsel.

Teutonia Watzenborn-Steinberg - FC Eddersheim 1:2

Während Marco Semmlers Abschluss zu schwach geriet (21.), bugsierte Richy Zimmermann acht Minuten darauf den Ball neben den Pfosten. Kurios und wohl nicht beabsichtigt war dann das 1:0 von Zimmermann, dem in der 32. Minute eine Hereingabe derart verunglückte, dass sich die Kugel als Bogenlampe über Torwart Maximilian Filz hinweg ins lange Eck senkte.

Bei dieser knappen Führung blieb es, da es Michael Bathomene (42.) und Semmler (45.) bei ihren Versuchen an der nötigen Durchschlagskraft fehlte.

Auch Abschnitt zwei begann zunächst vielversprechend für Parsons Mannen. Schlitzohr Zimmermann schaffte es fast, Fitz aus 40 Metern zu überraschen (46.) und wurde in der 47. Minute erst im letzten Moment abgeblockt. In der Folge jedoch hielt sich der Zug zum Tor jedoch in Grenzen. Das galt ebenfalls für die Eddersheimer, von denen im Offensivbereich nach wie vor kaum Gefahr ausging. Die Ausnahme bildete die 55. Minute, als Wagner den Aufsetzer von Marc Breul entschärfen musste.

Watzenborn war dem 2:0 nahe, doch in aussichtsreicher Position zog Evgenij Priebe nicht ab, sondern legte das Spielgerät nochmals quer, womit sich diese Chance erledigt hatte. Stattdessen gelang dem FC Eddersheim das 1:1. Marko Verkics Kopfstoß knallte an die Latte, Breul staubte erfolgreich ab (80.).

„Danach hatten wir Chaos“, bescheinigte Parson seinen Schützlinge ihm Anschluss mangelnde Ordnung, vor allem in der Rückwärtsbewegung und im Defensivverhalten. Die Ordnung vermochte auch der Spielertrainer durch seine eigene Einwechslung in der 84. Minute nicht mehr so recht herzustellen.

Die Gäste nutzten dieses Durcheinander in der 87. Minute zum Siegtreffer. Die linke Abwehrseite ließ die scharfe Flanke von Niklas Rottenhau zu, die Wagner nur in die Mitte abwehren konnte. Bathomene blockte einen ersten Schussversuch ab, allerdings setzte Sebastian Metzger nach und bescherte Eddersheim den dreifachen Punktgewinn.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: D. Wagner; Bathomene, Frank, Runkel, Klimek, Schmandt, Priebe, Dechert (84. Parson), Zimmermann, Klan (62. N. Wagner), Semmler (75. Wiertelorz).

FC Eddersheim: Filz; Grüll, Verkic, Dietz, F. Rottenau, Breul, Hecker (69. C. Rottenau), Metzger, Pitas (64. Rottenhau), Schuster, Antinac (75. Kleefeldt).

Tore: 1:0 Zimmermann (32.), 1:1 Breul (80.), 1:2 Metzger (87.). - Schiedsrichter: Rabe (Münchhausen). - Gelb-rote Karte: F. Rottenau (90.+1/Eddersheim). - Gelbe Karten: Klan, Runkel/Hecker. - Zuschauer: 150.


Quelle: Gießener Anzeiger, 28.07.2011

Liganeuling behält alle Schlüsselspieler aus der Aufstiegsmannschaft - Starke Neuzugänge

Von Thomas Suer

GIESSEN. Als dem SC Teutonia Watzenborn-Steinberg 2006 erstmals der Sprung gelang, dauerte die Zugehörigkeit zur Verbandsliga Mitte nur zwei Jahre an. In der am Samstag beginnenden Saison 2011/12 folgt nun der zweite Versuch der ambitionierten Pohlheimer, sich in Hessens zweithöchster Spielklasse längerfristig zu etablieren. Und die Voraussetzungen für dieses Unterfangen stehen gut. Zum einen, weil alle Schlüsselspieler aus der Aufstiegsmannschaft um Evgenij Priebe, David Runkel, Richy Zimmermann, Andreas Frank und Andreas Wiertelorz gehalten werden konnten. Zum anderen, da sich die Namen der Neuzugänge mehr als sehen lassen können.Mannschaft-11-12-kl.jpg

Moritz Schmandt (SC Waldgirmes), Marco Semmler, Jan Koch (beide SG Birklar), David Klimek, Dominik Wagner, Niklas Wagner und Andreas Klan (alle TSG Wieseck) verfügen allesamt über die nötige Erfahrung in der Verbandsliga und verschärfen den Konkurrenzkampf im ohnehin bereits starken Kader. Kein Wunder, dass sich Spielertrainer Gino Parson selbstbewusst zum Saisonziel äußert: „Ich habe mich früh hingesetzt und mich gefragt: Wo fehlt es, wo hapert es noch? Schon im März habe ich dann angefangen zu telefonieren und alle bekommen, die ich angesprochen habe. Was wir gekriegt haben, ist super. Sicher habe ich auch ein wenig davon profitiert, dass es bei den Wieseckern etwas chaotisch lief. Wir haben nun eigentlich keine Mannschaft, die bis zum letzten Spieltag unten mitspielen muss. Wenn wir uns noch besser finden, können wir auch auf Platz zehn landen. Die Mannschaft ist ziemlich ausgeglichen und auf den einzelnen Positionen oft doppelt besetzt. Zudem gibt es einige Spieler, die auf mehreren Positionen spielen können. Wir können eine ordentliche Runde spielen und für die eine oder andere Überraschung sorgen. In der Vorbereitung haben wir die meiste Zeit gegen Hessenligisten gespielt und ich bin der Meinung, wir müssen uns nicht verstecken.“

Der 32-Jährige vertritt überdies die Überzeugung, dass dem SC der Ligaerhalt leichter fallen sollte als der Aufstieg aus der Gruppenliga: „Ich glaube, in einer Liga drinzubleiben ist einfacher. Wenn man aufsteigen will, gilt man immer als Favorit. Wenn man dagegen gegen den Abstieg spielt, kann es vorkommen, dass man unterschätzt wird.“ Dass der Weg zum Klassenverbleib gleichwohl keinen Spaziergang darstellen wird, weiß Parson natürlich. Und er ist sich dessen bewusst, dass er in seinem zweitem Jahr als Spielertrainer vor der neuen Herausforderung steht, mit seinem Team eine Etage höher womöglich Durststrecken überstehen zu müssen: „Wir werden sicher öfter verlieren. Das ist für mich eine neue Situation, aus der ich lernen muss.“ Neu an Parsons Seite ist Co-Trainer Philipp Heinemann, der ehemalige Coach der A-Jugend, womit eine wichtige Baustelle im Trainings- und Spielbetrieb der Watzenborner geschlossen wurde. „Ich habe öfter bei der Jugend zugeguckt und Philipp ein bisschen verfolgt. Er hatte dort eine gute Stellung. Es ist einfacher, dass draußen noch jemand ist, wenn ich mitspiele. Und im Training kann man sich viel intensiver mit einzelnen Mannschaftsteilen beschäftigen. Letzte Saison musste vieles im Kollektiv geschehen, vier Augen sehen zudem mehr als zwei“, erklärt Parson, der sich über kurz oder lang langsam vom Rasen an die Seitenlinie verabschieden möchte.

Trainer der Fußball-Verbandsliga Mitte gewähren Blick hinter Kulissen der Vorbereitungsarbeit

Quelle: 28.07.2011 - Gießener Anzeiger

Von Jens Schmidt

GIESSEN. Vor dem Start in die neue Saison der Fußball-Verbandsliga Mitte am Freitag trafen sich die Trainer Ottmar Wagner (TSG Wieseck), Gino Parson (SC Teutonia Watzenborn-Steinberg) und Matthias Hagner (VfB 1900 Gießen) zu einer äußerst lebhaften und illustren Gesprächsrunde in der Redaktion des Gießener Anzeiger. Neben der Einschätzung der Liga und der eigenen Mannschaft äußerte das Trio unisono den Wunsch nach mehr Zuschauern und bot interessante Einblicke hinter die Kulissen der Vorbereitungsarbeit. GAnz-280711.JPG

Kann man die drei Vereine einfach in eine Schublade stecken und behaupten: Der VfB will oben mitspielen, Wieseck den Status quo halten und Watzenborn als Liganeuling die Klasse halten?

Ottmar Wagner: „Man muss erst einmal die Bandbreite kennen, was in Wieseck überhaupt gelaufen ist. Wir hatten einen Kader von 27 Spielern für die letzte Runde. Von diesen 27 sind faktisch nur noch zwei übrig geblieben. Von den Aufwandsentschädigungen her sind wir am Ende der Fahnenstange. Dann einen adäquaten Kader zusammenzustellen, ist sehr schwer - mit dem Wissen, dass letztes Jahr bei der TSG Wieseck einiges schief gelaufen ist, was ja auch die Spieler wussten, denn die unterhalten sich ja auch untereinander. Mittlerweile bin ich etwas zuversichtlicher, weil wir noch den einen oder anderen Spieler an Land ziehen konnten. Wir haben eine Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern, die ich so noch nicht hatte. Der Jüngste ist 18, der Älteste 36.

Funktioniert dieses Gefüge denn?

Wagner: „Es funktioniert sehr gut, aber das Problem ist, das einige Spieler erst kurzfristig hinzugestoßen sind. Wir brauchen Zeit, um uns einzuspielen. In den letzten Trainingseinheiten lief es aber immer besser, die Truppe funktioniert auch im zwischenmenschlichen Bereich. Ich denke mal, das gibt für Wieseck eine sehr spannende Runde. Ich weiß wirklich nicht, wo der Weg hingeht.“

Matthias Hagner: „Der VfB 1900 Gießen war letzte Saison Zweiter. Ich denke nicht, dass sich die Mannschaft nun verschlechtert hat. Von der Zusammenstellung her wollen wir oben mitspielen. Es gibt von Vereinsseite her kein Muss. Wir machen uns diesen Druck nicht - da ist der VfB ja auch ein gebranntes Kind. Wir müssen nicht, sondern wollen etwas aufbauen. Wir wollen nicht von heute auf morgen in die Hessenliga und dann in zwei Jahren in die Regionalliga. Der VfB ist ein Verein, der große Möglichkeiten hat, bei dem aber auch viel Arbeit ansteht. Die zweite Mannschaft spielt in der B-Klasse, die Jugend hinkt der in Wieseck deutlich hinterher. Das sind alles Sachen, die zusammenwachsen sollen. Es soll etwas Nachhaltiges aufgebaut werden. Stefan Hassler hat hier in den letzten Jahren richtig gute Arbeit geleistet, darauf wollen wir aufbauen. Einen Topfavoriten gibt es meiner Meinung nach nicht, es sind sechs bis sieben Mannschaften, die aufsteigen können, teilweise auch wollen und das offensiv formulieren.“

Gino Parson: „Für uns gilt es natürlich, so früh wie möglich mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Ich glaube, dass wir sogar eine Mannschaft haben, die auf Platz zehn landen kann. Wenn sie sich während der Runde noch besser findet, was sie in der Vorbereitung eigentlich schon ganz gut gemacht hat. Das hängt natürlich davon ab, wie es verletzungsbedingt aussieht oder wer generell anwesend ist oder nicht. David Klimek ist zum Beispiel nur die ersten sechs Wochen da, ein ganz wichtiger Mann für die Abwehr. Danach ist er studienbedingt in England und fällt bis zum Winter aus. Aber insgesamt haben wir schon eine ganz gute Mannschaft. Wir können durchaus in der Runde für die eine oder andere Überraschung sorgen.“

Die Vorbereitung verlief recht unterschiedlich, der VfB nahm an einigen Turnieren teil, Wieseck hingegen nicht.

Hagner: „Die beiden Turniere, die wir gespielt haben, haben mir nicht so gut ins Programm gepasst, waren aber schon vor meinem Amtsantritt ausgemacht. In Beltershausen waren wir Titelverteidiger, da fährt man selbstverständlich aus Anstand wieder hin. Bauerbach war auch schon vorher ausgemacht. Die Anstoßzeiten, 17.30 Uhr, da waren 80 Prozent meiner Spieler noch berufstätig, da kann ich auch von keinem erwarten, dass er sich für solche Spiele Urlaub nimmt. Wir sind mit elf Spielern nach Bauerbach gefahren. Wir mussten da viel improvisieren, aber wir haben das Beste daraus gemacht. Ich bin bewusst etwas später in die Vorbereitung eingestiegen, weil die Jungs ja noch Relegation gespielt hatten. Wir hatten jetzt eine relativ kurze Vorbereitungszeit, die Spielwoche wird natürlich noch mal intensiv, auch danach wollen wir mit intensivem Training dranbleiben. Auch wenn das im August mit den ganzen englischen Wochen schwierig wird.“ Wagner: „Mangels Masse fand bei uns nicht viel statt. Am Anfang sah es ja ganz schlecht aus, die Leute kamen ja erst nach und nach. Deswegen mussten wir das Turnier in Watzenborn absagen. In Großen-Buseck hätte ich gerne teilgenommen, aber ich hatte einen 18er-Kader, von dem nur neun Spieler an diesem Termin Zeit gehabt hätten. Zwei von diesen neun waren Torleute. Da ja auch die komplette zweite Mannschaft in Wieseck zusammengebrochen war, wussten wir zu diesem Zeitpunkt auch noch überhaupt nicht, ob wir eine zweite Mannschaft stellen können. Das sieht jetzt wieder besser aus. Ich möchte nicht, dass man auf so ein Turnier fährt und sieben, acht Stück eingeschenkt bekommt. Denn dann haben die anderen Mannschaften bei dem Turnier auch keine Lust mehr. Deswegen mussten wir dieses Turnier leider kurzfristig absagen. Wir haben noch versucht, die A-Jugend dort zu aktivieren, die wäre auch dazu bereit gewesen, aber das wollte Großen-Buseck nicht. Wenn man zwei Tage vorher absagt, ist das natürlich bitter. Das hat mir auch leidgetan. Aber es ging nicht anders.“

Wie schwer war es, in Wieseck ein Team zusammenzustellen?

Wagner: Ich habe mit Leuten telefoniert, die kenne ich gar nicht. Die standen auf meiner Liste drauf, die kamen aber auch nie. Das ist anscheinend so eine Art Zeitgeist, gerade von jungen Leuten, geworden. Wenn sie irgendwo anders hingehen, können sie doch anrufen und sagen ‚Nein, ich habe vielleicht ein besseres Angebot‘ oder ‚Nein, ich mache das nicht‘. Aber sich gar nicht zu melden, damit komme ich ganz schlecht klar. Aber das ist mittlerweile gang und gäbe. Es gab Phasen, wo ich dachte: Was mache ich hier eigentlich? Dazu gibt es auch eine Vorgeschichte. Ich hatte ja auch ein Gespräch mit dem VfB 1900 Gießen, war eigentlich sicher, dass ich dahin gehe, habe dann aber aus unterschiedlichen Gründen doch abgesagt. Vorher hatte ich dem Wiesecker Abteilungsleiter gesagt: Wenn ich beim VfB 1900 Gießen absage, komme ich wieder nach Wieseck. Ich musste zu meinem Wort stehen, hätte aber nicht gedacht, dass es so schwierig werden würde. Ohne die Jugendabteilung der TSG wäre das ganze Ding zusammengebrochen.“

Sind bei der Zusammenstellung der Kader Wünsche offengeblieben?

Hagner: „Wir haben uns bewusst noch ein bis zwei Stellen offen gelassen. Ich habe einen 19er-Kader, ich teste nach wie vor Probespieler. Es kann also durchaus sein, dass ich im Laufe der Runde, wenn es passt, noch ein bis zwei Spieler holen werde. Ansonsten muss man in diesen Klassen improvisieren, da hatte ich ja nach dem Ende meiner Profikarriere eine ganz gute Lehrzeit in Wetzlar, als Spieler und auch in anderer Funktion. Was den Kader angeht, gab es eigentlich immer ganz klare Absprachen, wen ich behalten will, das hat auch im Großen und Ganzen geklappt.“

Gino Parson: „Bei uns liefen die Kaderplanungen relativ reibungslos. Ich muss natürlich sagen, dass wir ein wenig von Wieseck profitiert haben. Ich glaube, wenn es in Wieseck nicht so chaotisch gelaufen wäre, hätten wir diese Spieler nicht gekriegt. Weil das keine Spieler sind, die irgendwelche besonderen Wünsche haben, die wollen einfach nur kicken und wollen, dass es läuft. Das sind alles gute Jungs. Und ich glaube, das sind immer noch Wiesecker, auch wenn sie jetzt bei uns spielen. Schade, dass es für Wieseck so gelaufen ist, aber wir haben dadurch natürlich Glück gehabt. Dann haben wir noch Marco Semmler geholt, was ein bisschen schwieriger war, weil er eben, ich weiß es jetzt nicht, sagen wir mal 18 Jahre da in Birklar gespielt hat. Er ist ein emotionaler Typ, der sehr stark an seinen Verein gebunden ist, da musste ich eben ein bisschen öfter anrufen. Ich habe bereits im März angefangen, mit Spielern zu telefonieren. Dementsprechend waren wir auch schon recht früh fertig. Ich habe mir natürlich Gedanken gemacht, wo es bei uns noch gefehlt hat. Vielleicht hatten wir mit dem Zeitpunkt auch Glück, aber wir haben alle Spieler bekommen, die wir angesprochen haben.“

Hagner: „Ich hatte bei der Zusammenstellung des Kaders völlig freie Hand. Ich bin davon überzeugt, dass die Spieler, die ich mir ausgesucht habe, Qualität haben. Der eine oder andere, wie beispielsweise Marco Vollhardt, der eine lange Verletztengeschichte hinter sich hat, wir noch etwas Zeit brauchen. Vollhardt galt ja mal vor sieben, acht Jahren als Riesentalent, war bei Bayern München im Internat und hat bei Eintracht Frankfurt in der Jugend gespielt. Er ist ein richtig guter Fußballer, wir müssen halt sehen, dass wir ihn körperlich fit kriegen. Ich bin von seinen Grundqualitäten überzeugt. Nicht nur mit Andreas Baufeldt habe ich einen Topmann für die Offensive, der seine Torjägerqualitäten schon überall unter Beweis gestellt hat. Ich mache mir keine großen Sorgen, wer bei uns die Tore schießen soll.“

Vielleicht Sie selbst?

Hagner: Auch wenn man mir das nicht abnimmt: Ich habe keine Spielgenehmigung, der Pass liegt bei mir zu Hause in der Schublade, meine Karriere ist beendet. Es ist vorbei, und dabei bleibt es auch.“

Wagner: „Also ich spiele auch nicht mehr.“

Parson: „Ich spiele noch, werde mich aber immer mehr rausnehmen. Letztes Jahr hatten wir keinen Ersatz-Zehner, der die Position spielen konnte, da habe ich Richy Zimmermann einfach umgepolt. In der Klasse ging das auch noch. Jetzt haben wir aber mit Andreas Klan einfach einen echten Zehner. Das ist ein Unterschied, ob du einen rechten Flügelspieler auf die Zehn stellst oder eben einfach einen Zehner hast.“

In dreieinhalb Wochen ist fast schon ein Drittel der Vorrunde absolviert. Kann man sich auf so etwas vorbereiten?

Hagner: „Grundsätzlich nimmt das jeder hin, der gerne Fußball spielt. Wir werden das Training im August etwas reduzieren, um im Spiel frisch zu bleiben. Wenn ich noch Spieler wäre, würde ich mich freuen, denn ich spiele ja lieber, als dass ich trainiere.“

Mit welchem Zuschauerzuspruch rechnen Sie?

Hagner: „Das wird vom Erfolg abhängen. Natürlich werden in den Sommermonaten mehr Zuschauer kommen, als wenn es nasskalt ist. Dass die Klassen Hessenliga, Verbandsliga und Gruppenliga alle mit Zuschauerproblemen zu kämpfen haben, ist ja nichts Neues. Da muss man sich mal Gedanken machen und auch den einen oder anderen neuen Weg einschlagen, um der Bundesliga aus dem Weg zu gehen, die Anstoßzeiten flexibler gestalten. Ich hoffe, dass alle heimischen Vereine so erfolgreich wie möglich sind, damit wir bei den Derbys viele Zuschauer haben. Aber da gibt es keinen Maßstab und keine Vorgaben.“

Parson: „Bei uns ist jetzt die Euphorie noch vorhanden. Wir hätten uns allerdings als ersten Gegner den VfB gewünscht, das wäre ein Knaller gewesen. Warum der Klassenleiter das nicht gemacht hat, wissen wir nicht - im Marburger Bereich ging es ja auch. Eigentlich schade, denn jetzt spielen wir erst im September gegeneinander, da kann das Wetter wieder schlecht werden und dementsprechend die Zuschauerzahl zurückgehen. Ich hoffe, dass viele neugierige Zuschauer kommen werden, aber es ist eben ganz schwer gegen die Bundesliga anzukommen.“

Wer gehört zu den Favoriten?

Hagner: „Braunfels will zum Beispiel aufsteigen und hat das auch klar formuliert. Unterliederbach will schon seit fünf Jahren, die werden dieses Jahr auch wieder wollen. Auch den Traditionsverein SV Wiesbaden, ein Aufsteiger, muss man im Auge haben. Auch Eddersheim, Biebrich, Würges und Marburg traue ich den Aufstieg zu. Aber den einen Topfavoriten gibt es eben nicht.“

Wagner: „Das sehe ich auch so. Aber wir schauen nicht nach oben. Umgekehrt ist es sicherlich genauso, dass es sieben oder acht Mannschaften gibt, die gegen den Abstieg spielen werden. Das wollen wir natürlich vermeiden. Wenn uns das gelingt, wäre das eine Riesensache.“

Welche Rolle spielt das Umfeld?

Wagner: „Ich bin damals gegangen, weil ich mit gewissen Personen Schwierigkeiten hatte. Wir lieben alle den Fußball, ich bin mit Leidenschaft Fußballer. Aber es ist meine Freizeit und in meiner Freizeit möchte ich mit Leuten zusammenarbeiten, die auf meiner Wellenlänge sind. Dass damals nicht der Fall, es wurde auch gelogen. Jetzt sind wieder die Leute dabei, mit denen ich vor fünf Jahren angefangen hatte. Wir wollen wieder Vertrauen herstellen, damit die Spieler an das Glauben können, was ihnen erzählt wird. Das natürlich ein Prozess, der erst wachsen muss. Ich bin da kein Insider, aber in der letzten Saison ist einiges kaputt gegangen.“

Ist dies eine Saison der Lernprozesse?

Hagner: „Für mich sind das alles Lehrjahre. Es ist ja nicht so, dass ich jetzt sofort ein guter Trainer bin, nur weil ich ein paar Jahre Profifußball gespielt habe. Ich bin lernwillig und lerne dazu. Ich freue mich auf die Aufgabe, habe keine Angst davor, es bereitet mir viel Spaß. Ich werde meine Fehler machen, aber da muss man dann eben draus lernen.“

Parson: „Wir werden öfter verlieren als in der letzten Saison. Daraus kann man nur lernen. Das ist für mich neu. Letztes Jahr war natürlich schon der Druck da, es wurde über den Aufstieg gesprochen. Dieses Jahr werden wir nicht aufsteigen. Wenn man aufsteigen muss, geht man immer als Favorit ins Spiel. Wenn man gegen den Abstieg spielt, kann man bei dem einen oder anderen Spiel unterschätzt werden.“

Hagner: „Stefan Hassler hat den VfB vor Jahren in einer äußerst schwierigen Situation übernommen und Top-Arbeit geleistet. Wir wollen dieses Selbstvertrauen mitnehmen. Ich hoffe, dass die Spieler die Relegationsrunde vergessen können. Wir wollen uns an diesem zweiten Platz messen lassen, aber ich verspüre da überhaupt keinen Druck. Ein Verein wie der VfB mit seiner Tradition muss natürlich perspektivisch die Hessenliga im Auge haben, genauso vernünftig ist dann aber auch, sich kein Limit oder einen festen Zeitplan zu setzen. Das muss insgesamt zusammenwachsen.“

Was erwarten Sie vom Auftakt?

Hagner: „Wir freuen uns drauf. Absteiger Würges ist ein attraktiver Gegner, es ist noch nicht so lange her, dass der VfB zu Hause gegen Würges gespielt hat. Wir werden im Waldstadion spielen können, haben einen schönen Rahmen. Ich hoffe, dass das Wetter passt und auch ein paar Zuschauer kommen. Wann wir gegen wen spielen, ist für uns keine Ermessensgrundlage.“

Parson: „Wir haben ein brutales Auftaktprogramm, müssen uns aber auch nicht verstecken. Wir haben eine ordentliche Mannschaft und wenn wir unseren Rhythmus finden, dann wird es auch für den Gegner sehr schwer werden, gegen uns zu gewinnen. Aber bei den Gegnern, die wir in den ersten vier Spielen haben, kann es auch durchaus sein, dass wir da mal nichts holen. Ob alle Neuzugänge in der Anfangself stehen werden, weiß ich noch nicht. Wir sind ausgeglichen besetzt, auf vielen Positionen doppelt. Einige Spieler können auch auf mehreren Positionen eingesetzt werden.“

Wagner: „Ich schaue nicht auf die ersten sechs Spiele und überlege mir jetzt, wie viele Punkte wir dann haben müssen. Wir müssen uns wirklich von Spiel zu Spiel konzentrieren, damit wir den Anschluss nicht verlieren. Wir müssen uns von Woche zu Woche weiterentwickeln. Wir werden zunächst aus der Reaktion kommen und müssen in der Abwehr gut arbeiten, dann warten, bis die Konterchance kommt.“


 

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