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+++ Watzenborn mit Kantersieg +++

Auf der Pressekonferenz musste Daniyel Cimen schmunzeln. „Da sitzt er hier schon wieder“, wurde er darauf angesprochen, dass er vor gerade einmal drei Wochen mit seinem Ex-Club Rot-Weiss Frankfurt beim OSC Vellmar vorstellig geworden war.

Und damals mit 3:1 gewann. Es lässt sich nicht anders sagen: Vellmar ist für den 32-Jährigen in dieser Saison ein sehr lohnendes Reiseziel auf der Hessenliga-Landkarte, denn am Samstagnachmittag holte er mit seinem immer noch neuen Verein SC Teutonia Watzenborn-Steinberg einen 7:1 (2:1)-Kantersieg bei den Nordhessen. Damit verlief die zweite englische Woche unter Daniyel Cimen überragend für die Pohlheimer, die mit sechs Punkten und sage und schreibe einem Dutzend Treffer – am Dienstag hatte es ein 5:0 über die Spvgg Neu-Isenburg gegeben – endlich in die richtige Spur gekommen zu sein scheinen.


Aufstellung: Wie bereits am Dienstag vertraute Cimen auf ein 4-4-2-System mit Raute im Mittelfeld. Mit Louis Goncalves, Johannes Hofmann, Timo Cecen und Abdenour Amachaibou wirbelten dort vier enorm spielstarke Akteure. Die Rechnung, erneut auf Spieler zu setzen, die ihre größten Qualitäten im Zentrum haben, ging auf. Fünf Tore, darunter der Elfmeter zum 1:0 nach einem Foul an Damjan Marceta durch Timo Cecen (6.), erzielten die Mittelfeldspieler. Überhaupt änderte Cimen lediglich eine Position – und das erzwungenermaßen. Für Abwehrchef Matthias Henn, der mit einem Muskelbündelriss vier bis sechs Wochen ausfallen wird, rückte Christopher Schadeberg in die Innenverteidigung. Die Alternativen für die Viererkette sind momentan rar gesät. Zwar trainiert Oliver Laux nach monatelanger Verletzungspause wieder mit der Mannschaft, dürfte aber noch Zeit benötigen, um den Anschluss zu schaffen.

OSC Vellmar – Teut. Watzenborn-Steinberg

Spielverlauf: „Wir haben sehr gut in die Partie gefunden“, resümierte Cimen den Start in die 90 Minuten. Amachaibou und zweimal Marceta versäumten es, bis Mitte des ersten Durchgangs das 1:0 auszubauen. Stattdessen glich der sieglose Tabellenletzte in der 22. Minute zum 1:1 aus. „Da haben wir keinen Druck auf den ballführenden Spieler ausgeübt, die Viererkette stand hoch“, schilderte der SC-Coach die Szene, als ein Pass von Enes Glogic in die Schnittstelle die Verteidigung aushebelte. Sinan Üstün scheiterte noch an Keeper Tolga Sahin, den Nachschuss brachte Robin Wissemann aber zwischen den Stangen unter (22.). In der Folge wirkten die Teutonen für eine kurze Phase unsicher, der weitere Verlauf des Matches stand auf der Kippe. Sahin kratzte einen Kopfball der Vellmarer aus dem bedrohten Eck und verhinderte das 1:2. Vier Minuten vor dem Pausentee hatten die Watzenborner die passende Antwort parat. Die Freistoßhereingabe Cecens drückte Markus Müller mit der Innenseite zum 2:1 über die Linie. Als „Büchsenöffner“ beschrieb Daniyel Cimen das 3:1, das Amachaibou nach einer Stunde markierte: „Danach haben wir es richtig gut gespielt und aus fast jeder Chance ein Tor gemacht.“ Cecen (74., 4:1) und Amachaibou (86., 6:1) glänzten als Doppelpacker, Goncalves zeichnete für das 6:1 verantwortlich (76.). Vaclav Koutny, bekannt als Defensivstabilisator, gelang das 7:1.

Fazit und Ausblick: „Von der Ausbeute her ist das perfekt“, freute sich Cimen mit Blick auf die Wochenbilanz, „jeder Sieg gibt Selbstvertrauen und Sicherheit.“ Der Ex-Profi der Frankfurter Eintracht ordnete den höchsten Erfolg seit April 2016 (7:1 über die Sportfreunde Seligenstadt) ansonsten sehr sachlich ein und ließ mit einfließen, dass der OSC im zweiten Durchgang nachgelassen hatte: „Vellmar hat am letzten Samstag 80 Minuten in Unterzahl agiert und musste am Dienstag beim 0:1 gegen Dreieich viel hinterher laufen, das hat zu einem Kräfteverschleiß geführt.“ Schon über Neu-Isenburg hatte er in der Nachschau ähnliches gesagt. „Wir dagegen haben gezeigt, dass wir 90 Minuten marschieren können.“ Auffällig ist in der Tat, dass acht der zwölf Treffer nach der 60. Minuten fielen.

 

Ganzer Artikel gibt es hier: https://www.fupa.net/berichte/sc-teutonia-watzenborn-steinberg-ein-schoener-ort-fuer-daniy-990536.html 

Text: Thomas Suer 

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