GHI
Fischer&Schmandt
Licher
SWG
Voba Mittelhessen
Atrium

Historie

  • 2015 - 2016

    Durchmarsch in die Regionalliga

    Dieser phänomenale Erfolg ließ die Verantwortlichen um Geschäftsführer Jörg Fischer, der durch sein Sponsoring den größten Anteil am erneuten Aufstieg hatte, nicht ruhen, um die Hessenliga-Mannschaft noch stärker zu präsentieren. So wurden für die Teutonen mit Yannik Dauth, Vaclav Koutny, Viktor Talevski, Ilyas Azouaghi, Niklas Mohr und Christopher Schadeberg (in der Winterpause) Spieler mit Erfahrung in höheren Spielklassen gewonnen, andererseits verließen auch eine ganze Reihe von bewährten Spielern den Verein.

    Der Start in die Lotto-Hessenliga stand allerdings unter keinem guten Stern: Beim geplanten Auftakt-Heimspiel gegen Buchonia Flieden am 25. Juli 2015 verstarb kurz vor dem Anpfiff ein Teutonen-Anhänger auf dem Sportplatz, so dass das Spiel erst gar nicht stattfand. Das Auswärtsspiel beim FC Bayern Alzenau am 1. August war dann das erste Hessenliga-Spiel der Teutonia, das mit 2:1 gewonnen wurde. Erster Torschütze in der Hessenliga war Luis Goncalves!

    Die Truppe um Trainer Daniel Steuernagel sorgte gleich von Beginn an für Furore in der neuen Liga und musste erst am 6. Spieltag in Hadamar die erste Niederlage einstecken (0:2). Eine Reihe von Spielen ohne Niederlage führte dazu, dass über lange Zeit ein Spitzenplatz belegt wurde. Am 24.Oktober 2015 kam es „An der Neumühle“ zum Spitzenspiel gegen den ebenfalls als Neuling in die Hessenliga gestarteten und als Tabellenführer fungierenden Club von Rot-Weiß Frankfurt. In einem tollen, rassigen auf hohem Niveau stehenden Spiel vor annähernd 2000 Zuschauern fertigten die an diesem Tag überragenden Frankfurter die ebenfalls gut spielenden Teutonen mit 1:4 ab. Davon ließen sich die Teutonen nicht beeindrucken und sorgten am folgenden Spieltag mit einem 5:0-Auswärtssieg beim Mitbewerber um einen Spitzenplatz Eintracht Stadtallendorf für einen Paukenschlag. Damit rückte man in der Tabelle auf den 2. Platz vor.. Und es wurde noch besser! Am letzten Spieltag vor der Winterpause eroberte man sogar durch einen mühsamen 1:0-Heimsieg gegen Flieden den Spitzenplatz und ging als „Wintermeister“ ins Jahr 2016.

    Im Frühjahr 2016 hielt der Zweikampf mit RW Frankfurt um die Tabellenführung an. Beide Mannschaften hatten ihre Durststrecken, so verlor der SCT zwei Auswärtsspiele in Folge in Oberrad und Eschborn, profitierte aber von einer Schwächeperiode der Frankfurter im März. Am 29. Spieltag übernahmen die Teutonen endgültig den 1, Tabellenplatz, der am 31. Spieltag (29.4.2016) beim Rückspiel in Frankfurt gefährdet war. Hier zeigten sich die Pohlheimer allerdings von ihrer besten Seite. Unterstützt von zahlreichen Anhängern erreichten sie ein mehr als verdientes 1:1-Unentschieden und blieben Spitzenreiter. Mit drei Siegen in den letzten drei Spielen vor jeweils mehr als 1000 Zuschauern in den Heimspielen gegen Stadtallendorf und Baunatal wurde am 21.5.2016 verdienterweise die Meisterschaft in der Lotto-Hessenliga und somit der Aufstieg in die Regionalliga Südwest erreicht. 20 Siegen standen nur 4 Niederlagen gegenüber und mit Raffael Szymanski (25 Treffer) stellte man den Top-Torjäger der Hessenliga, dem Mannschaftskollege Dennis Weinecker mit 21 Treffern nicht wenig nachstand. Beachtlich auch, dass man mit großen Abstand ebenfalls Sieger der Fair-Play-Wertung in der Hessenliga wurde.

    Auch die 2.Mannschaft unter Trainer Umit Komac feierte eine Meisterschaft. Sie wurde ebenfalls überlegen Meister der Kreisliga A und stieg erstmalig in die Kreisoberliga Gießen/Marburg Gruppe Süd auf.

    Mit der Meisterschaft ging gleichzeitig der Aufstieg in die Regionalliga Südwest (4. Liga) einher. Ein Unterfangen, das bisher noch kein Team aus der Region Gießen/Wetzlar in Angriff genommen hatte. Da die Sportanlage in Watzenborn-Steinberg in keinster Weise den Ansprüchen des DFB für den Spielbetrieb der Regionalliga genügte und auch in der näheren Umgebung keine andere Sportanlage in Frage kam, wurde als neuer Spielort das in SCT Sportpark Wetzlar umbenannte Wetzlarer Stadion bestimmt. Auch die Mannschaft wurde stark umgebaut. Einige Spieler verließen den Verein, zusätzlich wurde eine Anzahl Spieler verpflichtet, die bereits in höheren Ligen tätig gewesen waren und als Profis gelten.

    Auch viele andere gewaltige organisatorische Aufgaben kamen jetzt auf das Vorstandsgremium der Teutonia zu. Diese wurden aber genau wie das Zusammenstellen einer schlagkräftigen Mannschaft für die Regionalliga in der Sommerpause gemeistert, so dass am 6.August 2016 das erste Regionalligaspiel mit Beteiligung der Teutonen im Wetzlarer Stadion vor mehr als 3000 Zuschauern stattfinden konnte. Da auch das Ergebnis (3:0-Sieg gegen den TSV Steinbach) stimmte, schwamm der SC Teutonia auf einer großen Euphorie-Welle. Das erste Regionalliga –Tor in der Geschichte der Teutonia erzielte Ilias Azaouaghi.

    Allerdings folgten anschließend 3 Niederlagen in Folge, die aber fast vergessen waren, als am 26. August der Ex-Bundesligist Kickers Offenbach nach einem begeisternden Spiel mit 2:1 geschlagen wurde. Völlig unerwartet trat am Tag nach diesem historischen Sieg Trainer Steuernagel aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen von seinem Amt zurück, so dass Reserve-Trainer Gino Parson für 2 Spiele das Traineramt interimsmäßig bekleiden musste.

    Aber das Teutonia-Präsidium reagierte schnell auf diese missliche Situation und zauberte mit dem Ex-Bundesliga-Profi Francisco Copado einen neuen Trainer aus dem Hut, der schon beim Auswärtsspiel in Walldorf auf der Trainerbank Platz nahm. Das nächste Highlight folgte mit einem erneuten 2:1-Heimerfolg gegen die Spitzenmannschaft des 1. FC Saarbrücken (15.9.16). Mit dem neuen Trainerteam wurde auch ein neuer Weg zu mehr Professionalisierung eingeschlagen. Entgegen der anfangs von der Teutonen-Führung gemachten Aussagen wurden die Trainingszeiten weiter nach vorne verlagert, so dass Spieler, die einer beruflichen Tätigkeit bzw. ihrem Studium nachgingen, nicht mehr regelmäßig das Training besuchen konnten und dementsprechend seltener eingesetzt wurden. Dies und die Suspendierung bzw. die Neuverpflichtungen von Spielern im Laufe der Runde führten immer wieder zu Turbulenzen, die den Ergebnissen auf dem Spielfeld nicht unbedingt zuträglich waren. Danach gab es ein ständiges Auf und Ab bis zum Ende der Vorrunde. Es folgten noch 2 Siege, 3 Unentschieden und 5 Niederlagen. Mit Platz 15 und 19 Punkten wurde so die Vorrunde abgeschlossen.

  • 2008 – 2015

    2008 – 2014: Wieder Verbandsliga!

    Mit dem Abstieg aus der Verbandsliga verließen 20 Spieler (!) den Verein, so dass auf die Verantwortlichen die Herkules-Aufgabe zukam, in kurzer Zeit eine Mannschaft zu bilden, die den Ansprüchen der Gruppenliga genügte, um nicht – wie die Angst umging – ganz nach unter durchgereicht zu werden. Wider Erwarten schlug sich die neuformierte Mannschaft um den einzigen Verbliebenen, Torwart Till Weigel, von Beginn an recht beachtlich. Sie konnte sich durch ansprechende Ergebnisse lange Zeit im vorderen Mittelfeld der Klasse behaupten, rutschte erst in der Rückrunde ab und belegte am Ende der Saison 2008/09 ein beachtlichen 10. Platz in der Gruppenliga Gießen/Marburg.

    In der Jahreshauptversammlung des Jahres 2009 verabschiedete sich der langjährige Vorsitzende Stefan Munzert von seiner Funktion im Verein und übernahm als Sportlicher Leiter Verantwortung beim Hessenligisten FSV Fernwald. An seiner Stelle wurde der Abteilungsleiter Fußball Carsten Größer zum 1. Vorsitzenden gewählt und Jörg Schmandt übernahm die Funktion des Abteilungsleiters Fußball. Mit seiner Wahl zum, 1.Geschäftsführer des Vereins übernahm der Hauptsponsor der Teutonen, Jörg Fischer, ebenfalls ein Amt im geschäftsführenden Vorstand des SC Teutonia.

    Nachdem im Jahr 2009 der Hüttenberg-Pokal gewonnen worden war, starteten die Teutonen mit schwachen Ergebnissen in die Saison 2009/10 der Gruppenliga. Der fehlende Erfolg führte zur Entlassung von Trainer Thorsten Zimmerling im September 2009. Als Übergangslösung übernahmen die Spieler Benjamin Hack und Tim Schmidt die Trainingsleitung bis zum Ende der Saison. Die Mannschaft erholte sich und spielte mit wechselnden Erfolgen, so dass am Ende ein 9. Tabellenplatz heraussprang.

    Mit der Verpflichtung des oberligaerfahrenen Ex-Teutonen-Spielers Gino Parson als Spielertrainer für die Saison 2010/11 gelang dem Teutonen-Vorstand ein Glücksgriff. Auch aufgrund der Neuverpflichtungen galt die Teutonia bereits vor der Runde als einer der Aufstiegskandidaten. Und die Mannschaft legte furios los, um diesem Ruf gerecht zu werden. Nach Gewinn des Hüttenberg- und Pohlheim-Pokals gelang ihr ein glänzender Start in die Runde und sie übernahm sofort die Tabellenspitze. Nach einigen Rückschlägen musste der Platz an der Sonne allerdings abgegeben werden, aber man fiel nie hinter Platz 3 zurück und am Ende entspann ein Zweikampf mit dem FV Breidenbach um die Meisterschaft. Mit einem 7:2-Sieg gegen den FC Cleeberg wurde am 22.5.2011 der erneute Aufstieg in die Verbandsliga Mitte geschafft, und am Ende der Saison 2010/11 stand nach einem Punktabzug für den SC Sachsenhausen mit 80 Punkten punktgleich mit dem Konkurrenten aus Breidenbach sogar die Meisterschaft der Gruppenliga Gießen/Marburg fest.

    Verstärkt durch einige landesligaerprobte Neuzugänge ging es unter Trainer Gino Parson in die Verbandsliga-Saison 2011/12. In der Vorbereitung traf man auf die Drittligisten Carl-Zeiss Jena und den SV Sandhausen. Hier setzte es deutliche Niederlagen.

    Durch einen Pächterwechsel im Sportheim mit dem neuen Wirt Roger Burger verbesserte sich die gastronomische Situation auf dem Sportgelände deutlich.

    Nach einem erfolgreichen Rundenbeginn konnten sich die Teutonen bis Ende September 2011 auf dem 3. Tabellenplatz halten, verschlechterten sich allerdings bis zum Ende der Vorrunde auf Platz 7 mit 39 Punkten. Es folgte eine katastrophale Rückrunde, in der nur noch 10 Punkte gewonnen wurden, so dass am Ende ein nicht zufriedenstellender 12. Platz in der Abschlusstabelle der Verbandsliga heraussprang.

    Auch sonst tat sich einiges im Jahr 2012: Im März wurde das Flutlicht auf dem Kunstrasenplatz erneuert, Teile des Sportheims wurden saniert und es wurde eine Sauna eingebaut. Ebenfalls wurde der Rasenplatz, der sich in einemkatastrophalen Zustand befand, verbessert.

    Im Jugendbereich kam es zu einem Eklat. Wegen unüberbrückbarer Differenzen spalteten sich einige Trainer und Betreuer von dem SC Teutonia ab und schlossen sich teilweise mit kompletten Mannschaften der neu gegründeten FSG Pohlheim an, was für die Teutonen ein Mitgliederverlust von ca. 150 Mitgliedern bedeutete. Um weiterhin Jugendarbeit im SC Teutonia zu ermöglichen, wurde unter dem neuen Jugendleiter Michael Christ eine Kooperation mit dem FSV Fernwald eingegangen.

    Auch der Übergang zur Saison 2012/13 bei den Aktiven stand unter einem unglücklichen Stern. Nachdem Trainer Gino Parson frühzeitig eine Weiterarbeit zugesagt hatte, nahm er vor dem letzten Rundenspiel seine Zusage zurück und wechselte als Spieler zu seinem alten Verein VfB 1900 Gießen. Dies brachte große Unruhe bei der Vorbereitung zur neuen Runde in den Verein. Auf den letzten Drücker konnte mit dem Deutsch-Brasilianer und früheren Regionalliga-Spieler Fabio Eidelwein ein neuer Trainer verpflichtet werden.

    Am 4.7.2012 gastierte Regionalligist Kickers Offenbach an der Neumühle und gewann mit 8:1. Die Meisterschaftsrunde begann mit einem Sieg in Mainz-Kastel, aber nach 6 Niederlagen und einem Unentschieden befand man sich nach 8 Spielen auf einem Abstiegsplatz und dies bedeutete zugleich das Ende für Trainer Eidelwein, der von Oliver Dönges abgelöst wurde. Durch gute Leistungen bis zur Winterpause arbeitete man sich bis auf Platz 12 vor und belegte nach teilweise guten Ergebnissen in der Endabrechnung den 9. Platz.

    Nach dem Scheitern im Halbfinale im SWG-Pokal holte man sich den 3. Platz durch ein 2:0 gegen die SKG Kinzenbach. Sehr erfolgreich war die 2. Mannschaft, die sich durch einen 2.Platz in der Kreisliga B für die Relegationsrunde zur Kreisliga A Gießen qualifiziert hatte. Das Team von Trainer Thomas Freudenstein marschierte ungeschlagen durch diese Runde und war somit Aufsteiger in die Kreisliga A.

    In der Mitgliederversammlung im Jahr 2013 gab es einige Verschiebungen im Vorstand des SC Teutonia. Neuer 1. Vorsitzender wurde Dominik Fischer. In diesem Jahr wurde auch der Umbau des Sportheimes abgeschlossen.

    In der Vorbereitung zur Saison 2013/14 gastierte der 2.Ligist FSV Frankfurt in Watzenborn-Steinberg und siegte standesgemäß 6:0 (23.6.2013).

    Nicht sehr verheißungsvoll verlief der Start in die Saison 2013/14 für die Aktiven. Nach einer 0:1-Heimniederlage im Derby gegen den VfB 1900 Gießen folgten noch weitere Heimniederlagen, aber nach einer Serie von 12 Spielen (vor allem Auswärtsspiele!) ohne Niederlage fand man sich nach der Hinrunde auf Platz 4 wieder. Aber die 0:4-Auswärtsniederlage erneut beim VfB 1900 Gießen bedeutete den Beginn einer Abwärtsspirale, der nur noch 2 Siege im Verlauf der Rückrunde folgten und die zum 14. Tabellenplatz am Ende der Runde führte. Dies wäre ein Abstiegsplatz gewesen, wenn nicht durch den Rückzug von 3 Mannschaften aus der Hessenliga nur 2 Mannschaften die Verbandsliga verlassen mussten.

    Obwohl man von Vorstandsseite den Vertrag mit Trainer Oliver Dönges bereits im März 2014 verlängert hatte, trennte man sich nach nur einem Sieg in 12 Spielen am 28.4.14 von Dönges und übertrug William Masso die Trainingsleitung für die letzten 6 Spiele.

    Nach einer Niederlage gegen den FSV Fernwald im Halbfinale erreichte man im SWG-Pokal durch einen 2:1-Sieg über den VfR Lich erneut Platz 3.

    Die 2. Mannschaft als Aufsteiger in die Kreisliga A schlug sich gut, befand sich in der Anfangsphase der Runde in der Nähe der Spitzenplätze und belegte am Ende einen zufriedenstellenden Tabellenplatz im Mittelfeld.

    Am Ende der Runde trat der Abteilungsleiter Fußball Jörg Schmandt von seinem Posten zurück und wurde abgelöst von Andreas Heller als Abteilungsleiter und William Masso auf der Stelle eines neu geschaffenen Sportlichen Leiters.

    Große Veränderungen leitete der Vorstand vor der Runde 2014/15 ein. Mit Daniel Steuernagel (1.Mannschaft) und Ümit Komac (2.Mannschaft) wurden neue Trainer verpflichtet. Außerdem schloss sich eine große Anzahl von Spielern des FSV Fernwald, der sich freiwillig aus dem Spielbetrieb der Hessenliga zurückgezogen hatte, dem SC Teutonia an. Zudem wurden weitere höherklassige Spieler verpflichtet, so dass viele Spieler der Saison 2013/14 den Verein verließen.

    Auch im Jugendbereich erfolgte eine Neuorientierung: Gemeinsam mit dem FSV Fernwald wurde der Jugendförderverein Mittelhessen gegründet, der Mannschaften in allen Altersklassen stellt.

    Bei den Aktiven ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Nach einem 0:0 im ersten Spiel wurden 12 Spiele in Folge gewonnen, so dass im November 2014 nach 16 Spielen ungeschlagen die Herbstmeisterschaft in der Verbandsliga Mitte gefeiert werden konnte.

    Erst zu Beginn der Rückrunde wurde erstmalig beim FV Breidenbach mit 2:1 verloren, kurz darauf allerdings mit 6:0 ein glanzvoller Sieg gegen den Lokalrivalen vom VfB 1900 Gießen eingefahren.

    Der Start nach der Winterpause gelang nicht besonders gut. So setzte es u.a. mit 2:5 eine deftige Heimniederlage gegen den Bezirksrivalen aus Waldgirmes. Aber dieser Tiefschlag zeigte keine große Wirkung, allerdings kostete er die Tabellenführung, so dass man nun erster Verfolger des Spitzenreiters Viktoria Kelsterbach war. Am 19.April 2015 kam es nun zum vorentscheidenden Spiel in Kelsterbach. In diesem von den Teutonen hervorragend geführten Spiel ließ man von Beginn an keinen Zweifel am Sieger aufkommen und durch einen Weinecker-Hattrick entledigte man sich mit 4:0 des einzigen Rivalen um den ersten Tabellenplatz. Als am für die Teutonen spielfreien Pfingstsonntag die Kunde über die Niederlage von Kelsterbach in Schwanheim kam, trafen sich viele Spieler und Fans zu einer spontanen Aufstiegsfeier im Sportheim. Somit war erstmalig in der Geschichte der Teutonen der Aufstieg in die Lotto-Oberliga Hessen geschafft!

    Hessenliga, wir kommen!!!

  • 2003 – 2008

    2003 – 2008: Neuorientierung und Durchmarsch in die Landesliga

    Nach der verpassten Qualifikation für die eingleisige Bezirksoberliga Gießen/Marburg musste der SC Teutonia in der Saison 2003/04 wieder in der Bezirksliga Süd um Punkte spielen. Das Gesicht der Mannschaft änderte sich kaum, es rückten allerdings erstmals seit vielen Jahren mehrere Eigengewächse in den Kader der Aktiven, die weiterhin von Christian Berndt trainiert wurden, auf. Bereits in der Vorbereitung deutete sich die Stärke dieser Truppe an, gewann man nicht nur nach dem Pohlheim-Pokal in der Halle auch den Pohlheim-Pokal auf dem Feld (Ausrichter: SC Teutonia) und nach vielen Jahren wieder einmal den Hüttenberg-Pokal (erst zum dritten Mal!). Im Jugendbereich konnten alle Jahrgangsstufen von den Bambinis bis zu den A-Junioren außer den B-Junioren (Spielgemeinschaft mit Garbenteich/Grüningen und Hausen) eigenständig besetzt werden. Im Herbst des Jahres 2003 bedurfte es großer Anstrengungen seitens des Vorstandes, um zu erreichen, dass im Zuge der Sanierung des maroden Hartplatzes „An der Neumühle“ anstelle eines Rotgrandplatzes ein Kunstrasenplatz entstand. Nach vielen Verhandlungen, in die sich vor allem der 2. Vorsitzende Jürgen Müller in vorbildlicher Weise einbrachte, konnten die Mehrheit der für die Stadt Pohlheim politisch Verantwortlichen von der Notwendigkeit eines Kunstrasenplatzes in Watzenborn-Steinberg überzeugt werden. Dazu waren allerdings Zugeständnisse durch den Verein im Zusammenhang mit dem Sportheim und die Finanzierung des Gummigranulatbelages vonnöten. Zur Refinanzierung dieser Ausgaben wurde durch den Verein eine großangelegte Spendenaktion bei den Mitgliedern gestartet. Am 23.10.03 war es endlich so weit: Der neu gestaltete Kunstrasenplatz konnte erstmalig für den Trainingsbetrieb genutzt werden. Um den angestrebten Aufstieg in die Bezirksoberliga nicht zu gefährden, sah sich die Vereinsführung am 24.11.03 veranlasst, erneut einen Trainerwechsel vorzunehmen. Weil man der Meinung war, dass die junge Mannschaft ihre Anfangserfolge unter der Trainingsleitung von Christian Berndt nicht fortsetzen könnte, entließ man den bisherigen Übungsleiter und machte den früheren Teutonen-Spieler Dirk Luley zum neuen Trainer. In der Jahreshauptversammlung am 27.02.04 wurde der größte Teil des Vorstandes in seinen Ämtern bestätigt. Im Juni 2004 konnten die Teutonen erneut jubeln! Zum zweiten Mal nach 1997 wurde die Meisterschaft in der Bezirksliga Süd errungen und der Aufstieg in die jetzt eingleisige Bezirksoberliga geschafft. Nach dem 4:1-Heimsieg der jungen Mannschaft gegen den TSV Langgöns kannte der Jubel keine Grenzen und die verdiente Meisterschaft wurde im Sportheim bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

    Aber auch auf einer anderen Ebene war man erfolgreich. Still und heimlich hatte sich der SC Teutonia für das Endspiel im Stadtwerke-Kreispokal qualifiziert. Wenige Tage nach der errungenen Meisterschaft stand das Endspiel gegen den Landesligisten FSV Steinbach in Langgöns auf dem Plan. Trotz einer recht ordentlichen Leistung erlitt man eine 1:6-Schlappe, konnte sich aber mit der ausgesetzten Prämie über die Niederlage hinwegtrösten. Zum Auftakt der Saison 2004/05 knüpften die Teutonen nahtlos an die Erfolge der abgelaufenen Saison an. Sowohl der Pohlheim-Pokal als auch der Hüttenberg-Pokal (Ausrichter: SC Teutonia) wurden erfolgreich verteidigt. Um den erhöhten Anforderungen der Bezirksoberliga gerecht zu werden, war die Mannschaft allerdings mit einigen jungen Spielern aus der näheren Umgebung verstärkt worden. Nachdem eine ganze Anzahl von Mitgliedern unter der Anleitung von Klaus-Peter Burger die Umfassung des Kunstrasenplatzes gepflastert und die Barrieren angebracht hatten, konnte das neue „Schmuckstück“ am 11. August 2004 von Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer vor geladenen Gästen seiner Bestimmung übergeben werden. Im Rahmen dieser Einweihung standen sich die A-Junioren der Frankfurter Eintracht und die 1. Mannschaft des SC Teutonia gegenüber. In einer torreichen Begegnung trennte man sich 4:4. In der Saison 2004/05 traten die Jugend-Mannschaften der C-, B- und A-Junioren jeweils unter der Firmierung „JSG Pohlheim“ an, worunter die Jugendlichen aus Garbenteich, Grüningen, Hausen und Watzenborn-Steinberg zu verstehen waren. Im ersten Jahr in der eingleisigen Bezirksoberliga Gießen/Marburg belegte die 1.Mannschaft, nachdem sie lange engen Kontakt zu den Aufstiegsplätzen hatte, nach guten Leistungen einen zufriedenstellenden 7. Tabellenplatz. Sie qualifizierte sich erneut für das Endspiel des Stadtwerke-Kreispokals und schlug den Landesligisten TSV Kleinlinden an neutralem Ort in Alten-Buseck hochverdient mit 5:3. Noch erfolgreicher verlief die Saison 2005/06. Im Pokal wurde weiterhin Furore gemacht und das Endspiel um den Bezirkspokal erreicht. Hier unterlag man auf heimischem Platz dem Oberligisten SC Waldgirmes ehrenvoll und nach guter Leistung mit 1:4, qualifizierte sich aber für das Viertelfinale im Hessenpokal. Dort traf man an der Neumühle auf den Regionalligisten SV Wehen, dem man vor enttäuschender Kulisse im Februar 2006 mit 1:8 unterlag. Die zweite Saison in der Bezirksoberliga wurde zur Erfolgsstory. Nicht ganz erwartet marschierte die Luley-Truppe von Saisonbeginn an mit an der Spitze, eroberte im Oktober 2005 den zweiten Platz und gab ihn bis zum Rundenende nicht mehr ab, so dass die Vizemeisterschaft, mit der der Landesliga-Aufstieg verbunden war, errungen wurde. Ein besonderer Höhepunkt fand am 13. Mai 2006 statt. An diesem Tag feierte der HFV in Watzenborn-Steinberg auf dem Sportgelände „An der Neumühle“ anlässlich des Spitzenspiels SC Teutonia gegen VfB Aßlar sein 60jähriges Bestehen. Die Teutonen machten durch einen 2:1-Sieg vor 400 Zuschauern den Landesliga-Aufstieg perfekt, wobei das pünktlich mit dem Schlusspfiff hereinbrechende Gewitter der Freude keinen Abbruch tun konnte. Allerdings floss der Regen in Strömen durch das Zelt der Ehrengäste mit Verbandspräsident Rolf Hocke, Bezirksfußballwart Heinrich Klingelhöfer und Bürgermeister Karlheinz Schäfer an der Spitze.

    Nicht ganz so erfolgreich war die Reserve, die in der Kreisliga B nach schwachen Leistungen nur Platz 11 belegte. Auch die A-Junioren im Rahmen der JSG Pohlheim hatten keine erfolgreiche Saison und mussten am Ende die Bezirksliga verlassen, der sie 5 Jahre angehört hatten. In der Saison 06/07spielte der SC Teutonia erstmalig in der Landesliga Mitte. Trainer Dirk Luley gelang es mit einer Mannschaft aus vielen jungen Spielern mit dem 14. Tabellenplatz in der Endabrechnung die Klassenzugehörigkeit in der zweithöchsten hessischen Amateurliga zu erhalten. Die 2.Mannschaft unter Brandon Ess und Steffen Gante spielte in der B-Kreisliga Gießen um den Aufstieg mit und wurde am Ende Dritter. Das Jahr 2007 stand ganz im Zeichen des 80jährigen Jubiläums des Vereins. Neben Jugendturnieren wurde erneut der Auto-Häuser-Cup an der Neumühle mit namhaften Vereinen veranstaltet, den diesmal der Oberligist SC Waldgirmes mit 2:0 im Endspiel gegen den Gastgeber gewann. Ein gut besuchter Akademischer Abend mit vielen Gästen im Vereinslokal „Zur Krone“ rundete die Festlichkeiten ab. Nicht nach Wunsch verlief die Saison 2007/08 für die Aktiven. Nach gutem Rundenstart in der Landesliga wurden die Teutonen massiv vom Verletzungspech heimgesucht. Viele Stammspieler der letzten Saison fielen teils wochenlang aus, so dass Trainer Luley immer wieder improvisieren musste. Nach einer langen Niederlagenserie und dem Abrutschen auf den vorletzten Tabellenplatz trennte man sich nach 5 Jahren von Trainer Dirk Luley und verpflichtete an seiner Stelle den ehemaligen Teutonen-Spielen Thorsten Zimmerling als seinen Nachfolger als Trainer. Nach anfänglichen Erfolgen konnte man sich bis Anfang März auf einen Nichtabstiegsplatz vorarbeiten, aber mangelnde Qualität, fehlende Alternativen und interne Probleme innerhalb der Mannschaft führten dann zu einem Abrutschen auf den vorletzten Tabellenplatz, der den Abstieg aus der Landesliga bedeutete. Trotz des feststehenden Abstiegs konnten sich die Aktiven am Pfingstmontag 2008 noch einmal motivieren und schlugen den Liga-Konkurrenten Eintracht Lollar im Endspiel um den SWG-Kreispokal in Grünberg mit 3:2. Den Siegtreffer erzielte Tim Frodermann in der letzten Minute. Dies war der 2.Kreispokalsieg nach 2005. Nach dem Abstieg aus der Landesliga verließ fast der komplette Kader der 1. Mannschaft den Verein, so dass Vorsitzender Munzert, der neue Abteilungsleiter Carsten Größer und Trainer Thorsten Zimmerling vor der Herkules-Aufgabe standen, für die neue Saison 2008/09 in der Gruppenliga eine komplett neue Mannschaft zusammen zu stellen.

  • 1997 – 2003: Endlich Bezirksoberliga!

    Besser hätte das Timing nicht sein können. Pünktlich zum Jubiläumsjahr 1997 gelang dem SC Teutonia Watzenborn-Steinberg der große Wurf mit dem Erringen der Meisterschaft der Bezirksliga Gießen/Alsfeld und damit verbunden dem Aufstieg in die Bezirksoberliga Gießen/Marburg Süd. Unter dem jungen Spielertrainer Stefan Hassler wurde bereits vorzeitig die Meisterschaft mit 10 Punkten Vorsprung vor dem Zweiten Krofdorf/Gleiberg klar gemacht und gebührend gefeiert. Für einen weiteren Titel im Jubiläumsjahr sorgte die D-Jugend, die Kreismeister wurde und bei der Bezirksmeisterschaftsendrunde in Alsfeld Platz 3 belegte.

    Das 70.Vereinsjubläum wurde mit mehreren Veranstaltungen begangen. Am akademischen Abend begeisterten unsere Jüngsten angeleitet von Jochen Schlecht mit einer gelungenen Vorführung. Neben einer Rocknacht mit der Gruppe Sounds Unlimited wurde das Pohlheim-Pokal-Turnier, ein großes Jugend-Turnier sowie ein einwöchiges Aktiven-Turnier mit Hessen- und Landesliga-Mannschaften veranstaltet. Als attraktiver Gegner konnte der damalige Zweitligist VfB Leipzig, dessen zweiter Vorsitzender zu diesem Zeitpunkt unser Mitglied Reinhard Bauernschmidt war, am 11. Mai auf dem Sportgelände „An der Neumühle“ begrüßt werden. Durch einige Gastspieler verstärkt zogen sich die Teutonen recht gut aus der Affäre und unterlagen standesgemäß mit 0:5.

    Am Anfang des Jahres 1998 kam es zu einem Wechsel an der Vereinsspitze: Stefan Munzert übernahm vom scheidenden 1.Vorsitzenden Erhard Seipp das Amt, während Seipp in die Geschäftsführung des Vereins überwechselte. Mit dem neuen 2.Vorsitzenden Jürgen Müller kam ein „alter Hase“ in ein Vorstandsamt zurück.

    Weit übertroffen wurden die Erwartungen im ersten Bezirksoberligajahr von der 1. Mannschaft. Nach gutem Beginn und einer kleinen Krise nach der Winterpause stürmten die Hassler-Schützlinge zeitweise bis an die Spitze und mussten sich am Ende der Saison vom Aufsteiger FC Burgsolms nur durch das Torverhältnis auf den 2.Tabellenplatz verweisen lassen. Dies bedeutete die Teilnahme an der Relegationsrunde zum Aufstieg in die Landesliga Mitte. Nach einem 0:0 in Braunfels gegen FV 04 Mainz-Kastel und einem Heimsieg gegen Absteiger VfR Lich vor stattlicher Kulisse wurde beim 3:3 in Frankenau der greifbare Aufstieg wiederum aufgrund des schlechteren Torverhältnisses leichtfertig verspielt. Auch der C-Jugend gelang in der Saison 97/98 ein toller Erfolg. Beim vom Sportausrüster Nike veranstalteten Nike-Cup siegte sie im Qualifikationsturnier in Baunatal vor z.B. den Alterskameraden des Zweitligisten Carl-Zeiss Jena und erreichte das Finale in Berlin. Dort trafen die jungen Teutonen dann am Osterwochenende 1999 auf die C-Jugendlichen von Borussia Dortmund und 1860 München und wurden von den Nationalspielern Christian Wörns, Oliver Bierhoff und Jörg Heinrich geehrt.

    In der Saison 1998/99 spielte sich die 2. Senioren-Mannschaft in den Mittelpunkt. Nach zwei vergeblichen Anläufen in den vorangegangenen Spielrunden erreichte die Mannschaft um Trainer Christian Berndt in der B-Klasse der Reservemannschaften den Meistertitel und damit verbunden den Aufstieg in die A-Klasse. Bei der 1. Mannschaft kam es wieder einmal in der Winterpause zu einem Trainerwechsel. Stefan Hassler, der bereits frühzeitig seinen Wechsel zum Oberligisten VfB 1900 Gießen betrieben hatte, musste nach einer sehr erfolgreichen Zeit bei den Teutonen gehen und wurde kurzfristig vom ehemaligen Teutonen-Spieler Peter Gänßler ersetzt, der wiederum nach wenigen Wochen aufgrund atmosphärischer Störungen seinen Posten aufgab. Für die letzten Spiele der Runde, die mit einem guten 3.Tabellenplatz abgeschlossen wurde, übernahm der bisherige Co-Trainer Björn Seipp die Leitung der Aktiven-Truppe.

    Nicht ganz so erfolgreich für die aktiven Mannschaften verlief die Saison 1999/2000, musste doch die 2.Mannschaft als Drittletzter der A-Klasse im Verlauf der Relegationsrunde bereits nach einem Spieljahr wieder den Weg in die B-Klasse antreten. Die erste Mannschaft unter ihrem jungen Trainer Björn Seipp spielte nach dem Abgang einiger starker Spieler zum Oberligisten VfB Gießen wiederum eine beachtliche Saison und erreichte in der Endabrechnung einen zufriedenstellenden 4.Tabellenplatz. Das Highlight im Jahr 1999 für den Verein war der Gewinn der Jugendabteilung beim von der Sparkasse Gießen ausgeschriebenen Wettbewerb „Gezielte Jugendarbeit im Verein“. Das von Jugendleiter Reinhard Schmandt unter Mithilfe von Jochen Schlecht ausgearbeitete Konzept wurde von einer unabhängigen Jury auf Platz eins gesetzt. Verbunden mit der Auszeichnung war ein Scheck über 3000.- DM, der ausschließlich zur Umsetzung des Jugendkonzeptes eingesetzt werden durfte. Aufhorchen ließ an Pfingsten 2000 die Teutonen-B-Jugend, die als Vizekreismeister an einem internationalen Jugendturnier in Meppel/Holland teilnahm und dort das Endspiel erreichte.

    Die erste Saison im neuen Jahrtausend war bei den Aktiven erneut von Turbulenzen geprägt. Nach einigen schwachen Spielen erklärte Trainer Björn Seipp seinen Rücktritt vom Traineramt der 1.Mannschaft und wurde vom Duo Peter Seipp/Christian Berndt ersetzt, die auch die Verantwortung für die 2.Mannschaft übernahmen. Trotz dieser Schwierigkeiten sprang am Ende der Saison für die 1. Mannschaft erneut ein dritter Platz in der Bezirksoberliga heraus, und die 2. Mannschaft errang zum zweiten Mal nach 1999 den Meistertitel in der B-Klasse der Reserven, verzichtete allerdings auf den Aufstieg in die durch die Zusammenlegung der A-Klasse Süd und Nord ernorm an Stärke gewonnene neue A-Klasse. Für die Jugendabteilung gab es im Sommer 2000 erneut eine hohe Auszeichnung. Der Kreisfußballausschuss verlieh der Jugendabteilung des SC Teutonia im Auftrag der Sepp-Herberger-Stiftung den Sepp-Herberger-Preis für anerkannt gute Jugendarbeit. Diese gute Jugendarbeit zeigte sich auch darin, dass in dieser Saison die B-Jugend erstmals seit langer Zeit die Qualifikation für die Bezirksliga schaffte, Kreispokalsieger wurde und erst im Bezirkspokalendspiel nach großem Kampf dem Oberligaaufsteiger VfB Marburg mit 1:3 unterlag. Der gleichen Mannschaft gelang es auch, an Ostern 2001 ein internationales B-Jugendturnier in Hoogeveen/Holland gegen Mannschaften aus 5 Nationen zu gewinnen. Erstmals seit langer Zeit nahm auch wieder eine A-Jugend in Zusammenarbeit mit dem FC Grüningen am Spielbetrieb teil. Ins Rampenlicht rückte auch die E-Jugend, die es schaffte, auf Initiative des Jugendtrainers Alexander Wilhelm, mit den Mannschaften von Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund am 29. September 2000 ins Frankfurter Waldstadion einzulaufen. Viele Zuschauer konnten unsere Jungs live auf Premiere sehen!

    In der Saison 01/02 hatte sich das Gesicht der aktiven Mannschaften entscheidend verändert. Dem neuen Trainer Roger Reitschmidt fiel die Aufgabe zu, mit einer Mannschaft aus vielen neuen, jungen Spielern die Klassenzugehörigkeit zur Bezirksoberliga zu erhalten. Trotz einiger Anfangserfolge machte es sich immer stärker bemerkbar, dass die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft nicht stimmte, so dass man sich in der Winterpause vom neuen Trainer trennte und den bisherigen Jugendtrainer Christian Berndt mit der Betreuung der 1.Mannschaft betraute. Am Ende dieser Saison erreichte man ein wenig zufriedenstellenden 10. Tabellenplatz. Auch für die 2. Mannschaft lief die Saison wenig erfolgreich und man landete am Tabellenende der Kreisliga B.

    Sehr erfolgreich hingegen spielte die A-Jugend, die sich erstmalig für die Bezirksliga Süd des Bezirkes Gießen/Marburg qualifizieren konnte und auf Anhieb den 2.Platz belegte, was gleichzeitig die Qualifikation für die eingleisige Bezirksliga für die Saison 2002/2003 bedeutete. Die B-Jugend wurde sensationell erneut mit einem 2:0-Sieg in Wieseck gegen die TSG Wieseck Kreispokalsieger, nachdem sie vorher den Oberligisten VfB 1900 Gießen ausgeschaltet hatte. Allerdings war im Bezirkspokal bereits in der ersten Runde Endstation.

    Das Jahr 2002 stand sonst ganz im Zeichen des 75jährigen Jubiläums, das unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer stand. Bereits am 13.April fand ein feierlicher Akademischer Abend moderiert von Björn Seipp mit vielen Höhepunkten in der Volkshalle statt. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde sowohl am Fronleichnamswochenende ein großes Jugend-Turnier durchgeführt sowie im Juli ein AH-Turnier gefolgt vom traditionellen Auto-Häuser-Cup mit mehreren etablierten Mannschaften aus der Region.

    Die Saison 2002/03 wurde erneut von einer jungen, unerfahrenen Mannschaft bestritten, die sich aber wider Erwarten gut schlug. Als positiv erwies sich, dass in dieser Saison immer wieder Jugendliche aus der eigenen A-Jugend eingesetzt werden konnten, die großen Anteil daran hatten, dass der 7. Qualifikationsplatz für die eingleisige Bezirksoberliga bis zum letzten Spiel gegen den VfR Lich immer in Reichweite blieb. Allerdings wurde in diesem Spiel durch eine 0:3-Heimniederlage die letzte Chance auf eine Qualifikation verspielt. Auch die Reserve besaß lange Zeit die Chance auf den Aufstieg in die A-Kreisliga, verspielte sie aber durch schwache Leistungen in der Rückrunde.

    In der Jahreshauptversammlung im Februar 2003 übernahm der bisherige Jugendleiter Reinhard Schmandt das Amt des Abteilungsleiters Fußball, das bisher vom 1. Vorsitzenden Stefan Munzert in Personalunion geführt worden war, während Jürgen Hirz neuer Jugendleiter wurde.

  • 1995 – 1996: Der Aufstieg

    Viel vorgenommen hatte man sich auf sportlicher Ebene für die Saison 94/95. Durch finanzielle Zuwendungen von Sponsoren konnte durch Zugänge eine schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt werden. Als die ersten Spiele nicht unbedingt den durchschlagenden Erfolg brachten wurde Trainer Müller durch H. Schulz abgelöst. Nach spannendem Rundenverlauf erreichte die 1.Mannschaft am Rundenende Punktgleichstand mit dem Lokalrivalen Turabdin/Babylon Pohlheim.

    In einem Entscheidungsspiel am 31. Mai 1995 in Allendorf/Lahn verpasste man vor 900 Zuschauern nach einem 3:4 im Elfmeterschießen den direkten Aufstieg in die Bezirksliga Gießen/Alsfeld knapp. Dies holte man allerdings in der folgenden Relegationsrunde souverän nach. Nach Siegen in Alten-Buseck (2:0), in Nieder-Ohmen gegen Bobenhausen (6:1) und im Heimspiel gegen den VfB Wißmar (4:2 vor 600 Zuschauern) wurde der Aufstieg gefeiert, der neben der Mannschaft und dem Trainer vor allem dem Abteilungsleiter E. Seipp und seinem Stellvertreter J. Fischer zu verdanken war.

    Aber auch die 2. Mannschaft konnte durch die Meisterschaft in der C-Klasse Süd den Aufstieg in die B-Klasse feiern und die IIa als Meister der Kreisliga D machte den Erfolg komplett.

    Aber auch die Jugendmannschaften hatten etwas zu bieten. Die E-Jugend des SC Teutonia stellte die erfolgreichste Mannschaft des Kreises Gießen: sie holte sowohl den Hallenkreismeistertitel als auch als E9-Mannschaft sowohl Kreispokal und die Kreismeisterschaft. In der Saison 95/96 sorgte der Aufsteiger in die Bezirksliga von Anfang an für Furore und nahm ständig Spitzenplätze ein, musste aber am Ende mit dem 4.Platz mit leeren Händen dastehen, weil andere die Aufstiegsplätze 1 bis 3 belegten.

    Im Oktober 95 traten der 1. und 2.Vorsitzende des Gesamtvereins zurück. Bis zur Jahreshauptversammlung am 2. Ferbuar 1996 leitete Geschäftsführer G. Schäfer kommissarisch die Geschicke des Gesamtvereins.

    Ende 1995 wurde zur Vermarktung des Spielbetriebs des SC Teutonia und zur Finanzierung und Förderung des Aktiven- und Jugendspielbetriebs die Teutonia Marketing GbR gegründet. Bei den Vorstandswahlen in der Jahreshauptversammlung wurde E. Seipp zum Vorsitzenden des Gesamtvereins, J. Fischer zum Abteilungsleiter Fußball und K.P. Burger zum Abteilungsleiter Tennis gewählt.

    Vielfältige Aktivitäten im Jugendbereich kennzeichneten das Jahr 1996. Neben der Veranstaltung von 2 Hallenturnieren und dem Kick-in-Cup 96 , der an Pfingsten von 30 Jugendmannschaften u.a. auch von Kickers Offenbach besucht wurde, wurden von verschiedenen Mannschaften 3 Bundesligaspiele besucht. Ein Höhepunkt stellte zweifelsohne der Besuch des brasilianischen Weltmeisters Paulo Sergio (damals Bayer Leverkusen) im April dar, der mit unseren E- und F-Jugendlichen trainierte und anschließend mit ihnen gegen ihre Väter spielte. Außerdem holte sich noch die F-Jugend sowohl den Kreispokal als auch den Kreismeistertitel auf dem Feld. Auf dem Sportgelände „An der Neumühle“ wurden einige baulichen Veränderungen vorgenommen, unter anderem wurde auf Initiative von Abteilungsleiter K.P. Burger ein Vereinsheim für die Tennisabteilung errichtet.

  • 1988 – 1994: Neuanfang und Gründung der Tennisabteilung

    Mit Spielertrainer B. Gerullis musste in der Saison 87/88 in der B-Klasse West ein Neuanfang gestartet werden, der nur teilweise gelang. Der 3. Platz in der Endabrechnung bedeutete allerdings ein weiteres Verweilen in der B-Klasse. Im Januar 1988 wurde F. Waldmann für 2 Jahre neuer Vorsitzender des Vereins. Nach der Sommerpause 1988 nahm man den neu gestalteten Kinderspielplatz auf dem Sportgelände in Betrieb. Dem neu verpflichteten Trainer und Urteutonen W. Haas blieb es vorbehalten, in der Saison 88/89 den ersten Schritt der Aktiven nach oben zu veranlassen. Durch Platz 2 in der Endabrechnung der B-Klasse West qualifizierten sich die Teutonen für die neu geschaffene Kreisleistungsliga B1. In dieser Saison waren aber auch Meistertitel zu feiern: die 2.Mannschaft wurde Meister der C-Klasse West und schaffte den Aufstieg in die B-Klasse und die IIa wurde erneut Meister, diesmal in der C-Klasse Nord. Im Jugendbereich wurde die B-Jugend Hallenkreismeister.

    Im Jahr 1989 schlug die Geburtsstunde der Tennisabteilung des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg. Bereits seit dem Jahre 1984 hatte es Bestrebungen gegeben, vor allem für Teutonen-Mitglieder, die nicht mehr dem runden Leder nachjagten, Möglichkeiten zu schaffen, im Verein weiter Sport zu treiben. Außerdem war es ein Ziel, neue Mitglieder für den Verein zu gewinnen, die in ihrer Freizeit Sport treiben konnten. Auf Betreiben der Initiatoren K.H. Vonderheid, H. Rieb, F. Waldmann und E. Seipp, unterstützt von J. Schlecht, der den organisatorischen Bereich abdeckte, trafen sich 24 Gründungsmitglieder am 20. September 1989 und hoben eine Tennisabteilung im SC Teutonia Watzenborn-Steinberg aus der Taufe. Der kommissarischen Abteilungsleitung gehörten an: J. Schlecht als Abteilungsleiter, K.D. Gimbel, E. Seipp, S. Otto, F. Waldmann, H. Rieb, G. Schäfer und W. Haas. Gleichzeitig wurde damit begonnen, 2 Tennisplätze in Eigeninitiative auf dem nicht mehr genutzten Kleinspielfeld zwischen Rasen- und Hartplatz herzurichten. Schließlich war man in der Lage, am 1. August 1990 den Spielbetrieb auf den fertiggestellten Sandplätzen aufzunehmen. Schon nach einem Jahr zählte die aufstrebende Abteilung mehr als 100 Mitglieder. Hauptanliegen der Abteilung war es, interne Turniere zu veranstalten und die Mitglieder durch Organisation von Tenniskursen auf einen höheren Leistungsstand zu bringen.

    Im gleichen Jahr wurde der SC Teutonia vom HFV mit der Ausrichtung des A-Jugend-Hessenpokalendspiels zwischen der SG Höchst und CSC 03 Kassel beauftragt. Die Freizeitmannschaft Torpedo Wiese schloss sich dem SC Teutonia an. Neben viel Erfreulichem aber auch das: mangels Spieler konnte der SC Teutonia weder eine A- noch eine B-Jugend im Spielbetrieb stellen!
    Nach Abschluss der Saison 89/90 belegte die 1.Mannschaft den 7.Platz in der Kreisleistungsliga B1.
    Ab Januar 1990 hieß der neue 1.Vorsitzende H. Rieb. Der frühere 1. Vorsitzende, K.H. Vonderheid, wurde auf dem Kreisfußballtag zum Kreisrechtswart gewählt und hatte dieses Amt er mehrere Jahre inne. Der ehemalige Geschäftsführer und langjährige Aktive G. Schäfer übernahm ab der Saison 90/91 für drei Jahre die Trainertätigkeit beim SC Teutonia. Die Kreisleistungsliga B1 wurde wieder aufgelöst und dafür 2 Kreisligen A geschaffen. Der SC Teutonia gehörte der Kreisliga A Süd an und belegte in der Saison 90/91 den 6.Platz. Die IIa wurde zum dritten Mal in Folge Meister, diesmal in der Kreisliga C Gr.3. Seit September 1990 unterstützte ein Fan-Club-Teutonia unsere Mannschaften. Seine Mitgliederzahl erreichte teilweise die Zahl 70 und bei Erfolgen konnte oft die überdimensional große Vereinsfahne auf dem Sportplatz bewundert werden.

    Pfingsten 1991 feierte die AH-Mannschaft ihr 30jähriges Jubiläum abermals mit einem Pfingstturnier an der Neumühle. Im gleichen Jahr erfolgte endlich die Umstellung der Mitgliederverwaltung auf EDV. Dazu war vor allem die Mitarbeit der älteren Mitglieder erforderlich, weil viele Daten aus früheren Zeiten nicht mehr vorhanden waren. Am 1. August 1991 ehrte der Club der Altfußballer Gießen die Jugendabteilung des SC Teutonia für langjährig gute Jugendarbeit anlässlich einer Jugendleitersitzung in Steinbach und überreichte einen Ball. Auch die Saison 91/92 ließ einen weiteren Aufwärtstrend erkennen. Der 4.Platz in der Kreisliga A Süd wurde erreicht. Durch die Zusammenarbeit mit Grüningen war es jetzt nach drei Jahren wieder möglich, eine A-Jugend in den Spielbetrieb zu entsenden. Im Jahr 1992 nahm die Tennisabteilung unter der Leitung des Platzobmanns K.P. Burger in Eigenhilfe einen Umbau im Sportheim vor. Es wurden weitere Umkleide- und Duschmöglichkeiten geschaffen.

    Am Ende der Spielrunde 92/93 stand unter dem neuen Trainer G. Schäfer wiederum nur ein Mittelplatz in der Kreisliga A Süd. Die F-Jugend des Vereins holte den 10. Hallenkreismeistertitel nach Watzenborn-Steinberg seit Beginn der Hallenrunde in 69/70. Die Misere in den älteren Jugendklassen veranlasste Jugendleiter R. Schmandt dazu, in Zusammenarbeit mit dem TV Hausen und dem SV Garbenteich die Jugendspielgemeinschaft Pohlheim für A- und B-Jugend zu gründen, die aber nur wenige Jahre Bestand hatte. Im gleichen Jahr nahm erstmals eine Jugendmannschaft der Tennisabteilung an der Medenrunde teil.

    Am 25. Februar 1994 wurde durch die Verabschiedung einer veränderten Satzung in der Jahreshauptversammlung die Vereinsstruktur grundlegend geändert. Über zwei eigenständigen Abteilungen Fußball und Tennis präsidiert nun ein Gesamtvorstand. Neuer 1.Vorsitzender des Gesamtvereins wurde H. Rieb, Abteilungsleiter Fußball E. Seipp und Abteilungsleiter Tennis W. Schäfer. Das Fußball-Info trat die Nachfolge der Vereinsmitteilungen an. Verantwortlich für das neue Informationsblatt, das jetzt sechsmal jährlich erschien, war B. Seipp, dem sich später noch St. Munzert hinzugesellte. Erfolgreicher als die 1. Mannschaft mit ihrem neuen Trainer R. Müller (9.Platz Kreisliga A Süd) war die B-Jugend der JSG Pohlheim. Sie wurde Kreispokalsieger und scheiterte erst im Endspiel um den Bezirkspokal am VfB Marburg.

  • 1984 – 1987: Der Niedergang

    Sowohl in der Saison 83/84 als auch in 84/85 belegte die 1.Mannschaft jeweils einen nicht zufriedenstellenden 9. Platz in der A-Klasse, in der zweiten Saison unter dem neuen Trainer J. Pistauer. In diesen beiden Jahren machten die Jugendmannschaften der JSG weiter von sich reden: 1984 wurde die D-Jugend sowohl Kreis- als auch Bezirksmeister, 1985 errang die C-Jugend den Hallenkreismeistertitel, während die B-Jugend Vizemeister der Landesliga Nord wurde. Der Erfolg der B-Jugend erwies sich allerdings als Pyrrhus-Sieg, meldete sich doch die komplette Mannschaft ab, weil sie beim SC Teutonia als A-Jugend nur in der Kreisliga hätte spielen können. Im Jahr 1984 wurde die nicht mehr ausreichende alte Flutlichtanlage durch eine leistungsfähigere, neue ersetzt. Auch die 2. Saison der Aktiven unter Trainer Pistauer brachte nicht den erhofften Erfolg: nur Platz 12 in der Kreisliga A.

    In der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 1986 erklärte der gesamte Vorstand seinen Rücktritt, so dass es nur dem Geschick des Wahlleiters K. Brückel und dem Engagement altgedienter Teutonen-Mitglieder zu verdanken war, dass überhaupt ein neuer Vorstand zustande kam. Es wurde kein Vorsitzender gewählt, sondern ein sogenanntes Dreier-Gremium mit K. Ruhl, G. Peh und E.M. Harnisch, das die Geschicke des Vereins für die nächsten zwei Jahre leitete. Im gleichen Jahr feierte die AH-Mannschaft mit einem von Manager H. Rieb gut organisierten Jubiläumsturnier an Pfingsten ihr 25jähriges Bestehen.

    Die Saison 1986/87 unter dem neuen Aktiven-Trainer J. Schlecht stand unter keinem guten Stern, hatten doch erneut einige Leistungsträger den Verein verlassen. Nach einer ganzen Serie siegloser Spiele konnte auch die Rekordzahl von 4 Trainerwechseln (Schlecht, Gänßler, Klös, Vultee) keine Hilfe bringen. Mit nur zwei Siegen im Verlauf einer ganzen Saison musste im Jahr des 60jährigen Jubiläums die A-Klasse als Absteiger verlassen werden. Allerdings zeigte sich eine andere Aktivenmannschaft erfolgreich: die schon länger spielende IIa wurde Meister der neu geschaffenen D-Klasse. In dieser Saison wurde auch die JSG Teutonia/MTV Gießen aufgelöst, da kaum noch Gießener Spieler und Betreuer vorhanden waren. Stattdessen wurde im Jugendbereich eine enge Zusammenarbeit mit dem FC Grüningen verabredet.

    Das 60jährige Jubiläum wurde wiederum durch eine Sportwoche gefeiert. Vom 31. Mai bis Juni 1987 fanden sowohl der Tag des Mädchenfußballs, das Hüttenberg-Pokal-Turnier als auch ein Turnier der örtlichen Gesangvereine viel Resonanz auf dem Sportgelände. Zum krönenden Abschluss gastierte schließlich der damalige UEFA-Cup-Teilnehmer Werder Bremen mit vielen bekannten spielenden Bundesligaprofis wie Reck, Wolter, Sauer, Borowka, Riedle und Votava sowie Trainer Otto Rehhagel am 16. Juli in Watzenborn-Steinberg. Eine Bezirksauswahl, in der auch 3 Teutonen spielten und die vom Ex-Teutonen P. Gänßler betreut wurde, bot Paroli und unterlag vor 1200 Zuschauern nur 0:4.

  • 1977 – 1983: Glanzvolles Jubiläum

    Unter Festpräsident Jürgen Müller wurde 1977 ein glanzvolles 50jähriges Jubiläum gefeiert. Vom 11. bis zum 19.Juni fand auf dem Sportgelände eine Sportwoche statt, in der alle aktiven Mannschaften des Vereins sportlich in Aktion traten. Den Höhepunkt bildete das Aufeinandertreffen der 1.Mannschaft mit dem damaligen Bundesligaaufsteiger FC St. Pauli, das von den allerdings nicht in stärkster Aufstellung antretenden Gästen vor 800 Zuschauern nur knapp mit 3:1 gewonnen wurde. Unter anderem trat in dieser Woche eine verstärkte A-Jugend des SC Teutonia gegen die A-Jugend der Offenbacher Kickers an und verlor 1:9. 2 Tore für die Offenbacher erzielte damals ein junger Mann namens Rudi Völler! Der Festkommers am 18.6. in der Volkshalle rundete ein gelungenes Jubiläum ab.

    Nachdem die 1.Mannschaft im Jubiläumsjahr noch einen zufriedenstellenden 8.Platz belegt hatte, musste sie leider mit ihrem neuen Trainer Helmut Hainbach am Ende der Saison 1977/78 als Absteiger nach sechsjähriger Zugehörigkeit die Bezirksliga Gießen/Marburg Süd (vergleichbar heute der Bezirksoberliga) verlassen. Eine unglückliche Tabellenkonstellation von der Hessenliga über die Gruppenliga führte dazu, dass auch der Viertletzte der Bezirksliga den Gang in die A-Klasse antreten musste.

    Der neue Start in der A-Klasse Gießen ab der Saison 78/79 gestaltete sich anfangs schwierig. Da die Mannschaft durch Abgänge geschwächt war, blieb anfangs der Erfolg aus, außerdem kamen 2 Trainerwechsel (Hainbach, Kociok) hinzu, so dass man am Ende froh war, den 10. Tabellenplatz zu erreichen. Höhepunkt des Jahres 1978 war das Spiel des SC Teutonia gegen die komplette Bundesligamannschaft der Frankfurter Eintracht am 1.Februar 1978 an der Neumühle. Vermittelt worden war dieses Spiel durch unser Mitglied Wolfgang Cavael sowie durch Herrn Deumer aus Gießen. Der Erlös dieses Spiels diente zur Unterstützung von sprachbehinderten Kindern. Die Frankfurter traten u.a. mit Grabowski, Hölzenbein und Körbel an und siegten gegen eine tapfer kämpfende, verstärkte Teutonen-Elf standesgemäß mit 6:1 vor 1500 Zuschauern. Wichtigstes Vereinsdatum im Jahr 1979 war das erstmalige Erscheinen der Vereinsnachrichten im November dieses Jahres. Der Vorstand hatte beschlossen, seine Mitglieder nun regelmäßig über das Vereinsleben schriftlich zu informieren, und Geschäftsführer G. Schäfer, der den kaufmännischen Teil betreute, sowie Vorstandsmitglied R. Schmandt, der für die redaktionelle Seite des damals so genannten Teutonen-Blättchens verantwortlich war, als auch J. Schlecht und U. Häuser setzten diesen Beschluss in die Tat um.
    Somit war der Vorgänger des heutigen Fußball-Infos geboren, das seitdem ununterbrochen erschienen ist. Sportlich schnitt die Teutonen-Mannschaft unter dem neuen, glücklosen Trainer H. Hrachovec, der auch nur eine Saison blieb, eher schwach ab: Platz 13 in der Kreisliga A in der Saison 1979/80.

    Besser lief es in der Saison 80/81 mit dem 7.Platz unter Trainer H. Neufeld. In dieser Saison wurde vor allem aus sportlichen Gründen die Jugendspielgemeinschaft (JSG) Teutonia W.-Steinberg/MTV Gießen gegründet, d.h. alle Jugendmannschaften der beiden Vereine spielten unter neuem Namen. Die ersten Erfolge blieben nicht aus: die B-Jugend wurde auf Anhieb Meister der Bezirksliga Süd und sogar Bezirksmeister nach einem 5:4 -Sieg nach Elfmeterschießen gegen den VfL Neustadt. Damit verbunden war gleichzeitig der Aufstieg in die Landesliga Nord, der höchsten hessischen Jugendspielklasse, in der sie sich dann auch 4 Jahre hielt und unter ihrem Trainer K.H. Ruhl sehr erfolgreich war. Außerdem wurde auch noch die E-Jugend der JSG Hallenkreismeister. Im Januar 1982 stellte sich Vorsitzender J. Müller nach fast neunjähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wahl. K.H.Vonderheid wurde neuer 1.Vorsitzender des Vereins. Seine Wahl erfolgte in der Jahreshauptversammlung am 8. Januar 1982, gleichzeitig wurde die Vereinssatzung geändert und modernen Gegebenheiten angepasst. Am 1. Juni 1982 gastierte erneut die Frankfurter Eintracht mit ihren Bundesligastars in Watzenborn-Steinberg. Auch das zweite Treffen fand wiederum zugunsten sprachbehinderter Kinder statt. Vor 1000 Zuschauern kamen die Teutonen diesmal arg unter die Räder und verloren 1:9. Im gleichen Jahr wurde der Sportheimanbau begonnen, um die beengten Umkleideverhältnisse auf dem Sportgelände zu verbessern. Bis zur Einweihung am 9. Dezember 1983 wurden hier zahlreiche Arbeitsstunden von engagierten Vorstandsmitgliedern um die Vorsitzenden K.H. Vonderheid und A. Weigel sowie von einigen Mitgliedern geleistet.

    In der Saison 82/83 löste P. Failing nach 2 Jahren H. Neufeld als Trainer ab. Fast wäre in dieser Saison der erneute Aufstieg in die Bezirksliga gelungen, aber wie so oft verspielten die Teutonen ihre gute Ausgangsposition als Herbstmeister durch eine durchwachsene Rückrunde. Zum Abschluss blieb nur der 3. Platz in der A-Klasse. Besser machten es sowohl die C-Jugend (Kreismeister in der Halle und auf dem Feld) und die D-Jugend (Hallenkreismeister) der JSG. Im Sommer 1983 konnte erstmals bei der Veranstaltung des Hüttenberg-Pokals der Sportheimanbau benutzt werden. Am 4. September trat die in Grünberg weilende israelische Erstliga-Mannschaft Hapoel Lod zu einem Freundschaftsspiel an der Neumühle an. Vor lediglich 70 Zuschauern enttäuschten die Teutonen nicht und unterlagen ehrenvoll 1:2.

  • 1970 – 1976: Die erfolgreichen 70er Jahre

    Das große Ziel des Vereins, die Rückkehr in die Bezirksklasse, erfüllte sich freilich auch in den nächsten Jahren noch nicht. Dass 1970/71 im ersten Amtsjahr von Trainer Rainer Fischer der große Wurf des Meistertitels mit dem undankbaren 2. Platz wiederum nur unglücklich verpasst wurde, war zwar sehr bedauerlich, aber letztlich durch den erstmaligen Gewinn des Landratspokals als Sieger des Endspiels gegen Steinbach auf neutralem Gelände in Garbenteich wenigstens einigermaßen zu verschmerzen.

    Die neue Meisterschaftsrunde sollte dann jedoch ganz nach dem Geschmack der Mitglieder und natürlich auch der Vereinsführung, die nach dem Rücktritt von K. Wilhelm zunächst von R. Kosempel, danach ab Mai 1971 von K. Happel repräsentiert wurde, ihren Ausgang nehmen. Mit einem überwältigenden Vorsprung von 15 Punkten auf den Rangzweiten Großen-Linden (60:8 gegenüber 45:23 Punkten) erspielte sich die Mannschaft mit einem geradezu phänomenalen Torverhältnis von 131:30 den Meistertitel und damit den lang ersehnten Wiederaufstieg in die Bezirksklasse. Außerdem gelang es den Teutonen, den im Vorjahr erstmals errungenen Landratspokal durch einen Finalsieg gegen Daubringen in Alten-Buseck zu verteidigen. Folgende Spieler gehörten dem damaligen Aufgebot an: F. Palme, G. Buß, R. Schmandt, J. Volz, K.L. Hirz, R. Bauernschmidt, K. Wenzel, B. Brückel, H.J. Haas, N. Schmidt, V. Schmitt, S. Loos, W. Haas, J. Opper, P. Gänßler, G. Schmitt.
    Mit dem Ablauf dieser so überaus erfreulichen Spielzeit schied R. Fischer aus beruflichen Gründen als Trainer aus. Der Verein verpflichtete daraufhin als neuen Trainer Günter Bill aus Waldgirmes, der in der Folgezeit gleichsam nahtlos an die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers anzuknüpfen verstand. Im Herbst 1972 schaffte die Mannschaft wiederum den Einzug in das Endspiel des Landratspokals und blieb auch diesmal mit einem souveränen Sieg gegen Garbenteich in Lindenstruth in der Erfolgsspur. Mit dem dritten Titelgewinn in ununterbrochener Reihenfolge ging dieser wertvolle Pokal in den Besitz des SC Teutonia über.

    Nicht zuletzt übertraf auch der Verlauf der ersten Bezirksklassensaison die Prognosen selbst der kühnsten Optimisten. Bis kurz vor die Ziellinie hielten die Teutonen den Kampf um den Titel völlig offen und mussten der Konkurrenz aus Leihgestern letztlich nur mit einem Punkt Rückstand die Meisterschaft überlassen.
    Anzufügen ist in der Chronik der frühen 70er Jahre schließlich noch die Gründung einer Damenfußballmannschaft, die dem Verein wenigstens vorübergehend einen kräftigen Mitgliederzuwachs bescherte. Großes Augenmerk wurde vom neuen Vorsitzenden Jürgen Müller, der im Juni 1973 K. Happel an der Spitze des Vereins ablöste, auch auf die Förderung und den kontinuierlichen Ausbau der Jugendarbeit gerichtet, was mit dem Ansteigen der Zahl von an den Verbandsspielen teilnehmenden Jugendmannschaften dem Nachwuchsbereich auch den erhofften Schub vermittelte.

    Die 1. Elf des SC Teutonia, die bis zum Abschluss der Spielzeit 1974/75 von G. Bill, anschließend nochmals von R. Fischer und ab Dezember 1975 von W. Schmolke betreut wurde, hatte sich, bedingt durch den Titelhattrick im Landratspokalwettbewerb, in diesen Jahren das Prädikat einer ganz auf Pokalsiege spezialisierten Mannschaft erworben. Diesen Ruf, eine ausgesprochene Pokalmannschaft zu sein, untermauerten die Teutonen endgültig durch das neuerliche Vordringen in die Endspiele des Landratspokals in den Jahren 1973 und 1975, die ebenfalls siegreich gestaltet werden konnten. Nach dem fünften Titelgewinn – zunächst erneut gegen Daubringen und zwei Jahre später gegen Langgöns – bestimmte also nicht von ungefähr das Wort des Abonnementssiegers Teutonia Watzenborn-Steinberg die Schlagzeilen der Tageszeitungen.
    So durfte der Verein im Vorfeld seines 50jährigen Bestehens mit berechtigtem Stolz auf seine Geschichte zurückblicken, die neben Höhen zwar auch manche Tiefen aufwies, die aber dank der unermüdlichen Einsatzbereitschaft der jeweiligen Vereinsverantwortlichen immer wieder gemeistert wurden. Ebenso zufrieden konnte man zu diesem Zeitpunkt mit dem Leistungsstand der Aktiven (1., 2., IIa- und AH-Mannschaft) sein. Auch im Jugendbereich waren die Voraussetzungen für eine gesunde Basis geschaffen worden, so dass der SC Teutonia von seiner Struktur her sich in die Lage versetzt sah, die vielfältigen Herausforderungen und Aufgaben der Zukunft mit Mut und Zuversicht in Angriff zu nehmen.

  • 1958 – 1967

    1958 – 1967: Der rasante Fall und die allmähliche Erholung

    Diese Niederlage leitete anschließend das Ende einer sportlich alles in allem sehr erfolgreichen Zeitspanne ein. Denn trotz größter Bemühungen des Vorstands und einer intensiv betriebenen Jugendarbeit war der Abstieg in die A-Klasse am Ende der Saison 1958/59 nicht zu verhindern. Zwei Jahre später musste sogar der schwere Weg in die B-Klasse angetreten werden. Die Spielzeit 1962/63 brachte der Mannschaft unter Trainer Walter Schäfer aus Leihgestern den mit aller Macht angestrebten Wiederaufstieg in die A-Klasse. Die folgenden Jahre waren im sportlichen Bereich von schönen Erfolgen geprägt, wobei die 1. Mannschaft unter Trainer Schäfer und dessen Nachfolger im Amt Helmut Harnisch den Weg zurück in die Bezirksklasse mehrmals nur denkbar knapp verfehlte, andererseits jedoch die Junioren-Mannschaft als herausragendes Ereignis den Landräte-Pokal des Sportbezirks Gießen/Marburg nach Watzenborn-Steinberg holte.

    Darüber hinaus begann die engagierte Jugendarbeit des Vereins allmählich Früchte zu tragen, wofür die Erfolge der D-Jugend in der Saison 1965/66, die sowohl Kreismeister- als auch Bezirksmeisterschaft und den zu Ehren des verstorbenen Ehrenvorsitzenden Heinrich Harnisch vom Verein gestifteten Wanderpokal gewinnen konnte, als auch die A-Jugend der Saison 68/69 stellvertretend genannt sein mögen, die nachdem sie souverän den Kreismeistertitel gewonnen hatte, erst im Bezirksmeisterschaftsendspiel in Grünberg knapp mit 1:0 dem mehrmaligen Bezirksmeister VfL Marburg unterlegen war.

    Auch auf außersportlicher Ebene waren die 60er Jahre von umfangreichen Aktivitäten gekennzeichnet. Nachdem die Bauarbeiten für einen neuen Sportplatz abgeschlossen waren und der neue Rasenplatz im Juni 1963 eingeweiht werden konnte, war die Errichtung eines Sportheims, das im Mai 1965 seiner Bestimmung übergeben wurde, ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Vereinslebens. Rechtzeitig zum 40jährigen Jubiläum wurde im Jahre 1967 die Flutlichtanlage für den Hartplatz, für deren Fertigstellung auch etliche Vereinsmitglieder viele Arbeitsstunden erbracht hatten, dem Verein von der Gemeinde übereignet. Am 10./11. Juni 1967 wurde unter der Vereinsführung mit dem ehemaligen Spieler K. Wilhelm an der Spitze, der nach K. Happel und K. A. Brückel ein Jahr zuvor das Amt des 1. Vorsitzenden übernommen hatte, das 40jährige Vereinsbestehen in würdigem Rahmen begangen.

  • 1945 – 1956: Neuanfang und sportliche Glanzzeit

    Nach den Wirren des Kriegs wurde der Spielbetrieb schon im Juli 1945 wieder aufgenommen. Die Punktspiele im Spieljahr 1945/46 wurden auf Kreisebene in 5 Gruppen ausgetragen. Ohne Punktverlust wurde unsere 1. Mannschaft Gruppensieger und in den Ausscheidungsspielen Kreismeister. Das Aufgebot dieser Mannschaft sei an dieser Stelle nochmals festgehalten: Reinhard Burger, O. Häuser, Walter Häuser, Otto Buß, Heinrich Schmandt, Karl Häuser, Norbert Graf, Ewald Wehrum, Karl Sames, Rudolf Lang, Rudolf Wehrum, Helmut Happel. Als treffsicherster Schütze machte seinerzeit Karl Sames von sich reden, der es von Juli 1945 bis Juli 1946 in 39 Spielen auf die bemerkenswerte Quote von 76 Toren brachte.

    In der ersten ordentlichen Jahreshauptversammlung nach dem Krieg waren wieder Heinrich Harnisch zum 1. Vorsitzenden und Albert Pitz zum 1. Geschäftsführer gewählt worden. 1949 verzichtete H. Harnisch aus gesundheitlichen Gründen auf eine Wiederwahl und wurde im Hinblick auf seine Verdienste um den Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Nachdem Harnischs Vorgänger Otto Burger nochmals für ein Jahr die Vereinsführung übernommen hatte, wurde im Jahr 1950 Kurt Fischer die Lenkung der Vereinsgeschicke übertragen, die dieser schließlich bis 1956 wahrnahm. In sportlicher Hinsicht sollten die Nachkriegsjahre sehr erfolgreich verlaufen. Aufgrund der errungenen Kreismeisterschaft 1945 bzw. der Meistertitel 1938-40 wurde die 1. Mannschaft der Teutonia im Spieljahr 1946/47 in die 1. Amateurliga Hessen, Gruppe Mitte, aufgenommen. Im Spieljahr 1947/48 wurden nur Löhnberg und Wetzlar aus der Gruppe Mitte in die 1. Amateurliga übernommen. Die restlichen 10 Mannschaften bildeten eine von 6 Gruppen der neugegründeten 2. Amateurliga Hessen. Die junge Mannschaft konnte sich stets in der Spitzengruppe der 2. Amateurliga halten. Mit Stolz konnte der Verein auf seine 1. Mannschaft blicken, die 1951/52 im 25. Jubiläumsjahr die Meisterschaft in der 2. Amateurliga errang. Folgende Spieler waren an diesem Erfolg beteiligt: W. Rüspeler, O. Häuser, W. Häuser, O. Buß, K. Pitz, W. Wehrum, K. Sommer, E. Buß, K. Sames, R. May, H. Harnisch, R. Seipp, E. Wehrum, R. Wehrum, W. Krale.

    Das letztlich entscheidende Spiel um den Aufstieg in die damals oberste hessische Spielklasse wurde in Friedberg ausgetragen und dort gegen Bad Homburg sehr unglücklich mit 0:1 verloren. Das Jahr 1952 bildete mit den Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des 25jährigen Bestehens der Teutonia den absoluten Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte. Im Rahmen einer Festwoche, die mit einem Freundschaftsspiel gegen die Oberligamannschaft von Wormatia Worms eröffnet wurde, gab die wohl damals populärste deutsche Mannschaft, der 1. FC Kaiserslautern, gespickt mit Nationalspielern und späteren Weltmeistern (Kohlmeyer, Eckel, Liebrich, Fritz und Ottmar Walter), ihre Visitenkarte an der Neumühle ab und lockte mit 6000 Zuschauern eine prächtige Kulisse an. Allen Augenzeugen ist dieses vom Festpräsidenten Albert Pitz in die Wege geleitete Fußballfest sicher unvergessen geblieben.

    Ab der Punktrunde 1953/54 wurde die 2. Amateurliga in zwei Gruppen aufgeteilt. Unsere 1. Elf errang den 1. Tabellenplatz in der Südgruppe, verlor jedoch den Meistertitel im Vor- und Rückspiel gegen den Vertreter der Nordgruppe VfL Marburg. Im Spieljahr 1954/55 erkämpfte unsere Mannschaft den 3. Tabellenplatz und 1955/56 wieder den Meistertitel in der Südgruppe, scheiterte aber in den Endspielen gegen Germania Marburg mit 0:1 im dritten Spiel auf neutralem Platz.

  • 1932 – 1942: Die ersten Erfolge

    Die Spielstärke der 1. Mannschaft wurde sodann kontinuierlich verbessert und schon in der Spielzeit 1932/33 konnten mit der Erringung der Meisterschaft in der A-Klasse und dem damit verknüpften Aufstieg in die Bezirksklasse die Früchte dieser Aufbauarbeit geerntet werden. Wenn auch nach zwei Jahren Bezirksklassenzugehörigkeit der bittere Weg zurück in die A-Klasse angetreten werden musste, so ließen sich die jungen Fußballer doch davon nicht beeindrucken und erkämpften wiederum nur ein Jahr später am Ende der Spielzeit 1936/37 ungeschlagen den neuerlichen Aufstieg in die Bezirksklasse.

    Dieser großartige Erfolg konnte im Jahr des 10jährigen Bestehens also zum denkbar günstigsten Zeitpunkt gefeiert werden. Zu diesem Jubiläum gelang es den Teutonen auf Initiative des Geschäftsführers Albert Pitz, mit Wormatia Worms eine der deutschen Spitzenmannschaften zu einem für die damalige Zeit ausgesprochen spektakulären Freundschaftsspiel zu verpflichten.

    Die durch den Zugang neuer Spieler weiter verstärkte Mannschaft mit E. Happel, K. Jung, O. Fett, H. Schmandt, H. Hedrich, E. Burger, F. Naumann, R. Lang, O. Däublin, M. Schmitt, O. Haas, K. Buß und K. Fritsche konnte sich im Jahre 1938 in den Tschammer-Pokalspielen bis in die Gauliga hineinspielen. Siege gab es gegen Langendiebach (4:1), Hessen Hersfeld (5:0) und Groß-Auheim (3:1). Der Siegeszug der Mannschaft wurde erst durch unsportliche Machenschaften der Borussen aus Fulda gestoppt. Die Partie kam nicht zur Austragung und so wurde man, ohne bezwungen worden zu sein, der Möglichkeit beraubt, im weiteren Wettbewerb etwa gegen VfR Mannheim oder Schalke 04 zu spielen.

    Auch in der Spielzeit 1938/39 konnte die Mannschaft den Titel des Bezirksmeisters erringen, scheiterte aber anschließend in den Aufstiegsspielen zur damaligen Gauliga letztendlich nach einer 2:4-Niederlage gegen Hanau 1860.

    Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges markierte zwangsläufig einen gravierenden Einschnitt im Vereinsleben. Ungeachtet aller Probleme, hervorgerufen in erster Linie durch die Einberufung nahezu aller Spieler zum Militärdienst, gelang es der Vereinsführung, den Spielbetrieb weitgehend aufrechtzuerhalten. So wurde der 15. Geburtstag des Vereins im Jahre 1942 mit einem Spiel gegen die Offenbacher Kickers begangen. Darüber hinaus feierten Jugendmannschaften in den Kriegsjahren schöne Erfolge (1942 gewann die 1. Jugendmannschaft die Bannmeisterschaft, ein Jahr später errangen die 1. und 2. Jugend die Bannplakette).

  • 1926 – 1931: Die Anfänge

    Am 1. November 1926 fanden sich acht junge Sportler zusammen mit dem Willen, den Sport zu heben und einen Fußballverein ins Leben zu rufen. In dem Wunsche, dass dem Verein noch viele Jahre beschieden sein mögen, schreiben wir die Gründer zur Erinnerung nieder: Ludwig Happel, Otto Fett, Robert Ruckelshausen, Ernst Happel, Heinrich Schmandt, Albert Knorr, Georg Buß, Otto Burger. So lautet ein Teil des Titelblattes des 1. Protokollbuches, überschrieben „Die Gründung des Fußballclubs Teutonia Steinberg“.

    Noch im selben Monat November setzten die Fußball begeisterten jungen Männer ihr Vorhaben in die Tat um und organisierten ein Spiel gegen den FC Steinbach. Die Mannschaftsaufstellung bei diesem Spiel: Albert Knorr – Otto Burger, Robert Ruckelshausen – Georg Buß, Ernst Happel, Otto Fett – Heinrich Schmandt, Ludwig Happel, Otto Happel, Ludwig Buß, Otto Buß.

    Auch wenn nach diesem ersten Spiel einige Unstimmigkeiten auftraten, so war in den jungen Sportlern doch der Wunsch erwacht, ihren Sport künftig intensiver zu betreiben und zu diesem Zweck einen Verein zu gründen. Nahe liegend war es natürlich für diese jungen Männer, deren Treffpunkt im übrigen das Gasthaus „Zum Grünen Baum“ im Ortsteil Steinberg war, sich als Gegner für das nächste Spiel eine Mannschaft aus dem Ortsteil Watzenborn auszusuchen, denn auch dort hatten sich zu jener Zeit Fußball spielende Männer zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen. Es wurden zwei Spiele vereinbart, wobei das Hinspiel am 2. Weihnachtsfeiertag ausgetragen wurde und einen unentschiedenen Ausgang nahm. Am Neujahrstag 1927 kam schließlich das Rückspiel zur Austragung, das vor einer bemerkenswert stattlichen Zuschauerkulisse ebenfalls unentschieden endete. Da in Ermangelung eines Sportplatzes die Ausübung des Wettkampfsports auf Wiesengelände – die Spiele wurden seinerzeit auf der Mockswiese ausgetragen – ab dem Frühjahr streng untersagt war, blieben die jungen Fußballer in der Folgezeit in ihrem Tatendrang weitestgehend zur Passivität verurteilt. Sie verlagerten ihre Anstrengungen auf eine andere Ebene und intensivierten die Bemühungen, den Boden für eine Vereinsgründung zu bereiten. So wurde ein Satzungsentwurf erstellt, der am 30. Oktober 1927 von zahlreich erschienenen Fußballfreunden im Gasthaus „Zur Wetterau“ verabschiedet wurde. Dem damit aus der Taufe gehobenen neuen Verein gab man nach längeren Beratungen in Anlehnung an den bereits bestehenden Fußballclub Teutonia Steinberg bei Gedern ebenfalls den Namen „Teutonia“ und als Vereinsfarben wurden zunächst die Farben Blau-Gelb ausgewählt. Unter diesen Farben trat der junge Verein dem Westdeutschen Spielverband bei und trug schon im Jahre 1928 seine ersten Verbandsspiele aus.

    Schon sehr bald konnten die Vereinsverantwortlichen – auf Otto Happel und Fritz Müller folgte schließlich im Spieljahr 1929/30 Heinrich Harnisch im Amt des 1. Vorsitzenden – erfreut registrieren, dass der neue Fußballverein eine starke Anziehungskraft auch und gerade auf Jugendliche ausübte und damit eine gesunde Basis für die Bildung einer Jugend- und Schülermannschaft gegeben war. Die 1. Mannschaft spielte zunächst in der B-Klasse, konnte aber besonders nach der Übernahme der Vereinsführung durch Heinrich Harnisch ihre Position in Folge des enormen Zustroms neuer Vereinsmitglieder, zumal aus dem Ortsteil Watzenborn, weiter festigen, so dass der Aufstieg in die A-Klasse keinesfalls überraschend kam. Heinrich Harnisch und seinem Mitarbeiterstab gelang es jedenfalls in vorbildlicher Weise, den Verein so auszubauen, dass die Teutonia Watzenborn-Steinberg – der Name Teutonia Steinberg war mittlerweile auf Antrag der Watzenborner Mitglieder Albert Pitz und Otto Wehrum durch Beschluss der Jahreshauptversammlung in Teutonia Watzenborn-Steinberg umgewandelt worden – in Fußballerkreisen allenthalben Achtung und Ansehen genoss.

    In diese Gründerjahre fallen noch andere weit reichende Entscheidungen. So zum Beispiel die Wahl der Gaststätte „Zur Wilhelmshöhe“ zum Vereinslokal und der Entschluss, von den ursprünglich ausgewählten Vereinsfarben Blau-Gelb zugunsten von Grün-Weiß abzurücken, was nicht zuletzt auch im damals entstandenen Vereinslied „Grün und Weiß, wie lieb ich Dich“ einen klangvollen Ausdruck gefunden hat.

    Ein ganz besonderes Kapitel unserer Vereinsgeschichte stellt darüber hinaus die Sportplatzepisode dar. Bevor 1931 der Sportplatz an der Neumühle fertiggestellt war, wurde auf den Wiesen Bei der Dickmühl, auf der Mockswiese, Am Pfaffenweg in der Nähe des Hofes Obersteinberg und am Kirschenköppel oberhalb der Leimenkaute gespielt. Dies waren natürlich nichts anderes als allenfalls provisorische Lösungen, die den Verein auf Dauer nicht befriedigen konnten. Andererseits stand die Fußballbegeisterung vieler junger Leute seinerzeit in krassem Gegensatz zum Meinungsbild der damaligen Gemeindeverwaltung, die das Treiben der Sportler argwöhnisch oder gar mit schroffer Ablehnung verfolgte. So bedurfte es mühsamer und langwieriger Verhandlungen mit der Gemeindevertretung, bis man das Gelände an der Neumühle für den Bau eines Sportplatzes zugesprochen bekam. Dieser Umstand markiert zweifellos einen wesentlichen Meilenstein in der noch jungen Vereinsgeschichte, war doch mit der Errichtung einer eigenen Heimstätte nochmals ein kräftiger Mitgliederzuwachs und ein weiterer sportlicher Aufschwung untrennbar verbunden.

Kontakt

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg e.V.

Postfach 1144, 35415 Pohlheim

SCT Sportpark Wetzlar, 35576 Wetzlar

info@sc-teutonia.de