zusammengefaßt von Gernot Schmitt und Reinhard Schmandt (nach Unterlagen von H.Schmandt, A.Pitz und K.Sames) 1926 - 31 | 1932 - 42 | 1945 - 56 | 1958 - 67 | 1970 - 76 | 1977 - 83 | 1984 - 87 | 1988 - 94 | 1995 - 96 | 1997 - 2000 1926 - 1931: Die Anfänge nach oben Am 1. November 1926 fanden sich acht junge Sportler zusammen mit dem Willen, den Sport zu heben und einen Fußballverein ins Leben zu rufen. In dem Wunsche, dass dem Verein noch viele Jahre beschieden sein mögen, schreiben wir die Gründer zur Erinnerung nieder: Ludwig Happel, Otto Fett, Robert Ruckelshausen, Ernst Happel, Heinrich Schmandt, Albert Knorr, Georg Buß, Otto Burger. So lautet ein Teil des Titelblattes des 1. Protokollbuches, überschrieben "Die Gründung des Fußballclubs Teutonia Steinberg". Noch im selben Monat November setzten die Fußball begeisterten jungen Männer ihr Vorhaben in die Tat um und organisierten ein Spiel gegen den FC Steinbach. Die Mannschaftsaufstellung bei diesem Spiel: Albert Knorr - Otto Burger, Robert Ruckelshausen - Georg Buß, Ernst Happel, Otto Fett - Heinrich Schmandt, Ludwig Happel, Otto Happel, Ludwig Buß, Otto Buß. Auch wenn nach diesem ersten Spiel einige Unstimmigkeiten auftraten, so war in den jungen Sportlern doch der Wunsch erwacht, ihren Sport künftig intensiver zu betreiben und zu diesem Zweck einen Verein zu gründen. Nahe liegend war es natürlich für diese jungen Männer, deren Treffpunkt im übrigen das Gasthaus "Zum Grünen Baum" im Ortsteil Steinberg war, sich als Gegner für das nächste Spiel eine Mannschaft aus dem Ortsteil Watzenborn auszusuchen, denn auch dort hatten sich zu jener Zeit Fußball spielende Männer zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen. Es wurden zwei Spiele vereinbart, wobei das Hinspiel am 2. Weihnachtsfeiertag ausgetragen wurde und einen unentschiedenen Ausgang nahm. Am Neujahrstag 1927 kam schließlich das Rückspiel zur Austragung, das vor einer bemerkenswert stattlichen Zuschauerkulisse ebenfalls unentschieden endete. Da in Ermangelung eines Sportplatzes die Ausübung des Wettkampfsports auf Wiesengelände - die Spiele wurden seinerzeit auf der Mockswiese ausgetragen - ab dem Frühjahr streng untersagt war, blieben die jungen Fußballer in der Folgezeit in ihrem Tatendrang weitestgehend zur Passivität verurteilt. Sie verlagerten ihre Anstrengungen auf eine andere Ebene und intensivierten die Bemühungen, den Boden für eine Vereinsgründung zu bereiten. So wurde ein Satzungsentwurf erstellt, der am 30. Oktober 1927 von zahlreich erschienenen Fußballfreunden im Gasthaus "Zur Wetterau" verabschiedet wurde. Dem damit aus der Taufe gehobenen neuen Verein gab man nach längeren Beratungen in Anlehnung an den bereits bestehenden Fußballclub Teutonia Steinberg bei Gedern ebenfalls den Namen "Teutonia" und als Vereinsfarben wurden zunächst die Farben Blau-Gelb ausgewählt. Unter diesen Farben trat der junge Verein dem Westdeutschen Spielverband bei und trug schon im Jahre 1928 seine ersten Verbandsspiele aus. Schon sehr bald konnten die Vereinsverantwortlichen - auf Otto Happel und Fritz Müller folgte schließlich im Spieljahr 1929/30 Heinrich Harnisch im Amt des 1. Vorsitzenden - erfreut registrieren, dass der neue Fußballverein eine starke Anziehungskraft auch und gerade auf Jugendliche ausübte und damit eine gesunde Basis für die Bildung einer Jugend- und Schülermannschaft gegeben war. Die 1. Mannschaft spielte zunächst in der B-Klasse, konnte aber besonders nach der Übernahme der Vereinsführung durch Heinrich Harnisch ihre Position in Folge des enormen Zustroms neuer Vereinsmitglieder, zumal aus dem Ortsteil Watzenborn, weiter festigen, so dass der Aufstieg in die A-Klasse keinesfalls überraschend kam. Heinrich Harnisch und seinem Mitarbeiterstab gelang es jedenfalls in vorbildlicher Weise, den Verein so auszubauen, dass die Teutonia Watzenborn-Steinberg - der Name Teutonia Steinberg war mittlerweile auf Antrag der Watzenborner Mitglieder Albert Pitz und Otto Wehrum durch Beschluss der Jahreshauptversammlung in Teutonia Watzenborn-Steinberg umgewandelt worden - in Fußballerkreisen allenthalben Achtung und Ansehen genoss. In diese Gründerjahre fallen noch andere weit reichende Entscheidungen. So zum Beispiel die Wahl der Gaststätte "Zur Wilhelmshöhe" zum Vereinslokal und der Entschluss, von den ursprünglich ausgewählten Vereinsfarben Blau-Gelb zugunsten von Grün-Weiß abzurücken, was nicht zuletzt auch im damals entstandenen Vereinslied "Grün und Weiß, wie lieb ich Dich" einen klangvollen Ausdruck gefunden hat. Ein ganz besonderes Kapitel unserer Vereinsgeschichte stellt darüber hinaus die Sportplatzepisode dar. Bevor 1931 der Sportplatz an der Neumühle fertiggestellt war, wurde auf den Wiesen Bei der Dickmühl, auf der Mockswiese, Am Pfaffenweg in der Nähe des Hofes Obersteinberg und am Kirschenköppel oberhalb der Leimenkaute gespielt. Dies waren natürlich nichts anderes als allenfalls provisorische Lösungen, die den Verein auf Dauer nicht befriedigen konnten. Andererseits stand die Fußballbegeisterung vieler junger Leute seinerzeit in krassem Gegensatz zum Meinungsbild der damaligen Gemeindeverwaltung, die das Treiben der Sportler argwöhnisch oder gar mit schroffer Ablehnung verfolgte. So bedurfte es mühsamer und langwieriger Verhandlungen mit der Gemeindevertretung, bis man das Gelände an der Neumühle für den Bau eines Sportplatzes zugesprochen bekam. Dieser Umstand markiert zweifellos einen wesentlichen Meilenstein in der noch jungen Vereinsgeschichte, war doch mit der Errichtung einer eigenen Heimstätte nochmals ein kräftiger Mitgliederzuwachs und ein weiterer sportlicher Aufschwung untrennbar verbunden. 1932 - 1924: Die ersten Erfolge nach oben Die Spielstärke der 1. Mannschaft wurde sodann kontinuierlich verbessert und schon in der Spielzeit 1932/33 konnten mit der Erringung der Meisterschaft in der A-Klasse und dem damit verknüpften Aufstieg in die Bezirksklasse die Früchte dieser Aufbauarbeit geerntet werden. Wenn auch nach zwei Jahren Bezirksklassenzugehörigkeit der bittere Weg zurück in die A-Klasse angetreten werden musste, so ließen sich die jungen Fußballer doch davon nicht beeindrucken und erkämpften wiederum nur ein Jahr später am Ende der Spielzeit 1936/37 ungeschlagen den neuerlichen Aufstieg in die Bezirksklasse. Dieser großartige Erfolg konnte im Jahr des 10jährigen Bestehens also zum denkbar günstigsten Zeitpunkt gefeiert werden. Zu diesem Jubiläum gelang es den Teutonen auf Initiative des Geschäftsführers Albert Pitz, mit Wormatia Worms eine der deutschen Spitzenmannschaften zu einem für die damalige Zeit ausgesprochen spektakulären Freundschaftsspiel zu verpflichten. Die durch den Zugang neuer Spieler weiter verstärkte Mannschaft mit E. Happel, K. Jung, O. Fett, H. Schmandt, H. Hedrich, E. Burger, F. Naumann, R. Lang, O. Däublin, M. Schmitt, O. Haas, K. Buß und K. Fritsche konnte sich im Jahre 1938 in den Tschammer-Pokalspielen bis in die Gauliga hineinspielen. Siege gab es gegen Langendiebach (4:1), Hessen Hersfeld (5:0) und Groß-Auheim (3:1). Der Siegeszug der Mannschaft wurde erst durch unsportliche Machenschaften der Borussen aus Fulda gestoppt. Die Partie kam nicht zur Austragung und so wurde man, ohne bezwungen worden zu sein, der Möglichkeit beraubt, im weiteren Wettbewerb etwa gegen VfR Mannheim oder Schalke 04 zu spielen. Auch in der Spielzeit 1938/39 konnte die Mannschaft den Titel des Bezirksmeisters erringen, scheiterte aber anschließend in den Aufstiegsspielen zur damaligen Gauliga letztendlich nach einer 2:4-Niederlage gegen Hanau 1860. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges markierte zwangsläufig einen gravierenden Einschnitt im Vereinsleben. Ungeachtet aller Probleme, hervorgerufen in erster Linie durch die Einberufung nahezu aller Spieler zum Militärdienst, gelang es der Vereinsführung, den Spielbetrieb weitgehend aufrechtzuerhalten. So wurde der 15. Geburtstag des Vereins im Jahre 1942 mit einem Spiel gegen die Offenbacher Kickers begangen. Darüber hinaus feierten Jugendmannschaften in den Kriegsjahren schöne Erfolge (1942 gewann die 1. Jugendmannschaft die Bannmeisterschaft, ein Jahr später errangen die 1. und 2. Jugend die Bannplakette). 1945 - 1956: Neuanfang und sportliche Glanzzeit nach oben Nach den Wirren des Kriegs wurde der Spielbetrieb schon im Juli 1945 wieder aufgenommen. Die Punktspiele im Spieljahr 1945/46 wurden auf Kreisebene in 5 Gruppen ausgetragen. Ohne Punktverlust wurde unsere 1. Mannschaft Gruppensieger und in den Ausscheidungsspielen Kreismeister. Das Aufgebot dieser Mannschaft sei an dieser Stelle nochmals festgehalten: Reinhard Burger, O. Häuser, Walter Häuser, Otto Buß, Heinrich Schmandt, Karl Häuser, Norbert Graf, Ewald Wehrum, Karl Sames, Rudolf Lang, Rudolf Wehrum, Helmut Happel. Als treffsicherster Schütze machte seinerzeit Karl Sames von sich reden, der es von Juli 1945 bis Juli 1946 in 39 Spielen auf die bemerkenswerte Quote von 76 Toren brachte. In der ersten ordentlichen Jahreshauptversammlung nach dem Krieg waren wieder Heinrich Harnisch zum 1. Vorsitzenden und Albert Pitz zum 1. Geschäftsführer gewählt worden. 1949 verzichtete H. Harnisch aus gesundheitlichen Gründen auf eine Wiederwahl und wurde im Hinblick auf seine Verdienste um den Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Nachdem Harnischs Vorgänger Otto Burger nochmals für ein Jahr die Vereinsführung übernommen hatte, wurde im Jahr 1950 Kurt Fischer die Lenkung der Vereinsgeschicke übertragen, die dieser schließlich bis 1956 wahrnahm. In sportlicher Hinsicht sollten die Nachkriegsjahre sehr erfolgreich verlaufen. Aufgrund der errungenen Kreismeisterschaft 1945 bzw. der Meistertitel 1938-40 wurde die 1. Mannschaft der Teutonia im Spieljahr 1946/47 in die 1. Amateurliga Hessen, Gruppe Mitte, aufgenommen. Im Spieljahr 1947/48 wurden nur Löhnberg und Wetzlar aus der Gruppe Mitte in die 1. Amateurliga übernommen. Die restlichen 10 Mannschaften bildeten eine von 6 Gruppen der neugegründeten 2. Amateurliga Hessen. Die junge Mannschaft konnte sich stets in der Spitzengruppe der 2. Amateurliga halten. Mit Stolz konnte der Verein auf seine 1. Mannschaft blicken, die 1951/52 im 25. Jubiläumsjahr die Meisterschaft in der 2. Amateurliga errang. Folgende Spieler waren an diesem Erfolg beteiligt: W. Rüspeler, O. Häuser, W. Häuser, O. Buß, K. Pitz, W. Wehrum, K. Sommer, E. Buß, K. Sames, R. May, H. Harnisch, R. Seipp, E. Wehrum, R. Wehrum, W. Krale. Das letztlich entscheidende Spiel um den Aufstieg in die damals oberste hessische Spielklasse wurde in Friedberg ausgetragen und dort gegen Bad Homburg sehr unglücklich mit 0:1 verloren. Das Jahr 1952 bildete mit den Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des 25jährigen Bestehens der Teutonia den absoluten Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte. Im Rahmen einer Festwoche, die mit einem Freundschaftsspiel gegen die Oberligamannschaft von Wormatia Worms eröffnet wurde, gab die wohl damals populärste deutsche Mannschaft, der 1. FC Kaiserslautern, gespickt mit Nationalspielern und späteren Weltmeistern (Kohlmeyer, Eckel, Liebrich, Fritz und Ottmar Walter), ihre Visitenkarte an der Neumühle ab und lockte mit 6000 Zuschauern eine prächtige Kulisse an. Allen Augenzeugen ist dieses vom Festpräsidenten Albert Pitz in die Wege geleitete Fußballfest sicher unvergessen geblieben. Ab der Punktrunde 1953/54 wurde die 2. Amateurliga in zwei Gruppen aufgeteilt. Unsere 1. Elf errang den 1. Tabellenplatz in der Südgruppe, verlor jedoch den Meistertitel im Vor- und Rückspiel gegen den Vertreter der Nordgruppe VfL Marburg. Im Spieljahr 1954/55 erkämpfte unsere Mannschaft den 3. Tabellenplatz und 1955/56 wieder den Meistertitel in der Südgruppe, scheiterte aber in den Endspielen gegen Germania Marburg mit 0:1 im dritten Spiel auf neutralem Platz. 1958 - 1967: Der rasante Fall und die allmähliche Erholung nach oben Diese Niederlage leitete anschließend das Ende einer sportlich alles in allem sehr erfolgreichen Zeitspanne ein. Denn trotz größter Bemühungen des Vorstands und einer intensiv betriebenen Jugendarbeit war der Abstieg in die A-Klasse am Ende der Saison 1958/59 nicht zu verhindern. Zwei Jahre später musste sogar der schwere Weg in die B-Klasse angetreten werden. Die Spielzeit 1962/63 brachte der Mannschaft unter Trainer Walter Schäfer aus Leihgestern den mit aller Macht angestrebten Wiederaufstieg in die A-Klasse. Die folgenden Jahre waren im sportlichen Bereich von schönen Erfolgen geprägt, wobei die 1. Mannschaft unter Trainer Schäfer und dessen Nachfolger im Amt Helmut Harnisch den Weg zurück in die Bezirksklasse mehrmals nur denkbar knapp verfehlte, andererseits jedoch die Junioren-Mannschaft als herausragendes Ereignis den Landräte-Pokal des Sportbezirks Gießen/Marburg nach Watzenborn-Steinberg holte. Darüber hinaus begann die engagierte Jugendarbeit des Vereins allmählich Früchte zu tragen, wofür die Erfolge der D-Jugend in der Saison 1965/66, die sowohl Kreismeister- als auch Bezirksmeisterschaft und den zu Ehren des verstorbenen Ehrenvorsitzenden Heinrich Harnisch vom Verein gestifteten Wanderpokal gewinnen konnte, als auch die A-Jugend der Saison 68/69 stellvertretend genannt sein mögen, die nachdem sie souverän den Kreismeistertitel gewonnen hatte, erst im Bezirksmeisterschaftsendspiel in Grünberg knapp mit 1:0 dem mehrmaligen Bezirksmeister VfL Marburg unterlegen war. Auch auf außersportlicher Ebene waren die 60er Jahre von umfangreichen Aktivitäten gekennzeichnet. Nachdem die Bauarbeiten für einen neuen Sportplatz abgeschlossen waren und der neue Rasenplatz im Juni 1963 eingeweiht werden konnte, war die Errichtung eines Sportheims, das im Mai 1965 seiner Bestimmung übergeben wurde, ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Vereinslebens. Rechtzeitig zum 40jährigen Jubiläum wurde im Jahre 1967 die Flutlichtanlage für den Hartplatz, für deren Fertigstellung auch etliche Vereinsmitglieder viele Arbeitsstunden erbracht hatten, dem Verein von der Gemeinde übereignet. Am 10./11. Juni 1967 wurde unter der Vereinsführung mit dem ehemaligen Spieler K. Wilhelm an der Spitze, der nach K. Happel und K. A. Brückel ein Jahr zuvor das Amt des 1. Vorsitzenden übernommen hatte, das 40jährige Vereinsbestehen in würdigem Rahmen begangen. 1970 - 1976: Die erfolgreichen 70ger Jahre nach oben Das große Ziel des Vereins, die Rückkehr in die Bezirksklasse, erfüllte sich freilich auch in den nächsten Jahren noch nicht. Dass 1970/71 im ersten Amtsjahr von Trainer Rainer Fischer der große Wurf des Meistertitels mit dem undankbaren 2. Platz wiederum nur unglücklich verpasst wurde, war zwar sehr bedauerlich, aber letztlich durch den erstmaligen Gewinn des Landratspokals als Sieger des Endspiels gegen Steinbach auf neutralem Gelände in Garbenteich wenigstens einigermaßen zu verschmerzen. Die neue Meisterschaftsrunde sollte dann jedoch ganz nach dem Geschmack der Mitglieder und natürlich auch der Vereinsführung, die nach dem Rücktritt von K. Wilhelm zunächst von R. Kosempel, danach ab Mai 1971 von K. Happel repräsentiert wurde, ihren Ausgang nehmen. Mit einem überwältigenden Vorsprung von 15 Punkten auf den Rangzweiten Großen-Linden (60:8 gegenüber 45:23 Punkten) erspielte sich die Mannschaft mit einem geradezu phänomenalen Torverhältnis von 131:30 den Meistertitel und damit den lang ersehnten Wiederaufstieg in die Bezirksklasse. Außerdem gelang es den Teutonen, den im Vorjahr erstmals errungenen Landratspokal durch einen Finalsieg gegen Daubringen in Alten-Buseck zu verteidigen. Folgende Spieler gehörten dem damaligen Aufgebot an: F. Palme, G. Buß, R. Schmandt, J. Volz, K.L. Hirz, R. Bauernschmidt, K. Wenzel, B. Brückel, H.J. Haas, N. Schmidt, V. Schmitt, S. Loos, W. Haas, J. Opper, P. Gänßler, G. Schmitt. Mit dem Ablauf dieser so überaus erfreulichen Spielzeit schied R. Fischer aus beruflichen Gründen als Trainer aus. Der Verein verpflichtete daraufhin als neuen Trainer Günter Bill aus Waldgirmes, der in der Folgezeit gleichsam nahtlos an die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers anzuknüpfen verstand. Im Herbst 1972 schaffte die Mannschaft wiederum den Einzug in das Endspiel des Landratspokals und blieb auch diesmal mit einem souveränen Sieg gegen Garbenteich in Lindenstruth in der Erfolgsspur. Mit dem dritten Titelgewinn in ununterbrochener Reihenfolge ging dieser wertvolle Pokal in den Besitz des SC Teutonia über. Nicht zuletzt übertraf auch der Verlauf der ersten Bezirksklassensaison die Prognosen selbst der kühnsten Optimisten. Bis kurz vor die Ziellinie hielten die Teutonen den Kampf um den Titel völlig offen und mussten der Konkurrenz aus Leihgestern letztlich nur mit einem Punkt Rückstand die Meisterschaft überlassen. Anzufügen ist in der Chronik der frühen 70er Jahre schließlich noch die Gründung einer Damenfußballmannschaft, die dem Verein wenigstens vorübergehend einen kräftigen Mitgliederzuwachs bescherte. Großes Augenmerk wurde vom neuen Vorsitzenden Jürgen Müller, der im Juni 1973 K. Happel an der Spitze des Vereins ablöste, auch auf die Förderung und den kontinuierlichen Ausbau der Jugendarbeit gerichtet, was mit dem Ansteigen der Zahl von an den Verbandsspielen teilnehmenden Jugendmannschaften dem Nachwuchsbereich auch den erhofften Schub vermittelte. Die 1. Elf des SC Teutonia, die bis zum Abschluss der Spielzeit 1974/75 von G. Bill, anschließend nochmals von R. Fischer und ab Dezember 1975 von W. Schmolke betreut wurde, hatte sich, bedingt durch den Titelhattrick im Landratspokalwettbewerb, in diesen Jahren das Prädikat einer ganz auf Pokalsiege spezialisierten Mannschaft erworben. Diesen Ruf, eine ausgesprochene Pokalmannschaft zu sein, untermauerten die Teutonen endgültig durch das neuerliche Vordringen in die Endspiele des Landratspokals in den Jahren 1973 und 1975, die ebenfalls siegreich gestaltet werden konnten. Nach dem fünften Titelgewinn - zunächst erneut gegen Daubringen und zwei Jahre später gegen Langgöns - bestimmte also nicht von ungefähr das Wort des Abonnementssiegers Teutonia Watzenborn-Steinberg die Schlagzeilen der Tageszeitungen. So durfte der Verein im Vorfeld seines 50jährigen Bestehens mit berechtigtem Stolz auf seine Geschichte zurückblicken, die neben Höhen zwar auch manche Tiefen aufwies, die aber dank der unermüdlichen Einsatzbereitschaft der jeweiligen Vereinsverantwortlichen immer wieder gemeistert wurden. Ebenso zufrieden konnte man zu diesem Zeitpunkt mit dem Leistungsstand der Aktiven (1., 2., IIa- und AH-Mannschaft) sein. Auch im Jugendbereich waren die Voraussetzungen für eine gesunde Basis geschaffen worden, so dass der SC Teutonia von seiner Struktur her sich in die Lage versetzt sah, die vielfältigen Herausforderungen und Aufgaben der Zukunft mit Mut und Zuversicht in Angriff zu nehmen. 1977 - 1983: Glanzvolles Jubiläum nach oben Unter Festpräsident Jürgen Müller wurde 1977 ein glanzvolles 50jähriges Jubiläum gefeiert. Vom 11. bis zum 19.Juni fand auf dem Sportgelände eine Sportwoche statt, in der alle aktiven Mannschaften des Vereins sportlich in Aktion traten. Den Höhepunkt bildete das Aufeinandertreffen der 1.Mannschaft mit dem damaligen Bundesligaaufsteiger FC St. Pauli, das von den allerdings nicht in stärkster Aufstellung antretenden Gästen vor 800 Zuschauern nur knapp mit 3:1 gewonnen wurde. Unter anderem trat in dieser Woche eine verstärkte A-Jugend des SC Teutonia gegen die A-Jugend der Offenbacher Kickers an und verlor 1:9. 2 Tore für die Offenbacher erzielte damals ein junger Mann namens Rudi Völler! Der Festkommers am 18.6. in der Volkshalle rundete ein gelungenes Jubiläum ab. Nachdem die 1.Mannschaft im Jubiläumsjahr noch einen zufriedenstellenden 8.Platz belegt hatte, musste sie leider mit ihrem neuen Trainer Helmut Hainbach am Ende der Saison 1977/78 als Absteiger nach sechsjähriger Zugehörigkeit die Bezirksliga Gießen/Marburg Süd (vergleichbar heute der Bezirksoberliga) verlassen. Eine unglückliche Tabellenkonstellation von der Hessenliga über die Gruppenliga führte dazu, dass auch der Viertletzte der Bezirksliga den Gang in die A-Klasse antreten musste. Der neue Start in der A-Klasse Gießen ab der Saison 78/79 gestaltete sich anfangs schwierig. Da die Mannschaft durch Abgänge geschwächt war, blieb anfangs der Erfolg aus, außerdem kamen 2 Trainerwechsel (Hainbach, Kociok) hinzu, so dass man am Ende froh war, den 10. Tabellenplatz zu erreichen. Höhepunkt des Jahres 1978 war das Spiel des SC Teutonia gegen die komplette Bundesligamannschaft der Frankfurter Eintracht am 1.Februar 1978 an der Neumühle. Vermittelt worden war dieses Spiel durch unser Mitglied Wolfgang Cavael sowie durch Herrn Deumer aus Gießen. Der Erlös dieses Spiels diente zur Unterstützung von sprachbehinderten Kindern. Die Frankfurter traten u.a. mit Grabowski, Hölzenbein und Körbel an und siegten gegen eine tapfer kämpfende, verstärkte Teutonen-Elf standesgemäß mit 6:1 vor 1500 Zuschauern. Wichtigstes Vereinsdatum im Jahr 1979 war das erstmalige Erscheinen der Vereinsnachrichten im November dieses Jahres. Der Vorstand hatte beschlossen, seine Mitglieder nun regelmäßig über das Vereinsleben schriftlich zu informieren, und Geschäftsführer G. Schäfer, der den kaufmännischen Teil betreute, sowie Vorstandsmitglied R. Schmandt, der für die redaktionelle Seite des damals so genannten Teutonen-Blättchens verantwortlich war, als auch J. Schlecht und U. Häuser setzten diesen Beschluss in die Tat um. Somit war der Vorgänger des heutigen Fußball-Infos geboren, das seitdem ununterbrochen erschienen ist. Sportlich schnitt die Teutonen-Mannschaft unter dem neuen, glücklosen Trainer H. Hrachovec, der auch nur eine Saison blieb, eher schwach ab: Platz 13 in der Kreisliga A in der Saison 1979/80. Besser lief es in der Saison 80/81 mit dem 7.Platz unter Trainer H. Neufeld. In dieser Saison wurde vor allem aus sportlichen Gründen die Jugendspielgemeinschaft (JSG) Teutonia W.-Steinberg/MTV Gießen gegründet, d.h. alle Jugendmannschaften der beiden Vereine spielten unter neuem Namen. Die ersten Erfolge blieben nicht aus: die B-Jugend wurde auf Anhieb Meister der Bezirksliga Süd und sogar Bezirksmeister nach einem 5:4 -Sieg nach Elfmeterschießen gegen den VfL Neustadt. Damit verbunden war gleichzeitig der Aufstieg in die Landesliga Nord, der höchsten hessischen Jugendspielklasse, in der sie sich dann auch 4 Jahre hielt und unter ihrem Trainer K.H. Ruhl sehr erfolgreich war. Außerdem wurde auch noch die E-Jugend der JSG Hallenkreismeister. Im Januar 1982 stellte sich Vorsitzender J. Müller nach fast neunjähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wahl. K.H.Vonderheid wurde neuer 1.Vorsitzender des Vereins. Seine Wahl erfolgte in der Jahreshauptversammlung am 8. Januar 1982, gleichzeitig wurde die Vereinssatzung geändert und modernen Gegebenheiten angepasst. Am 1. Juni 1982 gastierte erneut die Frankfurter Eintracht mit ihren Bundesligastars in Watzenborn-Steinberg. Auch das zweite Treffen fand wiederum zugunsten sprachbehinderter Kinder statt. Vor 1000 Zuschauern kamen die Teutonen diesmal arg unter die Räder und verloren 1:9. Im gleichen Jahr wurde der Sportheimanbau begonnen, um die beengten Umkleideverhältnisse auf dem Sportgelände zu verbessern. Bis zur Einweihung am 9. Dezember 1983 wurden hier zahlreiche Arbeitsstunden von engagierten Vorstandsmitgliedern um die Vorsitzenden K.H. Vonderheid und A. Weigel sowie von einigen Mitgliedern geleistet. In der Saison 82/83 löste P. Failing nach 2 Jahren H. Neufeld als Trainer ab. Fast wäre in dieser Saison der erneute Aufstieg in die Bezirksliga gelungen, aber wie so oft verspielten die Teutonen ihre gute Ausgangsposition als Herbstmeister durch eine durchwachsene Rückrunde. Zum Abschluss blieb nur der 3. Platz in der A-Klasse. Besser machten es sowohl die C-Jugend (Kreismeister in der Halle und auf dem Feld) und die D-Jugend (Hallenkreismeister) der JSG. Im Sommer 1983 konnte erstmals bei der Veranstaltung des Hüttenberg-Pokals der Sportheimanbau benutzt werden. Am 4. September trat die in Grünberg weilende israelische Erstliga-Mannschaft Hapoel Lod zu einem Freundschaftsspiel an der Neumühle an. Vor lediglich 70 Zuschauern enttäuschten die Teutonen nicht und unterlagen ehrenvoll 1:2. 1984 - 1987: Der Niedergang nach oben Sowohl in der Saison 83/84 als auch in 84/85 belegte die 1.Mannschaft jeweils einen nicht zufriedenstellenden 9. Platz in der A-Klasse, in der zweiten Saison unter dem neuen Trainer J. Pistauer. In diesen beiden Jahren machten die Jugendmannschaften der JSG weiter von sich reden: 1984 wurde die D-Jugend sowohl Kreis- als auch Bezirksmeister, 1985 errang die C-Jugend den Hallenkreismeistertitel, während die B-Jugend Vizemeister der Landesliga Nord wurde. Der Erfolg der B-Jugend erwies sich allerdings als Pyrrhus-Sieg, meldete sich doch die komplette Mannschaft ab, weil sie beim SC Teutonia als A-Jugend nur in der Kreisliga hätte spielen können. Im Jahr 1984 wurde die nicht mehr ausreichende alte Flutlichtanlage durch eine leistungsfähigere, neue ersetzt. Auch die 2. Saison der Aktiven unter Trainer Pistauer brachte nicht den erhofften Erfolg: nur Platz 12 in der Kreisliga A. In der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 1986 erklärte der gesamte Vorstand seinen Rücktritt, so dass es nur dem Geschick des Wahlleiters K. Brückel und dem Engagement altgedienter Teutonen-Mitglieder zu verdanken war, dass überhaupt ein neuer Vorstand zustande kam. Es wurde kein Vorsitzender gewählt, sondern ein sogenanntes Dreier-Gremium mit K. Ruhl, G. Peh und E.M. Harnisch, das die Geschicke des Vereins für die nächsten zwei Jahre leitete. Im gleichen Jahr feierte die AH-Mannschaft mit einem von Manager H. Rieb gut organisierten Jubiläumsturnier an Pfingsten ihr 25jähriges Bestehen. Die Saison 1986/87 unter dem neuen Aktiven-Trainer J. Schlecht stand unter keinem guten Stern, hatten doch erneut einige Leistungsträger den Verein verlassen. Nach einer ganzen Serie siegloser Spiele konnte auch die Rekordzahl von 4 Trainerwechseln (Schlecht, Gänßler, Klös, Vultee) keine Hilfe bringen. Mit nur zwei Siegen im Verlauf einer ganzen Saison musste im Jahr des 60jährigen Jubiläums die A-Klasse als Absteiger verlassen werden. Allerdings zeigte sich eine andere Aktivenmannschaft erfolgreich: die schon länger spielende IIa wurde Meister der neu geschaffenen D-Klasse. In dieser Saison wurde auch die JSG Teutonia/MTV Gießen aufgelöst, da kaum noch Gießener Spieler und Betreuer vorhanden waren. Stattdessen wurde im Jugendbereich eine enge Zusammenarbeit mit dem FC Grüningen verabredet. Das 60jährige Jubiläum wurde wiederum durch eine Sportwoche gefeiert. Vom 31. Mai bis Juni 1987 fanden sowohl der Tag des Mädchenfußballs, das Hüttenberg-Pokal-Turnier als auch ein Turnier der örtlichen Gesangvereine viel Resonanz auf dem Sportgelände. Zum krönenden Abschluss gastierte schließlich der damalige UEFA-Cup-Teilnehmer Werder Bremen mit vielen bekannten spielenden Bundesligaprofis wie Reck, Wolter, Sauer, Borowka, Riedle und Votava sowie Trainer Otto Rehhagel am 16. Juli in Watzenborn-Steinberg. Eine Bezirksauswahl, in der auch 3 Teutonen spielten und die vom Ex-Teutonen P. Gänßler betreut wurde, bot Paroli und unterlag vor 1200 Zuschauern nur 0:4. 1988 - 1994: Neuanfang und Gründung der Tennisabteilung nach oben Mit Spielertrainer B. Gerullis musste in der Saison 87/88 in der B-Klasse West ein Neuanfang gestartet werden, der nur teilweise gelang. Der 3. Platz in der Endabrechnung bedeutete allerdings ein weiteres Verweilen in der B-Klasse. Im Januar 1988 wurde F. Waldmann für 2 Jahre neuer Vorsitzender des Vereins. Nach der Sommerpause 1988 nahm man den neu gestalteten Kinderspielplatz auf dem Sportgelände in Betrieb. Dem neu verpflichteten Trainer und Urteutonen W. Haas blieb es vorbehalten, in der Saison 88/89 den ersten Schritt der Aktiven nach oben zu veranlassen. Durch Platz 2 in der Endabrechnung der B-Klasse West qualifizierten sich die Teutonen für die neu geschaffene Kreisleistungsliga B1. In dieser Saison waren aber auch Meistertitel zu feiern: die 2.Mannschaft wurde Meister der C-Klasse West und schaffte den Aufstieg in die B-Klasse und die IIa wurde erneut Meister, diesmal in der C-Klasse Nord. Im Jugendbereich wurde die B-Jugend Hallenkreismeister. Im Jahr 1989 schlug die Geburtsstunde der Tennisabteilung des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg. Bereits seit dem Jahre 1984 hatte es Bestrebungen gegeben, vor allem für Teutonen-Mitglieder, die nicht mehr dem runden Leder nachjagten, Möglichkeiten zu schaffen, im Verein weiter Sport zu treiben. Außerdem war es ein Ziel, neue Mitglieder für den Verein zu gewinnen, die in ihrer Freizeit Sport treiben konnten. Auf Betreiben der Initiatoren K.H. Vonderheid, H. Rieb, F. Waldmann und E. Seipp, unterstützt von J. Schlecht, der den organisatorischen Bereich abdeckte, trafen sich 24 Gründungsmitglieder am 20. September 1989 und hoben eine Tennisabteilung im SC Teutonia Watzenborn-Steinberg aus der Taufe. Der kommissarischen Abteilungsleitung gehörten an: J. Schlecht als Abteilungsleiter, K.D. Gimbel, E. Seipp, S. Otto, F. Waldmann, H. Rieb, G. Schäfer und W. Haas. Gleichzeitig wurde damit begonnen, 2 Tennisplätze in Eigeninitiative auf dem nicht mehr genutzten Kleinspielfeld zwischen Rasen- und Hartplatz herzurichten. Schließlich war man in der Lage, am 1. August 1990 den Spielbetrieb auf den fertiggestellten Sandplätzen aufzunehmen. Schon nach einem Jahr zählte die aufstrebende Abteilung mehr als 100 Mitglieder. Hauptanliegen der Abteilung war es, interne Turniere zu veranstalten und die Mitglieder durch Organisation von Tenniskursen auf einen höheren Leistungsstand zu bringen. Im gleichen Jahr wurde der SC Teutonia vom HFV mit der Ausrichtung des A-Jugend-Hessenpokalendspiels zwischen der SG Höchst und CSC 03 Kassel beauftragt. Die Freizeitmannschaft Torpedo Wiese schloss sich dem SC Teutonia an. Neben viel Erfreulichem aber auch das: mangels Spieler konnte der SC Teutonia weder eine A- noch eine B-Jugend im Spielbetrieb stellen! Nach Abschluss der Saison 89/90 belegte die 1.Mannschaft den 7.Platz in der Kreisleistungsliga B1. Ab Januar 1990 hieß der neue 1.Vorsitzende H. Rieb. Der frühere 1. Vorsitzende, K.H. Vonderheid, wurde auf dem Kreisfußballtag zum Kreisrechtswart gewählt und hatte dieses Amt er mehrere Jahre inne. Der ehemalige Geschäftsführer und langjährige Aktive G. Schäfer übernahm ab der Saison 90/91 für drei Jahre die Trainertätigkeit beim SC Teutonia. Die Kreisleistungsliga B1 wurde wieder aufgelöst und dafür 2 Kreisligen A geschaffen. Der SC Teutonia gehörte der Kreisliga A Süd an und belegte in der Saison 90/91 den 6.Platz. Die IIa wurde zum dritten Mal in Folge Meister, diesmal in der Kreisliga C Gr.3. Seit September 1990 unterstützte ein Fan-Club-Teutonia unsere Mannschaften. Seine Mitgliederzahl erreichte teilweise die Zahl 70 und bei Erfolgen konnte oft die überdimensional große Vereinsfahne auf dem Sportplatz bewundert werden. Pfingsten 1991 feierte die AH-Mannschaft ihr 30jähriges Jubiläum abermals mit einem Pfingstturnier an der Neumühle. Im gleichen Jahr erfolgte endlich die Umstellung der Mitgliederverwaltung auf EDV. Dazu war vor allem die Mitarbeit der älteren Mitglieder erforderlich, weil viele Daten aus früheren Zeiten nicht mehr vorhanden waren. Am 1. August 1991 ehrte der Club der Altfußballer Gießen die Jugendabteilung des SC Teutonia für langjährig gute Jugendarbeit anlässlich einer Jugendleitersitzung in Steinbach und überreichte einen Ball. Auch die Saison 91/92 ließ einen weiteren Aufwärtstrend erkennen. Der 4.Platz in der Kreisliga A Süd wurde erreicht. Durch die Zusammenarbeit mit Grüningen war es jetzt nach drei Jahren wieder möglich, eine A-Jugend in den Spielbetrieb zu entsenden. Im Jahr 1992 nahm die Tennisabteilung unter der Leitung des Platzobmanns K.P. Burger in Eigenhilfe einen Umbau im Sportheim vor. Es wurden weitere Umkleide- und Duschmöglichkeiten geschaffen. Am Ende der Spielrunde 92/93 stand unter dem neuen Trainer G. Schäfer wiederum nur ein Mittelplatz in der Kreisliga A Süd. Die F-Jugend des Vereins holte den 10. Hallenkreismeistertitel nach Watzenborn-Steinberg seit Beginn der Hallenrunde in 69/70. Die Misere in den älteren Jugendklassen veranlasste Jugendleiter R. Schmandt dazu, in Zusammenarbeit mit dem TV Hausen und dem SV Garbenteich die Jugendspielgemeinschaft Pohlheim für A- und B-Jugend zu gründen, die aber nur wenige Jahre Bestand hatte. Im gleichen Jahr nahm erstmals eine Jugendmannschaft der Tennisabteilung an der Medenrunde teil. Am 25. Februar 1994 wurde durch die Verabschiedung einer veränderten Satzung in der Jahreshauptversammlung die Vereinsstruktur grundlegend geändert. Über zwei eigenständigen Abteilungen Fußball und Tennis präsidiert nun ein Gesamtvorstand. Neuer 1.Vorsitzender des Gesamtvereins wurde H. Rieb, Abteilungsleiter Fußball E. Seipp und Abteilungsleiter Tennis W. Schäfer. Das Fußball-Info trat die Nachfolge der Vereinsmitteilungen an. Verantwortlich für das neue Informationsblatt, das jetzt sechsmal jährlich erschien, war B. Seipp, dem sich später noch St. Munzert hinzugesellte. Erfolgreicher als die 1. Mannschaft mit ihrem neuen Trainer R. Müller (9.Platz Kreisliga A Süd) war die B-Jugend der JSG Pohlheim. Sie wurde Kreispokalsieger und scheiterte erst im Endspiel um den Bezirkspokal am VfB Marburg. 1995 - 1996: Der Aufstieg nach oben Viel vorgenommen hatte man sich auf sportlicher Ebene für die Saison 94/95. Durch finanzielle Zuwendungen von Sponsoren konnte durch Zugänge eine schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt werden. Als die ersten Spiele nicht unbedingt den durchschlagenden Erfolg brachten wurde Trainer Müller durch H. Schulz abgelöst. Nach spannendem Rundenverlauf erreichte die 1.Mannschaft am Rundenende Punktgleichstand mit dem Lokalrivalen Turabdin/Babylon Pohlheim. In einem Entscheidungsspiel am 31. Mai 1995 in Allendorf/Lahn verpasste man vor 900 Zuschauern nach einem 3:4 im Elfmeterschießen den direkten Aufstieg in die Bezirksliga Gießen/Alsfeld knapp. Dies holte man allerdings in der folgenden Relegationsrunde souverän nach. Nach Siegen in Alten-Buseck (2:0), in Nieder-Ohmen gegen Bobenhausen (6:1) und im Heimspiel gegen den VfB Wißmar (4:2 vor 600 Zuschauern) wurde der Aufstieg gefeiert, der neben der Mannschaft und dem Trainer vor allem dem Abteilungsleiter E. Seipp und seinem Stellvertreter J. Fischer zu verdanken war. Aber auch die 2. Mannschaft konnte durch die Meisterschaft in der C-Klasse Süd den Aufstieg in die B-Klasse feiern und die IIa als Meister der Kreisliga D machte den Erfolg komplett. Aber auch die Jugendmannschaften hatten etwas zu bieten. Die E-Jugend des SC Teutonia stellte die erfolgreichste Mannschaft des Kreises Gießen: sie holte sowohl den Hallenkreismeistertitel als auch als E9-Mannschaft sowohl Kreispokal und die Kreismeisterschaft. In der Saison 95/96 sorgte der Aufsteiger in die Bezirksliga von Anfang an für Furore und nahm ständig Spitzenplätze ein, musste aber am Ende mit dem 4.Platz mit leeren Händen dastehen, weil andere die Aufstiegsplätze 1 bis 3 belegten. Im Oktober 95 traten der 1. und 2.Vorsitzende des Gesamtvereins zurück. Bis zur Jahreshauptversammlung am 2. Ferbuar 1996 leitete Geschäftsführer G. Schäfer kommissarisch die Geschicke des Gesamtvereins. Ende 1995 wurde zur Vermarktung des Spielbetriebs des SC Teutonia und zur Finanzierung und Förderung des Aktiven- und Jugendspielbetriebs die Teutonia Marketing GbR gegründet. Bei den Vorstandswahlen in der Jahreshauptversammlung wurde E. Seipp zum Vorsitzenden des Gesamtvereins, J. Fischer zum Abteilungsleiter Fußball und K.P. Burger zum Abteilungsleiter Tennis gewählt. Vielfältige Aktivitäten im Jugendbereich kennzeichneten das Jahr 1996. Neben der Veranstaltung von 2 Hallenturnieren und dem Kick-in-Cup 96 , der an Pfingsten von 30 Jugendmannschaften u.a. auch von Kickers Offenbach besucht wurde, wurden von verschiedenen Mannschaften 3 Bundesligaspiele besucht. Ein Höhepunkt stellte zweifelsohne der Besuch des brasilianischen Weltmeisters Paulo Sergio (damals Bayer Leverkusen) im April dar, der mit unseren E- und F-Jugendlichen trainierte und anschließend mit ihnen gegen ihre Väter spielte. Außerdem holte sich noch die F-Jugend sowohl den Kreispokal als auch den Kreismeistertitel auf dem Feld. Auf dem Sportgelände "An der Neumühle" wurden einige baulichen Veränderungen vorgenommen, unter anderem wurde auf Initiative von Abteilungsleiter K.P. Burger ein Vereinsheim für die Tennisabteilung errichtet. 1997 - 2000: Endlich Bezirksoberliga! nach oben Besser hätte das Timing nicht sein können. Pünktlich zum Jubiläumsjahr 1997 gelang dem SC Teutonia Watzenborn-Steinberg der große Wurf mit dem Erringen der Meisterschaft der Bezirksliga Gießen/Alsfeld und damit verbunden dem Aufstieg in die Bezirksoberliga Gießen/Marburg Süd. Unter dem jungen Spielertrainer Stefan Hassler wurde bereits vorzeitig die Meisterschaft mit 10 Punkten Vorsprung vor dem Zweiten Krofdorf/Gleiberg klar gemacht und gebührend gefeiert. Für einen weiteren Titel im Jubiläumsjahr sorgte die D-Jugend, die Kreismeister wurde und bei der Bezirksmeisterschaftsendrunde in Alsfeld Platz 3 belegte. Das 70.Vereinsjubläum wurde mit mehreren Veranstaltungen begangen. Am akademischen Abend begeisterten unsere Jüngsten angeleitet von Jochen Schlecht mit einer gelungenen Vorführung. Neben einer Rocknacht mit der Gruppe Sounds Unlimited wurde das Pohlheim-Pokal-Turnier, ein großes Jugend-Turnier sowie ein einwöchiges Aktiven-Turnier mit Hessen- und Landesliga-Mannschaften veranstaltet. Als attraktiver Gegner konnte der damalige Zweitligist VfB Leipzig, dessen zweiter Vorsitzender zu diesem Zeitpunkt unser Mitglied Reinhard Bauernschmidt war, am 11. Mai auf dem Sportgelände "An der Neumühle" begrüßt werden. Durch einige Gastspieler verstärkt zogen sich die Teutonen recht gut aus der Affäre und unterlagen standesgemäß mit 0:5. Am Anfang des Jahres 1998 kam es zu einem Wechsel an der Vereinsspitze: Stefan Munzert übernahm vom scheidenden 1.Vorsitzenden Erhard Seipp das Amt, während Seipp in die Geschäftsführung des Vereins überwechselte. Mit dem neuen 2.Vorsitzenden Jürgen Müller kam ein "alter Hase" in ein Vorstandsamt zurück. Weit übertroffen wurden die Erwartungen im ersten Bezirksoberligajahr von der 1. Mannschaft. Nach gutem Beginn und einer kleinen Krise nach der Winterpause stürmten die Hassler-Schützlinge zeitweise bis an die Spitze und mussten sich am Ende der Saison vom Aufsteiger FC Burgsolms nur durch das Torverhältnis auf den 2.Tabellenplatz verweisen lassen. Dies bedeutete die Teilnahme an der Relegationsrunde zum Aufstieg in die Landesliga Mitte. Nach einem 0:0 in Braunfels gegen FV 04 Mainz-Kastel und einem Heimsieg gegen Absteiger VfR Lich vor stattlicher Kulisse wurde beim 3:3 in Frankenau der greifbare Aufstieg wiederum aufgrund des schlechteren Torverhältnisses leichtfertig verspielt. Auch der C-Jugend gelang in der Saison 97/98 ein toller Erfolg. Beim vom Sportausrüster Nike veranstalteten Nike-Cup siegte sie im Qualifikationsturnier in Baunatal vor z.B. den Alterskameraden des Zweitligisten Carl-Zeiss Jena und erreichte das Finale in Berlin. Dort trafen die jungen Teutonen dann am Osterwochenende 1999 auf die C-Jugendlichen von Borussia Dortmund und 1860 München und wurden von den Nationalspielern Christian Wörns, Oliver Bierhoff und Jörg Heinrich geehrt. In der Saison 1998/99 spielte sich die 2. Senioren-Mannschaft in den Mittelpunkt. Nach zwei vergeblichen Anläufen in den vorangegangenen Spielrunden erreichte die Mannschaft um Trainer Christian Berndt in der B-Klasse der Reservemannschaften den Meistertitel und damit verbunden den Aufstieg in die A-Klasse. Bei der 1. Mannschaft kam es wieder einmal in der Winterpause zu einem Trainerwechsel. Stefan Hassler, der bereits frühzeitig seinen Wechsel zum Oberligisten VfB 1900 Gießen betrieben hatte, musste nach einer sehr erfolgreichen Zeit bei den Teutonen gehen und wurde kurzfristig vom ehemaligen Teutonen-Spieler Peter Gänßler ersetzt, der wiederum nach wenigen Wochen aufgrund atmosphärischer Störungen seinen Posten aufgab. Für die letzten Spiele der Runde, die mit einem guten 3.Tabellenplatz abgeschlossen wurde, übernahm der bisherige Co-Trainer Björn Seipp die Leitung der Aktiven-Truppe. Nicht ganz so erfolgreich für die aktiven Mannschaften verlief die Saison 1999/2000, musste doch die 2.Mannschaft als Drittletzter der A-Klasse im Verlauf der Relegationsrunde bereits nach einem Spieljahr wieder den Weg in die B-Klasse antreten. Die erste Mannschaft unter ihrem jungen Trainer Björn Seipp spielte nach dem Abgang einiger starker Spieler zum Oberligisten VfB Gießen wiederum eine beachtliche Saison und erreichte in der Endabrechnung einen zufriedenstellenden 4.Tabellenplatz. Das Highlight im Jahr 1999 für den Verein war der Gewinn der Jugendabteilung beim von der Sparkasse Gießen ausgeschriebenen Wettbewerb "Gezielte Jugendarbeit im Verein". Das von Jugendleiter Reinhard Schmandt unter Mithilfe von Jochen Schlecht ausgearbeitete Konzept wurde von einer unabhängigen Jury auf Platz eins gesetzt. Verbunden mit der Auszeichnung war ein Scheck über 3000.- DM, der ausschließlich zur Umsetzung des Jugendkonzeptes eingesetzt werden durfte. Aufhorchen ließ an Pfingsten 2000 die Teutonen-B-Jugend, die als Vizekreismeister an einem internationalen Jugendturnier in Meppel/Holland teilnahm und dort das Endspiel erreichte. Die erste Saison im neuen Jahrtausend war bei den Aktiven erneut von Turbulenzen geprägt. Nach einigen schwachen Spielen erklärte Trainer Björn Seipp seinen Rücktritt vom Traineramt der 1.Mannschaft und wurde vom Duo Peter Seipp/Christian Berndt ersetzt, die auch die Verantwortung für die 2.Mannschaft übernahmen. Trotz dieser Schwierigkeiten sprang am Ende der Saison für die 1. Mannschaft erneut ein dritter Platz in der Bezirksoberliga heraus, und die 2. Mannschaft errang zum zweiten Mal nach 1999 den Meistertitel in der B-Klasse der Reserven, verzichtete allerdings auf den Aufstieg in die durch die Zusammenlegung der A-Klasse Süd und Nord ernorm an Stärke gewonnene neue A-Klasse. Für die Jugendabteilung gab es im Sommer 2000 erneut eine hohe Auszeichnung. Der Kreisfußballausschuss verlieh der Jugendabteilung des SC Teutonia im Auftrag der Sepp-Herberger-Stiftung den Sepp-Herberger-Preis für anerkannt gute Jugendarbeit. Diese gute Jugendarbeit zeigte sich auch darin, dass in dieser Saison die B-Jugend erstmals seit langer Zeit die Qualifikation für die Bezirksliga schaffte, Kreispokalsieger wurde und erst im Bezirkspokalendspiel nach großem Kampf dem Oberligaaufsteiger VfB Marburg mit 1:3 unterlag. Der gleichen Mannschaft gelang es auch, an Ostern 2001 ein internationales B-Jugendturnier in Hoogeveen/Holland gegen Mannschaften aus 5 Nationen zu gewinnen. Erstmals seit langer Zeit nahm auch wieder eine A-Jugend in Zusammenarbeit mit dem FC Grüningen am Spielbetrieb teil. Ins Rampenlicht rückte auch die E-Jugend, die es schaffte, auf Initiative des Jugendtrainers Alexander Wilhelm, mit den Mannschaften von Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund am 29. September 2000 ins Frankfurter Waldstadion einzulaufen. Viele Zuschauer konnten unsere Jungs live auf Premiere sehen! nach oben
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